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	<title>SPORTBLOG.CC &#187; Sportlervermarktung</title>
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		<title>Die Top 5 der Fußballtransfers, die keine waren</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Jul 2010 05:58:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>doxidox</dc:creator>
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Ein Countdown der 5 größten Wechsel in der Geschichte des Fußballs, die nie zustande kamen.

5) Ronaldinho: Paris Saint Germain &#8211; Real Madrid (2003)
Ronaldinho hätte 2001 beinahe bei den kleinen Fischen St. Mirren in Schottland unterschrieben, um sich an den europäischen Fußball zu gewöhnen, bevor ein Skandal um einen gefälschten Pass dazwischenkam. Zwei Jahre später stand [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align:center;"><a href="http://view.picapp.com/pictures.photo/sports/peace-cup-real-madrid/image/5607529?term=cristiano+ronaldo+madrid" target="_blank"><img title="Peace Cup Real Madrid vs Al Ittihad in Spain" onmousedown="return false;" src="http://view1.picapp.com/pictures.photo/image/5607529/peace-cup-real-madrid/peace-cup-real-madrid.jpg?size=380&amp;imageId=5607529" border="0" alt="Cristiano Ronaldo drives with the ball during the Peace Cup match between Real Madrid and Al Ittihad on July 26, 2009 in Madrid, Spain. (UPI Photo/Angel Martinez) Photo via Newscom" width="380" height="564" /></a></div>
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<p>Ein Countdown der <strong>5 größten Wechsel in der Geschichte des Fußballs, die nie zustande kamen</strong>.</p>
<p><span id="more-4590"></span></p>
<p><strong>5) </strong><span style="text-decoration: underline;">Ronaldinho: Paris Saint Germain &#8211; Real Madrid (2003)</span></p>
<p>Ronaldinho hätte 2001 beinahe bei den kleinen Fischen St. Mirren in Schottland unterschrieben, um sich an den europäischen Fußball zu gewöhnen, bevor ein Skandal um einen gefälschten Pass dazwischenkam. Zwei Jahre später stand er kurz davor, zu Real Madrid zu wechseln, bis er sich schließlich für Barcelona entschied. Man hielt den Brasilianer für „zu hässlich“ für Real Madrids Galácticos, die stattdessen Schönling David Beckham verpflichteten. Ronaldinho feierte unterdessen große Erfolge bei den Katalanen, und erhielt 2005 nach einem virtuosen Spiel gar Standing Ovations im Bernabeu-Stadion.</p>
<p><strong>4)</strong> <span style="text-decoration: underline;">Luís Figo: Sporting Lissabon &#8211; Parma/Juventus (1995)</span></p>
<p>Im Alter von 22 Jahren war Figo bereit, von Portugal in die Top-Liga der 90er Jahre zu wechseln – die Serie A. Er machte den Fehler, sowohl bei Juventus als auch bei Parma zu unterzeichnen, die beide auf seinen Unterschrift hofften, was bei den Behörden gar nicht gut ankam. Figo wurde mit einer 2-jährigen Sperre für die Serie A belegt und musste daher stattdessen zu Barcelona wechseln. Erst 10 Jahre später schaffte der portugiesische Mittelfeldregisseur den Wechsel nach Italien, nachdem er bei Barça und Real Madrid sein Können gezeigt hatte.</p>
<p><strong>3)</strong> <span style="text-decoration: underline;">Cristiano Ronaldo: Sporting Lissabon &#8211; Juventus (2003)</span></p>
<p>Diese Geschichte kam erst kürzlich ans Licht, als bekannt wurde, dass Luciano Moggi einen Deal unterzeichnet hatte, um den jugendlichen Ronaldo 2003 nach Turin zu holen. Unglücklicherweise für Juve-Fans wurde aus dem Wechsel nichts, da Marcelo Salas sich weigerte, im Gegenzug nach Portugal zu wechseln. Manchester United sprang ein, und der Rest ist Geschichte.</p>
<p><strong>2)</strong> <span style="text-decoration: underline;">Diego Maradona: Argentinos Juniors &#8211; Sheffield United (1978)</span></p>
<p>Ein Transfer, der dank Sheffields dreistem Trainer Harry Haslam in die Geschichte einging. Je nachdem, wem man Glauben schenkt, und es gibt viele, die meinen etwas dazu sagen zu müssen, sollte ein junger Maradona für die stolze Summe von 600.000 Pfund nach Sheffield wechseln, was 1978 ein kleines Vermögen war. Wie vorauszusehen war, kam der Wechsel nie zustande, da die „Blades“ die Summe nicht aufbringen konnten, und sie berappten stattdessen 160.000 Pfund für seinen argentinischen Landsmann Alex Sabella.</p>
<p><strong>1)</strong> <span style="text-decoration: underline;">Pelé: Santos &#8211; Real Madrid/Juventus (1960s)</span></p>
<p>Im Gegensatz zu seinem Rivalen um den Titel des größten Spielers aller Zeiten, Diego Maradona, spielte Pelé niemals bei einem europäischen Verein. Zweimal stand er kurz vor einem Wechsel zu Real Madrid bzw. Juventus, die Interesse an ihm bekundeten, als er in den 60er Jahren in seiner Bestform war. Pelé selbst enthüllte letztes Jahr, dass er beinahe Turin zu seiner Heimat gemacht hätte.</p>
<p>„Real Madrid wollte mich, genauso Manchester United und Juventus“, sagte er Eurocalcio.</p>
<p>„Tatsächlich hätte der Trainer von Juventus beinahe einen Deal mit Santos festgemacht. Ich habe oft daran gedacht, nach Europa zu wechseln, aber ich habe es dann doch vorgezogen, bei dem Team zu bleiben, das einen Platz in meinem Herzen hat, und das ist Santos.“</p>
<p>Brasiliens damalige Regierung schritt ein, und stellte sicher, dass ihr &#8220;nationaler Schatz&#8221; nie in der Lage sein würde, für einen Verein außerhalb seines Landes zu spielen, bis er 1975 im Alter von 35 Jahren zu New York Cosmos wechselte.</p>
<p><strong>Magdalena Ehnes</strong> bloggt zur <a href="http://betting.betfair.com/de/fussball/bundesliga/" target="_blank">Bundesliga</a> und zu <a href="http://betting.betfair.com/de/fussball/wetten-auf-europaische-ligen/" target="_blank">europäischen Ligen</a><strong>Similar Posts:</strong>
