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Welcher Sport passt zu dir? Tipps aus der TCM

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Dir ist klar, dass du mehr Bewegung in dein Leben integrieren solltest, weil sich bereits gesundheitliche Symptome zeigen, mit denen du nicht weiterleben willst? Du weißt aber noch nicht so genau, welcher Sport zu dir passt oder wie du das Thema Bewegung angehen sollst?

Ich möchte ich dir heute einen alternativen Ansatz vorstellen, wie du diese Fragen für dich beantworten kannst.

Mike Mandl ist renommierter Shiatsu-Experte. Ich habe mit ihm darüber gesprochen, welche Menschentypen aus Sicht der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) welchen Sport ausüben sollten, wie man tägliche Bewegung im Alltag langfristig umsetzt und welche Bedeutung Bewegung für den Energiefluss im Körper und damit für Gesundheit hat.

In diesem Interview erfährst du: 

  • Warum der moderne Lebensstil schnell zu einem Stau des Chi führt („Lebensenergie“ in der TCM) und was das für unsere Gesundheit bedeutet
  • Warum manche Menschen mehr für ihre Gesundheit tun müssen als andere
  • Warum ein und dieselbe Sportform nicht jeden gesund macht
  • Welche Grundtypologien es in der TCM gibt und durch welche Bewegungsformen diese jeweils ihre Balance finden
  • Wie man für sich herausfinden kann, zu welchem Typ man gehört
  • Wie man es schafft, Bewegung lebenslang in den Alltag zu integrieren
  • Warum eine tägliche, kurze Form der Bewegung zielführender ist als die oft praktizierten 2x pro Woche

Mike Mandl Interview – Wie man den richtigen Sport für sich findet

Ich habe Mike Mandl in der Wiener Academy for Hara Shiatsu besucht. Du kannst dir hier das Interview-Video mit Mike Mandl in voller Länge ansehen. Oder du scrollst jetzt weiter hinunter und liest die Textzusammenfassung des Interviews inkl. Sporttipps für die 5 Persönlichkeitstypen.

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„Der Grundtyp eines Menschen sagt viel über seine Bewegungsvorlieben aus“ (Mike Mandl)

Portrait Mike Mandl - International Academy for Hara Shiatsu Wien

Wer sich so lange im Shiatsu-Business engagiert wie Mike Mandl, landet zwangsläufig irgendwann ganz oben. Als Leiter der International Academy for Hara Shiatsu, eines der führenden Shiatsu Institute Europas, ist Mike in seinen Vorträgen und Sitzungen seit über 30 Jahren Anlaufstelle für Interessierte und Betroffene, die Gesundheitsprobleme sanft, nachhaltig und langfristig lösen wollen. Denn gerade bei Zivilisationskrankheiten können alternative Konzepte wie Shiatsu (ein Teilbereich der TCM) zu sehr guten Ergebnissen führen – vorausgesetzt, man ist als Patient bereit, aktiv mitzuarbeiten und seinen Lebensstil tatsächlich zu ändern.

Die Spezialgebiete von Mike Mandl sind: 

  • Stress, Burnout, Schlafprobleme
  • Rücken, Nacken, Schulter, Hüfte
  • Kopfweh, PMS, Verdauung

Bernadette: Mike, du bist Shiatsu-Praktiker. Viele Leser können sich darunter wenig vorstellen. Was passiert in einer Shiatsu-Sitzung?

Mike: Shiatsu ist eine manuelle Behandlungsform aus Japan. Wörtlich übersetzt bedeutet sie „Fingerdruck“ und es ist im Grunde eine Massagetherapie, deren Grundlage jedoch nicht die Muskeln sind, wie in der westlichen Massage, sondern das Meridiansystem – die Energieleitbahnen des Körpers. Die Japaner haben das Meridiansystem aus der TCM (traditionelle chinesische Medizin) übernommen und verfeinert. Weil keine Nadeln oder Kräuter zum Einsatz kommen, hat sich Shiatsu als Volksmedizin rasch verbreitet. 

