Ich mag die 80er. Jeder, der einst selbst mit Pluster-Jogger, tödlich gemusterter Sweatpants oder Neon-Leggins durchs Leben promeniert ist, kennt dieses Gefühl. Die schizophrene Mischung aus Fremdschämen und wohliger Geborgenheit, die einen beim Betrachten diverser Zeitdokumente überkommt. Damals war die Welt bunt und noch irgendwie in Ordnung.

Gestern war es wieder da, dieses Gefühl, als mich Youtube Abends beim willenlosen Prokrastinations-Surfen ertappte und mir folgendes Video vorschlug. Bäm – es war schon eine geile Zeit, als sich die Creme de la Creme der Alpin-Poser noch beim „Skiballett“ die Klinke in die Hand gab.

Star-Trickser Jonny Moseley demonstriert Skiballett

Dieser Meinung waren offenbar auch die Kollegen von „Great Big Story“, die niemand geringeren als Freestyle-Legende Jonny Moseley unter Anleitung von Skiballett-Haudegen Bob Howard einmal selbst die Piste runtertanzen ließen. Wie es Moseley dabei ergangen ist? Seht euch das Video an und erfahrt nebenbei die Geschichte der Sportart Skiballett, die den Grundstein für modernes Freestyle-Skiing gelegt hat!

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Weltmeister wie Hermann Reitberger trieben in den 80ern die Ski-Akrobatik voran

All jene, die etwas mehr Lesezeit aufbringen können, sollten sich den Artikel „Wie Olympia das Skiballett zerstörte“ der Norddeutschen Zeitung gönnen.

„Es gab ein Start- und ein Zieltor“, erinnert sich Wayne Wong, einer der ersten Weltmeister dieses Sports. Dazwischen? War alles erlaubt, verdichtet zu einem Ritt. – Zitat Süddeutsche Zeitung Online

Hier wird gut recherchiert der Aufstieg und Fall der allerersten Ski-Freigeister dokumentiert, wie etwa des deutschen Weltmeisters Hermann Reitberger. Und auch, was moderne Freestyle-Cracks von alten Ballett-Hasen lernen können!