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		<title>E-Sport Europameisterschaft in Wien und Berlin</title>
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		<pubDate>Fri, 28 May 2010 10:00:07 +0000</pubDate>
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Elektronischer Sport (E-Sport), das wettbewerbsmäßige Spielen von Computer- und Videospielen, gewinnt in Europa zunehmend an Bedeutung. Während heimische E-Sportler noch vor wenigen Jahren neidisch nach den USA oder Südkorea blickten, hat sich mittlerweile auch hierzulande eine bemerkenswert gut organisierte und professionelle Szene herausgebildet. Bestes Beispiel hierfür sind die ASUS European Nations Championships (ENC), die gewissermaßen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-4086" title="Copyright: flickr/ducamendes" src="http://www.sportblog.cc/wp-content/uploads/2010/05/E-Sport-flickr-ducamendes.jpg" alt="Copyright: flickr/ducamendes" width="512" height="340" /></p>
<p><strong>Elektronischer Sport (E-Sport)</strong>, das wettbewerbsmäßige Spielen von Computer- und Videospielen, gewinnt in Europa zunehmend an Bedeutung. Während heimische E-Sportler noch vor wenigen Jahren neidisch nach den USA oder Südkorea blickten, hat sich mittlerweile auch hierzulande eine bemerkenswert gut organisierte und professionelle Szene herausgebildet. Bestes Beispiel hierfür sind die <strong><a href="http://www.esl.eu/enc" target="_blank">ASUS European Nations Championships (ENC)</a></strong>, die gewissermaßen eine Art Europameisterschaft der Computerspieler darstellen und am <strong>4. Juni 2010 in Wien bzw. am 26. Juni in Berlin</strong> einen offiziellen Tourstopp einlegen.</p>
<p><span id="more-4085"></span></p>
<p>&#8220;Seit dem Aufkommen der ersten Competition-Spiele im Jahr 1996 hat sich der E-Sport-Bereich kontinuierlich weiterentwickelt. Events wie die ENC eignen sich sehr gut dazu, der Öffentlichkeit vor Augen zu führen, welchen Stellenwert das Thema Games inzwischen im Leben der Menschen bekommen hat&#8221;, erklärt Christoph Zenk, Leiter des Medienboards beim <a href="http://www.esvoe.at" target="_blank">eSport Verband Österreich</a> (ESVÖ). Obwohl E-Sport noch ein recht junges Phänomen sei, würden die Gamer-Wettbewerbe mittlerweile zunehmend Anerkennung in Gesellschaft und Politik finden.</p>
<p><strong>Österreich als Vorreiter</strong></p>
<p>Dass die österreichische Hauptstadt zu einem von insgesamt fünf Tourstopps der ENC auserkoren worden ist, sei auch Ausdruck für den hohen Entwicklungsgrad der heimischen Szene. &#8220;In anderen europäischen Ländern haben sich zwar auch bereits eigene Verbandsstrukturen herausgebildet. Österreich ist aber das einzige Land Europas, in dem ein E-Sport-Verband offiziell vom Staat gefördert wird&#8221;, betont Zenk. Insofern komme der Alpenrepublik durchaus eine gewisse Vorreiterrolle zu.</p>
<p>&#8220;Was das Niveau betrifft, auf dem E-Sport betrieben wird, ist man aber in Deutschland schon etwas weiter als in Österreich&#8221;, räumt Zenk ein. Internationaler Spitzenreiter in dieser Hinsicht bleibt weiterhin Südkorea, wo E-Sportler bereits regelrecht als Stars verehrt werden. &#8220;Bei einem jährlichen Einkommen von 200.000 bis 300.000 Dollar wird schnell deutlich, welche Bedeutung dem Thema in diesem Land zukommt&#8221;, merkt Zenk an.</p>
<p><strong>Freier Eintritt und Livestream im Web</strong></p>
<p>Austragungsort des ENC-Events ist das SCS-Multiplex (Top 13) in Vösendorf bei Wien. Gaming-Fans erwarten dort ausgewählte Partien der Gruppenphase des Computerspielwettbewerbs, die auf einer Kinoleinwand übertragen und live moderiert werden. Österreichische Teams treten dabei in den Disziplinen &#8220;<em>FIFA</em>&#8221; und &#8220;<em>Counter-Strike 1.6</em>&#8221; gegen eine Auswahl internationaler Gruppengegner an. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Wer nicht selbst vor Ort sei kann, hat die Möglichkeit, die Spiele auf <a href="http://tv.esl.eu/de/" target="_blank">ESL TV</a>, dem Streaming-Sender der Electronic Sports League (ESL), live mitzuverfolgen.<strong>Similar Posts:</strong>
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		<title>Zwischen Werbespot und Laktattest</title>
		<link>http://www.sportblog.cc/2010/02/zwischen-werbespot-und-laktattest/</link>
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		<pubDate>Fri, 05 Feb 2010 07:12:42 +0000</pubDate>
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Der Fußball geht weltweit in das WM-Jahr und der Trainer der deutschen Nationalmannschaft, Joachim Löw, läutete die Phase der WM-Vorbereitung mit einem Fitnesstest ein. Doch es stehen natürlich auch viele Sponsoren- und Promotiontermine auf dem Programm, um die Aufmerksamkeit der Bevölkerung auf die kommende WM und natürlich auf die deutsche Mannschaft zu richten. Wie wertvoll [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align:center;"><a href="http://view.picapp.com/default.aspx?term=german national soccer team&amp;iid=7666239" target="_blank"><img src="http://cdn.picapp.com/ftp/Images/2/9/c/8/Sports_News_bb94.jpg?adImageId=9902279&amp;imageId=7666239" border="0" alt="Sports News - January 26, 2010" width="380" height="563" /></a></div>
<p><script src="http://cdn.pis.picapp.com/IamProd/PicAppPIS/JavaScript/PisV4.js" type="text/javascript"></script></p>
<p>Der Fußball geht weltweit in das WM-Jahr und der Trainer der <strong>deutschen Nationalmannschaft</strong>, Joachim Löw, läutete die Phase der <strong>WM-Vorbereitung</strong> mit einem Fitnesstest ein. Doch es stehen natürlich auch viele Sponsoren- und Promotiontermine auf dem Programm, um die Aufmerksamkeit der Bevölkerung auf die kommende WM und natürlich auf die deutsche Mannschaft zu richten. Wie wertvoll solche &#8220;Verbindlichkeiten&#8221; jedoch für die einzelnen Spieler sind, ist fraglich.</p>