Eine Behandlung setzt ganzheitlich an: Ein wichtiger Teil ist Lebensstilberatung – die 3 Säulen Ernährung, Bewegung und geistige Grundhaltung werden optimiert und durch manuelle Körpertechniken unterstützt. Eine solche integrative Sichtweise, egal ob dann Shiatsu oder eine andere Behandlungsform hinzukommt, zeigt bei klassischen Zivilisationskrankheiten sehr gute Erfolge. Denn die Therapie kann noch so gut sein, wenn der Lebensstil des Betroffenen nicht dazupasst, werden sich die Beschwerden längerfristig einfach nicht auflösen, vielleicht sogar noch verschlimmern.

Bernadette: Welche Bedeutung hat Bewegung in der TCM?

Mike: Bewegung ist, wie gesagt, eine der wichtigsten Säulen der Gesundheit. Man kann sich das Meridiansystem als eine Art Fluss vorstellen, in der die Lebensenergie, das Chi, fließt. Strömt der Fluss auf natürliche Weise, hat das enorme Selbstheilungskraft. Ist er blockiert, bleibt das Wasser stehen und kann schmutzig oder brackig werden, im Worstcase sogar kippen. Wer sich bewegt, bewegt das Wasser, wälzt es kontinuierlich um und der Fluss kann sich selbst reinigen. 

Wer beispielsweise über lange Zeiten stillsitzt und in Bildschirme schaut, riskiert eine Blockade des Chi. Man merkt das selber, die Muskeln spannen sich immer mehr an und man wird gereizt – gerade diese Kombi, Bildschirm plus Sitzen, staut Energie stark auf. Das Durchführen einer täglichen Bewegungsform trägt daher wesentlich dazu bei, alles im Fluss und dadurch gesund zu halten.

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Mein Tipp:

Warum Sport Alterserscheinungen verlangsamt

Sport ist DER Jungbrunnen schlechthin. Durch welche Mechanismen Sport den Alterungsprozess verlangsamt und die Gesundheit über lange Jahre erhalten kann, darüber habe ich mit der Molekularbiologie-Koryphäe Prof. Dr. Barbara Wessner gesprochen.

Neue Forschungen zeigen nämlich, dass Muskeln bei Bewegung hormonähnliche Botenstoffe (sog. Myokine) freisetzen, die stimulierend auf z.B. Nervenzellen und Immunzellen wirken.

Hier geht’s zum Interview mit Prof. Dr. Barbara Wessner

Jetzt mehr über Anti-ging-Wirkung von Sport erfahren!

Bernadette: Was führt neben Bewegungsmangel noch zu Krankheit?

Mike: Im Grunde alles, was das Verhältnis von Yin und Yang stört. Das Yin Yang-Symbol repräsentiert die Dynamik des Lebens, die Polarität. Wie brauchen von allem immer beide Pole in einer gewissen Relation, um gesund zu bleiben. Bewegung und Erholung, Wachsein und Schlafen, usw.. Wenn ich zu lange wach bin (Yang-Phase des Tages), zu wenig schlafe (Yin-Phase) und diesen Zustand zu lange aufrecht halte, übermüde ich und breche irgendwann zusammen. Die Balance ist gestört. 

TCM fragt also immer: Wie kann man die Balance eines Systems erhalten? Solange die Balance eine gesunde Dynamik aufweist, sind wir gesund. Entgleist die Balance, ist das der Nährboden für Krankheiten.

Bernadette: Ich hatte eine Skilehrerkollegin, die mit 4 Stunden Schlaf pro Nacht auskam. Andere Menschen sind Kettenraucher und werden trotzdem 100 Jahre alt. Wie kann man das erklären?

Mike: In der TCM geht man von einer gewissen Grundkonstitution aus. Manche Menschen kommen als Winston Churchill-Prototypen zur Welt, der ja mit seinem „no sports“-Zitat berühmt geworden ist. Sie haben eine kräftige Biologie und können sich mehr Fehler leisten. Andere sind empfindlicher und müssen viel eher aufpassen, ihre Gesundheit zu pflegen. Mit einer starken Grundkonstitution muss man sich nicht zwingend bewegen, um gesund zu bleiben. 

Es ist dann aber die Frage, wie man Gesundheit definiert. Sieht man es nur als Abwesenheit von Krankheit, oder geht es um einen Vitalitätszustand? Aus meiner Sicht sollten wir Vitalität anstreben. Ein Mensch mit starker Grundkonstitution und ungesundem Lebensstil ist zwar nicht krank, aber auch nicht vital. 