<p><span id="more-3356"></span></p>
<p>Am vorletzten Januar-Sonntag reisten die Spieler des erweiterten WM-Kaders nach Stuttgart. An den darauffolgenden zwei Tagen standen sie den Sponsoren der Nationalmannschaft für Werbespots, Fotoshootings und Anproben zur Verfügung. Dienstag Nachmittag prüfte der DFB-Stab dann die Fitness der Spieler mit verschiedenen Tests wie Ausdauerläufen, 30m-Sprints und Gleichgewichtsübungen, bevor sie wieder nach Hause fuhren. Eineinhalb Tage ruhte also der Sport zugunsten der Vermarktung der Auswahl-Kicker, nur einen Nachmittag stand das Sportliche im Vordergrund.</p>
<p>Dazu kommt, dass der DFB auf Länderspiele im Februar und April verzichtet, um stattdessen den Fitnesstest durchführen zu können. Auch wenn der sportliche Wert von Freundschaftsspielen umstritten ist, so tragen sie dennoch mehr zur Weiterentwicklung des deutschen Spiels bei als Sponsorentermine. Und eben eine solche Weiterentwicklung braucht die Nationalmannschaft dringend, um bei der WM mit den Top-Teams mithalten zu können. Dazu sollte alle Konzentration der Nationalmannschaft dem sportlichen Teil der WM und ihrer sportlichen Vorbereitung gelten.</p>
<p>Die sportliche Vorbereitung braucht ihre Zeit, doch um eben diese Zeit konkurriert die DFB-Vorbereitung mit Sponsorenterminen der deutschen Nationalspieler. Nehmen die Verpflichtungen gegenüber den Sponsoren zu, verringert sich die Zeit für das Üben auf dem grünen Rasen und die Titelchancen nehmen ab. Vollblutfans könnten sogar ein Verbot von Sponsorenterminen im Vorfeld eine WM fordern.</p>
<p>völliger Ausschluss eines kommerziell interessierten Umfeldes bei der Nationalmannschaft kommt aber bei den heutigen Dimensionen der wirtschaftlich-sportlichen Verflechtungen nicht in Frage. Gegen eine Vermarktung ist grundsätzlich auch nichts einzuwenden. Internationaler Fußball ist ein Geschäft, vor allem ein Turnier wie die anstehende WM füllt viele Taschen, Werbespots und Co. spülen Geld in die Kassen. Die Spieler können auch einmal abschalten vom Trainings-Alltag und der Status als Werbeträger mag für Selbstvertrauen sorgen &#8211; viele positive Effekte.</p>
<p>Indirekt profitiert von den Einnahmen auch der sportliche Erfolg des DFB, wenn Nachwuchsförderung, Trainingsbedingungen und Organisation im deutschen Fußball optimal gestaltet werden können. Sponsorentermine besitzen also ihre Berechtigung, gegen sie ist prinzipiell nichts einzuwenden. Es stellt sich nur die Frage, in welchem Verhältnis das Training zu Sponsorenterminen stehen sollte, um eine erfolgreiche WM wahr zu machen.</p>
<p>Eine Lösung muss viele Interessen und Zwänge berücksichtigen, was für die Nationalmannschaft heißt: die Termine der Nationalmannschaft müssen verhandelt werden zwischen den beteiligten Parteien wie Bundesliga-Klubs, FIFA, Beratern oder Sponsoren. In den Verhandlungen erfordert eine optimale Lösung ein Ziel, welches für dieses Jahr der WM-Titel sein muss und nicht Profit, nicht Publicity.</p>
<p>Dieses Ziel haben auch der Bundestrainer, Joachim Löw und seine Nationalspieler. Sie alle müssen auf dem Weg zum Titel den Sponsoren immer weniger Zeit opfern und dem Training immer mehr, bis sie beim Turnier den Kopf völlig frei haben und nur Fußball spielen.</p>
<p>Damit müssten auch die Sponsoren einverstanden sein. Denn würden die deutschen Fußballer schlecht abschneiden in Südafrika und womöglich in der Gruppenphase ausscheiden, dann gingen die deutschen Einschaltquoten in den Keller. Ein positiver Imagetransfer bliebe aus. Insofern ziehen alle an einem Strang, Sponsoren wie das DFB-Team.</p>
<p><strong>Sebastian Mehl</strong> arbeitet in einer Sportredaktion und bloggt zur <a href="http://betting.betfair.com/de/" target="_blank">Fußball WM 2010</a> und zur <a href="http://betting.betfair.com/de/fussball/" target="_blank">Bundesliga</a>.<strong>Similar Posts:</strong>
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		<title>Das späte schlechte Gewissen</title>
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		<pubDate>Fri, 15 Jan 2010 00:59:35 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[

In letzter Zeit wurden wir ja des Öfteren Zeugen von freiwilligen Dopinggeständnissen. Ok, diese kamen zwar ausschließlich von Sportlern die schon im Ruhestand sind, aber wollen wir mal nicht so kleinlich sein. Im Angesicht eines solchen Seelen-Striptease sind vermutlich viele Menschen äußerst begeistert von der charakterlichen Größe die es erfordert, um sein Image in der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align:center;"><a href="http://view.picapp.com/default.aspx?term=andre agassi&amp;iid=7014309" target="_blank"><img src="http://cdn.picapp.com/ftp/Images/d/e/6/9/AgassiBook_c034.JPG?adImageId=8999209&amp;imageId=7014309" border="0" alt="Agassi-Book" width="380" height="551" /></a></div>
<p><script src="http://cdn.pis.picapp.com/IamProd/PicAppPIS/JavaScript/PisV4.js" type="text/javascript"></script></p>
<p>In letzter Zeit wurden wir ja des Öfteren Zeugen von <strong>freiwilligen Dopinggeständnissen</strong>. Ok, diese kamen zwar ausschließlich von Sportlern die schon im Ruhestand sind, aber wollen wir mal nicht so kleinlich sein. Im Angesicht eines solchen Seelen-Striptease sind vermutlich viele Menschen äußerst begeistert von der charakterlichen Größe die es erfordert, um sein Image in der Öffentlichkeit freiwillig zu beschmutzen … vor allem wenn man eigentlich schon alle seine Schäfchen im Trockenen hat.</p>