Bernadette: Gibt es Bewegungsformen, die besonders gesundheitsfördernd sind?

Shiatsu-Experte Mike Mandl beim Interview mit sportblog.cc

Mike: Das kann man pauschal nicht sagen. In der TCM ist das sehr unkompliziert und pragmatisch. Jede Bewegungsform ist richtig, wenn sie Spaß macht. Freude ist der zentrale Faktor und jede Person muss seine/ihre Bewegungsform finden. Wenn ich mir die Läufer ansehe, die bei mir zu Hause bei der Alten Donau in Wien umhertraben, habe ich bei 90 % nicht das Gefühl, dass sie Spaß an Ihrem Sport haben. Für viele von denen wäre wahrscheinlich Tanzen der sinnvollere Sport! Eine Bewegungsform, bei der auch Begeisterung freikommt.

Mit Menschen, die zu mir kommen, versuche ich immer herauszufinden, wo Ihre Leidenschaft liegt. Denn trainieren, nur um ein Fitnessziel zu erreichen, führt langfristig zu nichts. Nur mit Freude als Motivatior kann man Bewegung über Jahre aufrecht halten.

Bernadette: Du hast zuvor von unterschiedlichen Grundkonstitutionen gesprochen. Sagt der Persönlichkeitstyp etwas über die Sportvorliebe eines Menschen aus?

Mike: Im Grunde ja. In der TCM kennen wir 5 Grundformen der Energie und jeder Mensch weist eine einzigartige Mischung aller 5 Elemente auf. In den meisten Fällen dominiert jedoch eine oder zwei Energieformen. Die Arbeit mit den 5 Elementen kann helfen, herauszufinden, durch welche Umstände sich das persönliche Entwicklungspotential entfalten kann. Je nach Affinität zu einem bestimmten Element erhöhen spezielle Sportarten, Nahrungsmittel, Freizeitaktivitäten, Arbeiten oder Beziehungen den Energielevel und damit den Grad der Zufriedenheit.

Die Typologie ist natürlich variabel und kein Schubladendenken. Sie ist weder ein psychologisches, noch ein medizinisches Konzept. Die 5 TCM-Elemente stellen einen Werkzeugkoffer dar, aus dem man je nach Bedarf den richtigen Schlüssel wählen kann, um sein System einem Tuning zu unterziehen – sowohl die körperlichen, emotionalen, als auch die geistigen Aspekte. Bewegung ist, wie auch Ernährung, eine extrem individuelle Angelegenheit. Wer ein wenig in sich hineinhört, findet sicher eine Präferenz zu einer bestimmten Energie. Dass man eine Bewegungsform gefunden hat, die zu einem passt, merkt man, indem Leidenschaft freikommt.

Die 5 Elemente der TCM und ihre sportlichen Vorlieben

Lies dir nun die folgenden Beschreibungen der 5 Grundtypen durch. Entscheide aus dem Bauch heraus, mit welchen 1-2 Elementen du dich am ehesten identifizieren kannst und versuche, den ein oder anderen Sporttipp dieser Elemente probeweise zu beherzigen.
Mike Mandl verrät Bernadette Hörner die 5 TCM-Grundtypen und ihre Sportvorlieben

Holz

Es gibt Menschen, die haben viel Frühlingsenergie in sich. Sie sind aktiv und suchen das Abenteuer – so wie der Frühling einfach eine stark expansive Energie aufweist. Diese Personen werden von intensiven Sportarten profitieren, die auch einen gewissen Adrenalin- und Wagnisfaktor mitbringen dürfen – sie brauchen große Herausforderungen. Für den Holztyp ist Bewegung Lebenselixier. Bewegt er sich nicht – dynamisch, aktiv, kraftvoll – wird er unrund.

Holz muss brennen, damit es seine Energie freisetzen kann. Genauso muss das System des Holztyps brennen, damit sich die Holzenergie entladen kann. Nur so kann sich der Holztyp ordentlich spüren und danach entspannt im Liegestuhl versinken. Auch Kampfsport ist eine gute Option für den Holztyp, weil er dadurch lernt, seine Aggressionen sinnvoll und kontrolliert einzusetzen. Im Endeffekt geht es darum, die Energien von innen nach außen zu bringen, sich gründlich zu entladen und jede Sportart, die diesen Prozess unterstützt, eignet sich dazu.