<p>Für mich persönlich stellen solche Geschichten aber einfach nur die Krönung einer Farce dar, die uns als schöne saubere Sportwelt verkauft wird.</p>
<p><span id="more-3203"></span></p>
<p>Der erste Punkt, der mich persönlich auf die Palme bringt ist, dass ein geständiger Sportler im Ruhestand mit keinen Konsequenzen von Seiten der Verbände oder Organisationen zu rechnen hat. Im Gegensatz zu Sportlern, denen während ihrer aktiven Karriere Doping nachgewiesen wird, werden den freiwilligen Geständigen keine Titel oder Medaillen aberkannt.</p>
<p>Sie haben also ihre ganze Karriere lang betrogen, aber weil sie eben nie erwischt wurden, dürfen sie als Belohnung alle Erfolge offiziell behalten. Eine Aberkennung würde zwar in Wirklichkeit auch nicht mehr viel ändern, aber es wäre definitiv das richtige Zeichen für die Jugend, die damaligen Kontrahenten (die sich durch solche Geständnisse noch viel mehr gedemütigt vorkommen müssen) und alle, die noch immer irgendwie an eine halbwegs saubere Sportwelt glauben.</p>
<p>Des Weiteren finde ich es lächerlich, dass sich die geständigen Sportler immer als arme, vom schlechten Gewissen gepeinigte Opfer darstellen, die seit der Beendigung ihrer Sportlerkarriere vermutlich keine einzige Nacht ruhig schlafen konnten.</p>
<p>In Wirklichkeit geht es doch auch dabei nur um eines – viel Geld. Egal ob man mit seinen Enthüllungen die Verkaufszahlen seiner Memoiren oder Biografie ankurbeln will, oder ob man als fast schon vergessener Altsportler einfach mal wieder in die Schlagzeilen will um die dicke Kohle durch Exklusivinterviews in Print- und Fernsehmagazinen zu machen, es soll einfach immer nur die Verkaufsmaschinerie ins Rollen gebracht werden.</p>
<p>Deshalb finde ich es noch viel schlimmer, all die Betrügereien, mit denen man glücklicherweise durchgekommen ist, auch noch ganz frech auf den Markt zu werfen, um nochmal möglichst viel Profit zu machen, als sich einfach im Stillen zu freuen, dass alles für einen so gut gelaufen ist.</p>
<p>Ein Paradebeispiel für diese Frechheit, auch wenn es dabei nicht um Dopingenthüllungen ging, ist für mich O.J. Simpson. Wie vermutlich alle wissen wurde Herr Simpson in einem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/O._J._Simpson#Mordprozess" target="_blank">sehr fragwürdigen Prozess</a> vom Mord an seiner Ex-Frau und deren Liebhaber freigesprochen, wobei sehr viele Amerikaner der Meinung sind, dass dieses Urteil durch die Bekanntheit und das Vermögen Simpsons beeinflusst wurde (dabei möchte ich keine Bewertung meinerseits über diesen Ausgang abgeben).</p>
<p>Worauf ich hinaus will ist, dass <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/If_I_Did_It" target="_blank">O.J. Simpson vor einiger Zeit ein Buch auf den Markt bringen wollte</a>, das beschreibt „wie er den Mord begangen hätte, wenn er es getan hätte“. Sozusagen ein inoffizielles Geständnis um noch einmal richtig Kohle zu scheffeln.</p>
<p>Dieses Buch wurde (in seiner Originalform) nie ausgeliefert, da sich der Verlag vor Protestschreiben der Öffentlichkeit kaum mehr wehren konnte und daher diesen Imageschaden nicht riskieren wollte.</p>
<p>Jetzt frage ich mich, warum Biografien mit Dopinggeständnissen zum gefeierten Bestseller werden, aber das Buch von O.J. Simpson von öffentlichen Protesten gestoppt wurde. Es geht doch schließlich in beiden um die erfolgreich durchgebrachten Betrügereien.</p>
<p>Vielleicht liegt es daran (wie wir in <a href="http://www.sportblog.cc/2008/12/dopingalsstraftat/" target="_blank">diesem Artikel</a> schon beschrieben haben), dass die meisten Menschen Doping nicht wirklich als Straftat sehen, da sie selber liebend gerne alles schlucken, was ihnen eine Leistungssteigerung ohne Aufwand verspricht. Im Gegensatz dazu haben wohl noch die wenigsten von uns einen Doppelmord begangen <img src='http://www.sportblog.cc/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Ich würde mir jedenfalls wünschen, dass auch Spät-Geständnisse von Sportlern dieselben Konsequenzen haben, wie wenn sie in ihrer aktiven Karriere erwischt worden wären. Dann würde es zwar vermutlich niemanden mehr geben, der solche Enthüllungen liefert, aber die Sportler könnten dann immerhin nicht noch ein zweites Mal mit ihren illegalen Leistungssteigerungen Profit machen.<strong>Similar Posts:</strong>
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		<title>Lieber Sport statt Business, Herr Rogan!</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Dec 2009 13:00:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>debeanz</dc:creator>
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Sehr amüsiert habe ich am Wochenende den Standard-Artikel mit Dinko Jukic&#8217;s Aussagen über Markus Rogan&#8217;s vorzeitige Abreise von der Kurzbahn Schwimm-EM in Istanbul gelesen. Darin ergießt sich Jukic über das egoistische und unsoziale Verhalten gegenüber seinen Team-Kollegen, das Rogan mit dieser Aktion an den Tag legt. Rogan solle doch lieber wieder „Sport“ machen, statt nur „Business“, heißt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://view.picapp.com/default.aspx?term=Markus Rogan&amp;iid=1724843" target="_blank"><img src="http://cdn.picapp.com/ftp/Images/1/5/6/7/Speedo_Swimsuit_Germany_9ca1.jpg?adImageId=8318518&amp;imageId=1724843" border="0" alt="Speedo Swimsuit Germany Photoshoot" width="500" height="396" /></a><script src="http://cdn.pis.picapp.com/IamProd/PicAppPIS/JavaScript/PisV4.js" type="text/javascript"></script></p>
<p>Sehr amüsiert habe ich am Wochenende den <a href="http://derstandard.at/1259281790464/Ein-Leithammel-der-wie-ein-Idol-handeln-will" target="_blank">Standard-Artikel</a> mit Dinko Jukic&#8217;s Aussagen über Markus Rogan&#8217;s vorzeitige Abreise von der Kurzbahn Schwimm-EM in Istanbul gelesen. Darin ergießt sich Jukic über das egoistische und unsoziale Verhalten gegenüber seinen Team-Kollegen, das Rogan mit dieser Aktion an den Tag legt. Rogan solle doch lieber wieder „Sport“ machen, statt nur „Business“, heißt es da von Jukic, und damit seiner früheren Rolle als Idol und Zugpferd des österreichischen Schwimmsports wieder gerecht werden.</p>
<p>Dass ein solches Verhalten moralisch verwerflich ist, steht außer Frage. Rogan schadet sich und seinem &#8220;Business&#8221; damit aber in erster Linie selbst,  denn mangelnde Sozialorientierung und mangelnde emotionale Stabilität sind &#8220;big No No&#8217;s&#8221; für das Image und die Vermarktung eines Profisportlers.</p>
<p><span id="more-2890"></span></p>
<p><strong>Keine moralische Integrität</strong></p>
<p>Bereits im Special über den Abgang von Hermann Maier  haben wir das Heldenpotential von Markus Rogan kurz analysiert. (nachzulesen <a href="http://www.sportblog.cc/2009/10/sportblog-cc-special-abgang-des-letzten-osterreichischen-sporthelden-2/" target="_blank">hier</a>)</p>
<p>Rogan hatte damals durch seine &#8220;Prügelaffäre&#8221; schon viel von seinem Sporthelden-Status verspielt, denn – man erinnere sich an die Heldenfaktoren – es gehört auch moralische Integrität (untadeliges Verhalten, Rechtschaffenheit usw.) zu den Voraussetzungen, die ein Sportheld erfüllen muss. (vgl. dazu Schlicht 2000:215) Und eine solche vermeidliche Prügelgeschichte, die Umstände seien jetzt mal dahingestellt, ist natürlich alles andere als untadelig.</p>
<p><strong>Keine emotionale Stabilität</strong></p>
<p>Ein weiteres Kriterium für Sporthelden ist emotionale Stabilität. Und dass er auch von dieser offensichtlich nicht allzu viel besitzt, hat Rogan jetzt mit seiner vorzeitigen Abreise demonstriert. Als Laie würde ich sagen, sein Verhalten kommt total arrogant und unsympathisch rüber, vermarktungstechnisch sage ich, keiner interessiert sich für einen Sportler, der derart frustriert und verbissen wirkt, und vor lauter Kompensationsaufwand für das angeknackste Ego keinen Spaß und keine echte Freude mehr am Sport vermittelt.</p>
<p>Denn darum gehts bei emotionaler Stabilität: Der Sportler sollte mögichst konstant die &#8220;Sonnenseite&#8221; seiner Persönlichkeit vermitteln, die über Frust und Zweifel siegt. (vgl. dazu Thiel 1991:36,39)</p>
<p><strong>Keine Sozialorientierung</strong></p>
<p>Auch Sozialorientierung ist ein wichtiger Heldenfaktor. In Mannschaftssportarten ist sie ohnehin selbsterklärend, aber auch in Einzelsportarten wie dem Schwimmen, dem Alpinen Skisport usw. wird ein Sportler immer als Teil einer großen Idolfamilie wahrgenommen. Die Rolle der „Familie“ spielt dann der Verein/Verband und die Kollegen innerhalb des Kaders/Teams. Die Erfolge jedes Einzelnen wirken sich dabei positiv auf den Erfolg der gesamten Idolfamilie aus, sodass das gesamte Gefüge dieser großen, erfolgreichen Familie große Macht vermittelt &#8211; und diese Macht wirkt auf Fans faszinierend und anziehend. (vgl. dazu Gebauer 1988:139f)</p>
<p>Manövriert sich nun ein Sportler durch mangelndes Sozialverhalten an den Rand dieser Idolfamilie, verliert er damit nicht nur seine positive Vorbildwirkung, sondern auch selbst an Ruhm, Glanz und Macht – und ist daher auch für Fans nicht mehr so interessant.</p>
<p><strong>Guter Sport = Gutes Business</strong></p>
<p>Fans wählen sich nämlich nur möglichst konstant „positive“ Sportler als Idole, die ihnen auch als „Kraftstation“ und als Projektionsfläche für die eigenen Unzulänglichkeiten dienen. In weiterer Folge wählen natürlich auch Werbe- und Sponsorenfirmen Sportler nach diesen Kriterien aus.</p>
<p>Will ein Sportler also finanziell erfolgreich sein, tut er gut daran sein öffentliches Verhalten an diese Spielregeln anzupassen und sich hin und wieder auch entsprechend am Riemen zu reißen. Durch mieses, verbissenes und unkollegiales Verhalten schneidet man sich als Sportler vermarktungsmäßig nur ins eigene Fleisch.</p>
<p>Wird im Fall Rogan also nicht bald Schadensbegrenzung und Krisenmanagement betrieben, sehe ich den Fall des Markus Rogan endgültig vorprogrammiert. Im Sport macht man nämlich nur gutes „Business“, wenn man auch weiß wie man guten „Sport“ macht. Danke Herr Jukic.</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Literaturnachweis:</span></strong></p>
<p>Gebauer, Gunter (Hrsg.) (1988): Körper- und Einbildungskraft. Inszenierungen des Helden im Sport, Reihe historische Anthropologie, Band 2, hrsg v. Forschungszentrum für Historische Anthropologie der Freien Universität Berlin, Berlin</p>
<p>Schlicht, Wolfgang (2000): Sieger, Helden und Idole, In: Schlicht, Wolfgang/Lang, Werner (Hrsg.): Über Fußball. Ein Lesebuch zur wichtigsten Nebensache der Welt, Schorndorf, S.210-223</p>
<p>Thiel, Erhard (1991): Sport und Sportler – Image und Marktwert. Einsatzmöglichkeiten im Marketing, Landsberg/Lech<strong>Similar Posts:</strong>
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		<title>Neuer Web-TV-Versuch mit Randsportarten</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Nov 2009 08:00:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>debeanz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA[
Wir von SPORTBLOG.CC sind ja der Meinung, dass beim Sport nicht nur der kleine und selektierte Bereich des massenmedialen Spitzensports zählt, sondern dass das gesamte Phänomen des modernen Sports mit all seinen unterschiedlichen Sportarten und Facetten spannend, interessant und vor allem auch berichtenswert ist. Daher verfolgen wir natürlich auch aufmerksam alle neuen Entwicklungen auf diesem Sektor.