Weil der Holztyp seine Leistung gerne dokumentiert und sich beweisen will, liebt er Wettkämpfe oder zumindest die Auseinandersetzung mit dem persönlichen Leistungspotential. Wenn körperliche Bewegung mit einem klaren Ziel und einer großen Herausforderung gekoppelt ist, blüht der Holztyp so richtig auf.

Holz ist eine sehr aktive, expansive Energie, die sich verausgaben muss

Bewegungs-Tipps für Holztypen:

  • regelmäßige aktive, dynamische Bewegung
  • ins Schwitzen kommen
  • Herausforderungen und Ziele suchen

Feuer

Im Sommer haben wir die Feuertypen, da ist die Zeit der Leichtigkeit, des Miteinanders und der Geselligkeit. Diese Leute brauchen soziale Interaktion. Ähnlich wie der Holztyp liebt der Feuertyp körperliche Bewegung. Im Unterschied zum Holztyp geht es dem Feuertyp aber nicht darum, sich mittels Leistung zu beweisen. Es geht um sehen und gesehen werden, um den Spaß an der Sache, den sozialen Aspekt, das spielerische Element und die Show. Alleine und heldenhaft auf einem entlegenen Berggipfel den Elementen zu trotzen, liegt Feuermenschen nicht. Sie blühen auf, wenn alle Augen auf sie gerichtet sind, wenn Spaß, andere Menschen, Ausdrucksmöglichkeit und Abwechslung vorhanden sind.

Feuerenergie hat die Tendenz zum Aufsteigen, und wenn dem Feuertyp seine Feuerenergie zu sehr in den Kopf steigt, kann es sein, dass er sein Leben rein von dieser Ebene gestaltet und seinen Körper vergisst. Der Körper gibt dem Feuertyp jedoch den Bezug zur materiellen Welt, er ist eine Art Anker. Während der Holztyp überschüssige Energie mittels Bewegung abbaut, ankert der Feuertyp seine überschüssigen Energien, sodass er sich nicht verliert. Er muss seinen Körper spüren.

Tanzen wäre eine gute Wahl. Im Prinzip bietet sich aber jede Form von Sport an, die einen oder mehrere Partner zur Ausübung benötigt – sei es Fußball, Volleyball, Basketball, Bowling oder Tennis. Wettkämpfe liegen dem Feuertyp nur, wenn sie freundschaftlich bleiben. Da der Feuertyp lustorientiert ist, mag er auch keine langen, monotonen Bewegungsformen. Schnelles Handeln, Abwechslung und Improvisieren begeistern ihn hingegen.

Feuertypen benötigen beim Sport Geselligkeit und Miteinander

Bewegungs-Tipps für Feuertypen:

  • der Spaß steht im Vordergrund
  • das Miteinander in der Bewegung suchen
  • Abwechslung suchen und ehrgeizigen Leistungsdrang vermeiden

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Erde

Der Spätsommer ist die Zeit des Überflusses, in der die Natur wohlwollend ihre reifen Früchte darreicht. Ebenso sieht sich der Erdetyp ganz dem Genuss, der Behaglichkeit und der Versorgung Anderer verschrieben. An Sport ist er zwar vielseitig interessiert – aber meist nur vor dem Fernseher, als treuer Fan am Fußballplatz oder als Versorgungskraft beim Radrennen des Hobbyvereins. Dabei hätte der Erdetyp Bewegung höchst nötig. Zu viel Passivität macht Erdetypen träge und schwer. Für Sport Energie aufzubringen, sich aufzuraffen und aktiv zu werden, ist seine größte Hürde.

Bewegung sollten sich Erdemenschen so annähern, dass sie schmackhaft ist und Genuss verspricht. Die gewählte Bewegungsform sollte nicht zu anstrengend und gelenkschonend sein. Wird der Erdtyp gleich mit seinen körperlichen Grenzen konfrontiert, sinkt schnell die Motivation. Besser Nordic Walking als Joggen. Besser gemäßigtes Wandern als eine mehrstündige Bergtour. Besser Chi Gong als Karate. Besser gemächliches Schwimmen als Wettkampfrudern. Der einzige Wettkampf, dem sich ein Erdetyp stellen sollte, ist ohnehin die Überwindung des eigenen Schweinehundes.

Hierfür gibt es 2 Tricks: Die Erdenergie spricht auf Regelmäßigkeit und Geselligkeit an. 2x die Woche Fußball-Vereinstraining und nachher auf ein Bier. Morgens Tai Chi und danach mit der Freundin in ein Kaffeehaus. Erdetypen schätzen die Geborgenheit und Stabilität einer Gruppe und der Genussfaktor potenziert die Motivation. Auch sollte die Teilhabe an der sportlichen Aktivität nicht zu viel Aufwand machen. Am besten einen Verein ums Eck wählen.

Erdetypen brauchen beim Sport Genuss und Gruppenzugehörigkeit

Bewegungs-Tipps für Erdetypen:

  • nicht überfordern, lieber weniger tun, dafür regelmäßig
  • sanfte Sportarten bevorzugen
  • den Genussfaktor in der Bewegung suchen

Metall

Dann gibt es den Herbst, eine ruhigere Jahreszeit. Die Natur fährt hinunter und richtet ihre Energie nach innen. Metalltypen sind leisere Menschen, die auch nicht viele Leute um sich herum brauchen. Sie bevorzugen die geistigen, kulturellen Aspekte des Daseins. Den Sinn von körperlicher Betätigung kann der Metalltyp nachvollziehen, sich dafür begeistern aber weniger.

Weil sich der Metalltyp gerne über einen scharfen Intellekt und einen kristallklaren Geist definiert, besteht die Gefahr, den Bezug zum Körper zu verlieren. Massenbewegungen und Rudelverhalten ist dem Metalltyp ein Graus. Wenn es um Bewegung geht, können sich Metallmenschen durchaus für die notwendige Disziplin, clever ausgedachte Trainingspläne, die erforderliche Konzentration und für messbare Erfolge begeistern, solange das Training alleine vonstatten geht. Metalltypen lieben es mit technischem Spielzeug zu hantieren, den Umgang damit zu optimieren und in der Konzentration zu versinken.

Bewegung hilft dem Metalltyp, seine Energien in Fluss zu halten und sie von innen nach außen zu bringen. Jegliche Sportarten faszinieren, bei denen es um die Perfektion von Bewegungsabläufen geht – sei es Kampfsport, Leichtathletik, Gymnastik oder eine dynamische Form von Yoga. Auch die Anschaffung eines Bikes lohnt sich, solange nicht nur hingebungsvoll daran herausgeschraubt, sondern auch trainiert wird. Muskeln und Sehnen sind beim Metalltyp oft steif und verkürzt, daher sollten sich Metallmenschen immer gründlich aufwärmen und nach dem Training ausgiebig dehnen.

Metalltypen sporteln gerne alleine und lieben technische Spielereien

Bewegungs-Tipps für Metalltypen:

  • nicht über Bewegung nachdenken, sondern machen
  • raus an die frische Luft und den Körper spüren
  • bei Schwäche mit sanften Bewegungsformen beginnen

Wasser

Der Wassertyp bewegt sich ungern. Das ist schließlich die Wesensart des Winters, da steht alles still und in der Natur geht es primär darum, Energie zu bewahren. Wassermenschen sind ruhige, tiefgründige Charaktere. Es ist schwer, sie körperlich zu definieren, weil der Körper für sie keine so große Rolle spielt. Oft sind Wassertypen bescheiden, einfach, aber unglaublich willensstark. Die Energie befindet sich tief unter der Oberfläche. Stille, tiefe Wasser haben aber die Tendenz, trübe und verschlammt zu werden, wenn sie keinen frischen Sauerstoff erhalten. Für Wassertypen ist es daher wichtig, zumindest ein bisschen in Bewegung zu bleiben.

Es geht darum, mittels Körper eine Brücke zwischen der Innen- und Außenwelt zu schlagen. Bei Bewegung sollten Wassermenschen daher darauf achten, aus dem einsamen Kämmerlein herauszukommen. Es muss nicht gleich ein miteinander Sport treiben sein, ein nebeneinander reicht völlig. Trainieren sie zu Hause, fehlt Wassermenschen der Bezug zur Realität. Nur so können sie erkennen, dass es noch mehr Suchende auf der Welt gibt. Dass sich das Bedürfnis, den Dingen auf den Grund zu gehen, mit ganz normalen soziale Aktivitäten vereinbaren lässt.