RSK1 heißt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2599" title="Copyright: flickr/limey1967, sanchezphotography, Cunning Stunt" src="http://www.sportblog.cc/wp-content/uploads/2009/11/Funsport_cam.jpg" alt="Copyright: flickr/limey1967, sanchezphotography, Cunning Stunt" width="512" height="133" /></p>
<p>Wir von SPORTBLOG.CC sind ja der Meinung, dass beim Sport nicht nur der kleine und selektierte Bereich des massenmedialen Spitzensports zählt, sondern dass das gesamte Phänomen des modernen Sports mit all seinen unterschiedlichen Sportarten und Facetten spannend, interessant und vor allem auch berichtenswert ist. Daher verfolgen wir natürlich auch aufmerksam alle neuen Entwicklungen auf diesem Sektor.</p>
<p><a href="http://www.rsk1.de/" target="_blank">RSK1</a> heißt nun eine neue Internet-Plattform in Deutschland, die sich im Herbst 2009 die TV-Rechte von 33 Randsportarten für 1 Jahr erkauft hat, und seither TV-Berichte aus Randsportarten für User kostenlos bereitstellt. Als Motivation hinter dieser Seite stand der Gedanke, endlich auch im Bereich der Randsportarten Geld zu verdienen, und damit gleichzeitig den Sportarten und ihren Athleten eine Präsentationsplattform zu bieten. Soweit ist das prinzipiell alles lobenswert. Ich habe mir diese Seite jedoch genauer angesehen und denke, dass eine gute Vermarktung von Randsportarten SO SICHER NICHT funktionieren kann.</p>
<p><span id="more-2590"></span></p>
<p><strong>Das Problem der Randsportarten</strong></p>
<p>Randsportarten haben leider das Problem einer negativen Vermarktungs-Spirale: Geringes Zuseherinteresse -&gt; daher keine hohe Medienpräsenz -&gt; daher keine/wenig finanzielle Mittel durch Sponsorenverträge -&gt; daher auch kaum Geld für professionelle und gute Vermarktung -&gt; daher wieder geringes Zuseher- und Medieninteresse …. usw.</p>
<p>Die Folge: Randsportarten und deren Sportler haben im Gegensatz zu den großen Mediensportarten (in Österreich in erster Linie der Alpine Skisport, Fußball, Formel 1 und Tennis &#8211; in Deutschland weniger der Alpine Skisport, dafür Leichtathletik und Motorsport) kaum die Möglichkeit am großen Kuchen der heutigen Sport-Medien-Wirthschafts-Allianz mitzuschneiden. Während sich also erfolgreiche Fußballer, Skifahrer und dergleichen mit ihrem Sport eine goldene Nase verdienen, kämpfen erfolgreiche Profisportler aus Randsportarten ums nackte „berufliche“ Überleben.</p>
<p><strong>Wichtigste Facts zu RSK1</strong></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2601" title="Copyright: www.rsk1.de" src="http://www.sportblog.cc/wp-content/uploads/2009/11/logo-rsk1.jpg" alt="Copyright: www.rsk1.de" width="155" height="158" /></p>
<p>Das <a href="http://www.rsk1.de/" target="_blank">Online-Portal RSK1 </a>möchte nun den Sektor Randsportarten für sich finanziell erschließen, und damit gleichzeitig auch Sportlern aus Randsportarten die verdiente Aufmerksamkeit verschaffen und ihnen eine mediale Tür öffnen.</p>
<p>Im Herbst 2009 hat RSK1 die TV-Rechte des 33-Vertrages für ein Jahr gekauft &#8211; ein Paket, das die Rechte von 33 Randsportarten des Deutschen Olympischen Sportbundes bündelt, darunter Sportarten wie Taekwondo, Badminton, Wasserski, Rasenkraftssport, Kegeln, Sportakrobatik, Kanu, Radfahren, Segeln usw.</p>
<p>Nachdem der Erwerb aber sehr kostenaufwändig war, versucht man nun bei den Produktionskosten zu sparen. Die Berichte werden von selbst ausgebildeten Video-Reportern verfasst, die zu den diversen Sportveranstaltungen mit einer Kamera anreisen, und für eine fertige Endproduktion inklusive redaktioneller Arbeit dann etwa 100 € kassieren (so schreibt die Zeitschrift <a href="http://www.sponsors.de/" target="_blank">Sponsors&#8217;s</a> in der Ausgabe vom August 2009). Zusätzlich haben auch Sportler, Vereine und Verbände die Möglichkeit, nach dem Motto „Sportler für Sportler“ selbst produziertes Material zur Verfügung zu stellen.</p>
<p><strong>Kritik an RSK1</strong></p>
<p>Genau so billig wie sich das Produktionskonzept darstellt, sehen leider auch tatsächlich die Sportberichte auf RSK1 aus. In jeder Sparte reiht sich willkürlich irgendwelches unübersichtliches Bildmaterial aneinander, die „Berichte“ reichen dabei von unkommentiertem Abfilmen irgendwelcher regionaler Dorfplatztuniere (in YouTube-Qualität!, offensichtlich Material von Vereinen), über Speedskating Bewerbe der 6-10 jährigen Anfänger (wer weiß wie sich 6-10 jährige Kinder das erste mal auf Rollerskates verhalten, weiß, wie interessant das ist <img src='http://www.sportblog.cc/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> ) bis zu „anmoderierten“ Beiträgen die mehr an eine terroristische Videobotschaft erinnern als an eine Sportbeitrag. Wirklich Interessantes und Brauchbares zu finden erfordert sehr viel Zeit und Geduld.</p>
<p>Erstens kann eine so schmuddelige Präsentation von Randsportarten in meinen Augen sicher nicht zu einer Verbesserung der Situation führen. Im Gegenteil, hier wird das billige, unprofessionelle und langweilige Image von Randsportarten sogar noch bestärkt.</p>
<p>Zweitens werden hier die grundlegenden Anforderung an journalistische Beiträge im Internet nicht erfüllt: Online-Journalisten und -Redakteure haben nämlich angesichts der unübersichtlichen Informationsflut im Internet die Aufgabe, Informationen verständlich darzustellen, zusammenzufassen und zu interpretieren. Sie sind also Content-Manager. Das fängt beim übersichtlichen Darstellen der einzelnen Beiträge in den Rubriken an, führt über klar interpretierte und kommentierte Beiträge, und hört bei der Selektion von relevanten Beiträgen auf (Stichwort 6-10 jährige Speedskating Anfänger).</p>
<p><strong>Was könnte man also besser machen</strong></p>