Tai Chi oder Bogenschießen wären perfekte Bewegungsformen. Auch klare Gebirgsluft und eine frische Seebrise üben eine magische Anziehung aus. Lange Wanderungen im Gebirge bieten absolute Stille und tun Körper und Seele gut. Ebenso eine Kajakfahrt oder ein erfrischender Tauchgang. Das Einssein mit den Elementen ist für Wassertypen der ultimative Kick.

Wassertypen lieben meditative Sportarten und Bewegung in der Natur

Bewegungs-Tipps für Wassertypen:

  • raus aus den vier Wänden und Gleichgesinnte suchen
  • sanfte, meditative Sportarten bevorzugen
  • viel in den Bergen oder in der Nähe von Wasser sporteln
Hinweis:

Noch mehr Sport-, Ernährungs- und Mentaltipps für deinen Energietypen findest du übrigens in Mike Mandls Buch „Ich Yin, Du Yang: Der Beziehungsdolmetscher für das Beziehungschinesisch“! -> siehe auch am Artikelende beim Gewinnspiel 😉

Bernadette: Hast du Tipps, wie man herausfinden kann, zu welchem Grundtyp man gehört?

Mike: Ich glaube, dass jeder ein gutes Gefühl dafür hat. Wenn nicht, kann man sich etwa fragen, in welcher Jahreszeit man sich am wohlsten fühlt. Und auch in der Kindheit und Jugend sind wir noch sehr unbeeinflusst und leben unsere ureigene Energie. Was einem da Spaß gemacht hat und was nicht, spiegelt stark die wahre Natur und Persönlichkeit wieder. Ich frage meine Kunden daher oft, was sie in der Kindheit begeistert hat. Warst du ein Teamplayer, mehr Einzelgänger, warst du gerne in der Natur draußen, begeistert von Kampfsport usw.? Dieses Gefühl kann man auch als Erwachsener wieder abrufen und aktivieren. 

In der TCM sieht man sich auch den Körper an. Breite Hände greifen gerne Dinge an, sie wollen etwas tun und erschaffen. Zarte, filigrane Hände kann ich weniger zum Holzhacken schicken. Manche Menschen kommen als Porsche zur Welt, manche als VW-Bus. Das eine ist nicht besser als das andere. Nur muss der Porsche mit 300 km/h fahren um seine Natur zu leben, der VW-Bus muss ausgedehnte Reisen unternehmen. Am Anfang sollte man sich einfach viel Zeit nehmen und zahlreiche Dinge ausprobieren, um herauszufinden, wo die Leidenschaft ist. 

Bernadette: Wenn man seine Bewegungsvorlieben einmal gefunden hat – wie schafft man es, ein Leben lang dranzubleiben?

Da wären wir wieder bei Yin und Yang! Es braucht beides, sowohl Routine, als auch Impulsivität. Mit sturer Willenskraft macht man Dinge nicht lange. Irgendwann kommt der Punkt, wo man sagt ich will nicht mehr. Nur dem reinen Spaßfaktor und inneren Impulsen nachzugehen zerstreut wiederum die Energie und man kann keine beständigen Pläne umsetzen. Erst, wenn beide Faktoren zusammenspielen, wird ein langfristiges Ziel erreicht. 

Ist Leidenschaft da, ist Trainieren kein Muss, sondern ein innerer Drang. Ist Willenskraft und Routine da, lasse ich mich auch in schlechteren Zeiten nicht vom Weg abbringen. Die Leidenschaft sollte also mit einem kontinuierlichen Rhythmus verbunden werden. Am besten täglich, wie Zähneputzen und zu Zeiten, die nicht antastbar sind.

Mike Mandl im Gespräch mit Bernadette Hörner

Bernadette: Du rätst also zu einer täglichen Bewegungseinheit?

Mike: Das ist natürlich sehr individuell und hängt vom Typ, von der Zielsetzung und von den Lebensumständen ab. Ich bin jetzt zum dritten Mal Vater geworden und für großartige Aktivitäten nach der Arbeit ist gerade einfach keine Zeit. Am Wochenende gehen wir öfter auf den Berg, während der Woche ist meine Routine aber die: Ich mache Tai Chi-Übungen zwischen 5:00 und 6:30, da bin ich vor den Kindern auf und diese Zeit ist für mich unantastbar. Damit bin ich zufrieden und ich schaffe es fast jeden Tag.

Wenn man den klassischen Sport- und Leistungsgedanken ausklammert und die Philosophie der TCM hernimmt, wäre eine tägliche Form der Bewegung wünschenswert. Das muss kein intensives Herzkreislauftraining oder Kraftworkout sein! Durch unsere Lebensumstände kommen wir heute einfach sehr schnell in einen Zustand, wo wir emotionale und körperliche Spannung aufbauen und dadurch der Fluss ins Stocken gerät. Täglich 15 min in Bewegung und damit in Körper-Geist-Hygiene zu investieren ist da zielführender als sich an 1-2 Tagen die Woche 90 min lang zu verausgaben. 

Die Tageszeit ist dabei relativ. Ich rate immer, eine Uhrzeit zu suchen, die am wenigsten von äußeren Umständen beeinflusst wird. Für manche ist das eher der Abend, bei mir ist es im Moment in der Früh.

Bernadette: Mike, vielen Dank für das Gespräch!

Ich hoffe, ich konnte dich, liebe Leserin und lieber Leser, mit diesen Infos auf deinem sportlichen Lebensweg unterstützen. Gesundheit wird nur durch Bewegung möglich. Welche Bewegungsform du ausführst ist zweitrangig – viel wichtiger ist, dass du deinen Sport gerne machst! Ich wünsche dir viel Freude beim Ausprobieren und Finden DEINER Sportart. Melde dich gerne, wenn du Hilfe beim Umsetzen von Bewegung brauchst.

Alles Liebe,
Bernadette ♥

Gewinnspiel!

Buch von Shiatsu-Experte Mike Mandl: Ich Yin, du Yang - Der Beziehungsdolmetscher für das Beziehungschinesisch

Wenn du Lust hast, noch tiefer in die Menschentypologie der TCM einzutauchen, möchte ich dir das Buch von Mike Mandl ans Herz legen: „Ich Yin, Du Yang: Der Beziehungsdolmetscher für das Beziehungschinesisch“. Dort beschreibt Mike auf leichte, humorvolle Weise die Eigenarten der 5 Persönlichkeitstypen.“

Zu jedem Grundtyp findest du dort ausführliche Bewegungsempfehlungen sowie Ernährungs- und Mentaltipps. Entdecke, welches Element bei dir am stärksten zur Geltung kommt! Und wie dieses Element deine Beziehungen, deine Vorlieben sowie dein Leben beeinflusst und wie du die Kraft deines Elements voll entfalten kannst.

Ich verlose 2 Exemplare des Buches „Ich Yin, Du Yang: Der Beziehungsdolmetscher für das Beziehungschinesisch“ von Mike Mandl

Mit etwas Glück kannst du das Buch gewinnen!

Was musst du tun, um zu gewinnen?

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Teilnahmebedingungen:

Mit der Teilnahme am Gewinnspiel akzeptierst du die Teilnahmebedingungen und die Datenschutzerklärung von www.sportblog.cc. 

  • Das Gewinnspiel endet am 31. Oktober 2020 um 23:59 Uhr.
  • Die beiden Gewinner werden am 1. November 2020 ermittelt und per Email und/ oder Privatnachricht auf Facebook kontaktiert. Meldet sich der Gewinner nicht innerhalb von drei Tagen ab Kontaktaufnahme, erlischt der Anspruch auf den Gewinn und ein neuer Gewinner wird ermittelt.
  • Der Preis wird an die vom Gewinner angegebene Adresse per Post versendet.
  • Teilnahmeberechtigt sind alle Personen mit Wohnsitz in Österreich, Deutschland und der Schweiz.
  • Die Teilnahme am Gewinnspiel ist möglich ab dem vollständig erreichten 18. Lebensjahr.
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2020-10-20T20:36:34+02:00Tags: |

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