<p>Um Randsportarten weiterzubringen, muss man meiner Meinung nach bei einer professionellen Präsentation beginnen. Denn nur was hochwertig aussieht, wird auch so wahrgenommen. Dazu gehören im Bereich Videomaterial eben auch gut ausgebildete Sprecher und Moderatoren, und das Wissen um die Qualitäts-Basics einer Videoproduktion. Ein Text gesprochen von einem Laien in dessen Wohnzimmer, und eine Bildqualität die verwackelter und hektischer nicht sein könnte, schaden dem Image von Randsportarten mehr als sie nutzen.</p>
<p>Die meisten Funsport-Szenen haben die Wichtigkeit dieser Tatsache längst erkannt, hier läuft die szeneninterne Produktion von Video- und Fotomaterial bereits seit Jahren auf Hochtouren, und das in einer Qualität, die mittlerweile den atemberaubenden Universum- und Imax-Filmen um nichts mehr nachsteht (siehe dazu auch den Artikel <a href="http://www.sportblog.cc/2009/11/empfehlung-fur-alle-boardfans/" target="_blank">Empfehlung für alle Boardfans</a>). Jedoch existiert in den Funsport-Szenen selten eine professionell organisierte, strukturierte und sportartübergreifende Image- und PR-Arbeit. Und somit  produziert hier meist jeder für sich selbst.</p>
<p>Wie eine erfolgreiche Vermarktung von Randsportarten funktionieren könnte, zeigt auch Red Bull – obwohl das Heranziehen des hausgemachten Funsport-Imperiums des Herrn Mateschitz immer mit Vorsicht zu genießen ist (wie auch der aktuelle Beitrag <a href="http://www.sportblog.cc/2009/11/verleiht-flugel/" target="_blank">Verleiht Flügel?</a> zeigt). Aber immerhin hat Red Bull mit der neuen Zeitschrift „<a href="http://de.redbulletin.com/" target="_blank">Red Bulletin</a>“ ein erfolgreiches Funsportmagazin zustandegebracht, indem es um Sportarten geht, die sonst wohl genau wie die der Vereins-Kauderwelsch auf RSK1 niemanden interessiert hätten, aber durch die präzise Marketingphilosophie von Red Bull eben einfach geil und spannend rüberkommen.</p>
<p>Relevante und hochkarätige Sportereignisse (national und international), spannend und interessant präsentiert &#8211; so lautet meiner Meinung nach das Credo. Eben nach allen Regeln des Journalismus-, PR-  und Werbehandwerks vermarkten. Auch wenn Randsportarten nur für wenige Leute interessant sind – das Beobachten der Besten bzw. Weltbesten einer Sportart und damit dessen „Vollendung“, spannend, anschaulich, verständlich und professionell präsentiert, kann auch für bislang Uninteressierte durchaus interessant sein. Gepaart am besten gleich mit umfangreichem Info-, Einführungs- und Erklärungsmaterial über die  einzelnen Sportarten, um das Konsumkapital zu erhöhen &#8211; denn umso mehr Vorwissen von einem Sportler oder einer Sportart vorhanden ist, umso mehr Interesse und Identifikation besteht von Seiten der Konsumenten.</p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>Natürlich ist das alles prinzipiell eine Kostenfrage. Auch RSK1 hat im ersten Anlauf vor 2 Jahren mit qualitativ hochwertigen Produktionen durchgehend in HD-Qualität begonnen, das Konzept hat sich jedoch bei weitem nicht rentiert. Somit ist man heute beim beschriebenen 99-Cent Berichtesumpf gelandet.</p>
<p>Hätte ich ein funktionierendes Konzept parat, würde ich wohl nicht mehr für SPORTBLOG.CC schreiben, sondern mich als Dagobert in meinen Sport-Millionen suhlen <img src='http://www.sportblog.cc/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> . Das Image von Randsportarten muss aber sicherlich Schritt für Schritt aufgebaut und verbessert werden, und das ist nachhaltige und langwierige Arbeit. Schnelles Geld durch kollaborative Sport-Plattformen, ohne dabei selbst viel Arbeit und Aufwand zu investieren, ist im Bereich der Randsportarten sicher nicht möglich.</p>
<p>Hier muss man das Problem an der Wurzel packen, indem man Randsportarten einerseits kompetentes Know How vermittelt, damit sich diese selbst gut präsentieren und vermarkten können, und indem man andererseits auch selbst bereit ist ein qualitativ hochwertiges Medienprodukt zu schaffen - sei es jetzt im Internet wie die Plattform RSK1, oder im klassischen Medienbereich wie etwa der &#8220;Red Bulletin&#8221;. Eine entsprechende Community und Reichweite folgen dann nach und nach von selbst.</p>
<p>Wir von SPORTBLOG.CC versuchen natürlich unser Bestes <img src='http://www.sportblog.cc/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> <strong>Similar Posts:</strong>
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		<title>Verleiht Flügel?</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Nov 2009 22:57:56 +0000</pubDate>
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Die Firma Red Bull steht derzeit wiedermal im Rampenlicht, besonders in der Schweiz. Auslöser dafür war der Tod des bei Red Bull unter Vertrag stehenden Extremsportlers Ueli Gegenschatz, der bei einem Basejump in Zürich ums Leben kam. Von vielen Seiten wird nun dem Energydrink-Hersteller die Schuld an diesem Unfall zugeschoben und die ganze Marketing- und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-2770" title="Copyright: flickr/Stormblast2008" src="http://www.sportblog.cc/wp-content/uploads/2009/11/Red-Bull-02-flickr-Stormblast2008.jpg" alt="Copyright: flickr/Stormblast2008" width="512" height="370" /></p>
<p>Die Firma Red Bull steht derzeit wiedermal im Rampenlicht, besonders in der Schweiz. Auslöser dafür war der Tod des bei Red Bull unter Vertrag stehenden Extremsportlers Ueli Gegenschatz, der bei einem Basejump in Zürich ums Leben kam. Von vielen Seiten wird nun dem Energydrink-Hersteller die Schuld an diesem Unfall zugeschoben und die ganze Marketing- und Sponsoringstrategie der Firma angeprangert. Kann man allerdings den Sponsor bzw. den Auftraggeber eines Extremsportlers für so einen tragischen Unfall verantwortlich machen?</p>
<p><span id="more-2581"></span></p>
<p>Ueli Gegenschatz galt als einer der besten und erfahrensten Basejumper der Welt. Schon seit 1995 war er bei Red- Bull unter Vertrag und promotete die Marke weltweit. Auch bei dem Sprung in Zürich vom Sunrise-Tower handelte es sich um eine Werbeaktion seines Sponsors. Anfangs sah noch alles in Ordnung aus, der Schirm öffnete sich planmäßig. Vermutlich durch eine Windböe wurde Gegenschatz aber ein wenig verweht, kollidierte erst mit einem Vorsprung des Gebäudes und fiel danach unkontrolliert zu Boden.</p>
<p>Ein Video des Sturzes findet ihr <a href="http://www.blick.ch/news/schweiz/das-ist-pervers-und-verantwortungslos-133418" target="_blank">hier</a> (ans Ende der Seite scrollen)</p>
<p>Wer ist jetzt für diesen tragischen Unfall verantwortlich? Der Springer selbst, dessen Eigenverantwortung es schließlich ist ob er sich, trotz aller Vorbereitungen, letztendlich über die Kante stürzt, oder die Firma, die durch die Organisation dieses „Happenings“ den Sportler so stark unter Druck setzt, dass er selbst bei suboptimalen Bedingungen den gefährlichen Sprung wagt?</p>
<p>Generell lassen sich die Meinungen dazu wohl in diese zwei verschiedene Lager teilen. Die einen sagen, dass Gegenschatz ja aus freien Stücken das Risiko des Sprunges eingegangen ist und daher auch sonst niemand dafür verantwortlich gemacht werden kann.</p>
<p>Die anderen sagen, dass ohne Red Bull dieser Sprung vermutlich nie stattgefunden hätte, denn hätte Gegenschatz nicht den Druck seines Sponsors auf den Schultern gehabt, hätte er den Sprung wegen der windigen Bedingungen normalerweise gar nicht erst durchgeführt.</p>
<p>Im Endeffekt reduziert sich diese Thematik aber auf die klassische Frage: Was war zuerst da, das Huhn oder das Ei? In diesem Fall eben: Wer war zuerst da, der Extremsportler oder sein Sponsor?</p>
<p>Ohne Zweifel hat es schon immer Extremsportler gegeben, die waghalsige Dinge tun, einfach weil sie diese tun wollen. Allerdings bieten Firmen wie Red Bull diesen Menschen nun die Möglichkeit, diese Adrenalin-Sucht zu ihrem Hauptberuf zu machen. Daran ist generell ja nichts auszusetzen, denn für wen wäre es nicht ein Traum sein größtes Hobby zum (lukrativen) Hauptberuf zu machen.</p>
<p>Allerdings stellt sich die Frage, inwieweit Sportler bereit sind über ihre Grenzen zu gehen, nur um diesen „Traum“ aufrecht zu erhalten? Denn ohne finanziellen und sozialen Anreiz (Prestige) gäbe es vermutlich wesentlich weniger und vor allem weniger aktive Extremsportler. Lebt man vom Risiko allerdings recht gut, dann ist man eben das ganze Jahr unterwegs um immer waghalsigere Dinge zu tun um den Sport und seinen persönlichen Sponsor weiterzubringen.</p>
<p>Im Fall Gegenschatz stellt sich also die Frage: Wäre er gesprungen wenn es für ihn um nichts gegangen wäre?</p>
<p>Demnach sollte man diese ganze Sache, wie fast immer im Leben, nicht nur in schwarz oder weiß sehen. Meiner Meinung nach fällt ein Teil der Schuld sicher Red Bull zu, falls in Zürich eine Situation geschaffen wurde die den Sportler dazu verleitet hat den Sprung trotz Warnzeichen durchzuziehen.</p>
<p>Letztendlich war es aber Gegenschatz selber der gesprungen ist. Selbst alle Publicity der Welt hätte ihn nicht dazu zwingen können das zu tun. Er hätte jederzeit die Möglichkeit gehabt die Aktion auf einen anderen Tag zu verschieben oder abzublasen. Er hat sich allerdings, aus welchen Gründen auch immer, anders entschieden.</p>
<p>Basejumping stellt im Extremsport nun mal leider die absolute Spitze dar. Kaum eine andere Sportart ist gefährlicher für die Gesundheit, wenn einmal ein Fehler passiert. Dem müssen bzw. sind sich alle Aktiven im Klaren. Und Fehler passieren nun mal hin und wieder.<strong>Similar Posts:</strong>
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		<title>SPORTBLOG.CC Special: Abgang des letzten österreichischen Sporthelden (4)</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Oct 2009 03:35:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>debeanz</dc:creator>
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Teil 4: Die Sportwelt nach Hermann Maier
Von medialen „Pseudo-Helden“ und „echten“ Sporthelden.
Die Fußstapfen des Hermann Maier sind nach seinem Abgang sehr groß. Welcher Sportler hat das nötige Potential, um seine Nachfolge anzutreten? Wir haben die gegenwärtige Sportwelt auf ihre „Volksheldentauglichkeit“ hin geprüft – nach strengen SPORTBLOG-Kriterien versteht sich…  

Zu viele „Pseudo-Helden“
In Teil 3: der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align:center;"><a href="http://view.picapp.com/default.aspx?term=hermann maier&amp;iid=3847615" target="_blank"><img src="http://cdn.picapp.com/ftp/Images/a/8/e/8/Mens_Super_G_522a.jpg?adImageId=8202755&amp;imageId=3847615" border="0" alt="Men's Super G - Alpine FIS Ski World Championships" width="500" height="333" /></a></div>
<p><script src="http://cdn.pis.picapp.com/IamProd/PicAppPIS/JavaScript/PisV4.js" type="text/javascript"></script></p>
<p><strong>Teil 4: Die Sportwelt nach Hermann Maier</strong></p>
<p><em>Von medialen „Pseudo-Helden“ und „echten“ Sporthelden.</em></p>
<p>Die Fußstapfen des Hermann Maier sind nach seinem Abgang sehr groß. Welcher Sportler hat das nötige Potential, um seine Nachfolge anzutreten? Wir haben die gegenwärtige Sportwelt auf ihre „Volksheldentauglichkeit“ hin geprüft – nach strengen SPORTBLOG-Kriterien versteht sich… <img src='http://www.sportblog.cc/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><span id="more-2223"></span></p>
<p><strong>Zu viele „Pseudo-Helden“</strong></p>
<p>In <a href="http://www.sportblog.cc/2009/10/sportblog-cc-special-abgang-des-letzten-osterreichischen-sporthelden-3/#more-2154" target="_blank">Teil 3: der Medien-Mythos Hermann Maier </a>wurde bereits über Identifikation gesprochen, und dass ein hoher Identifikationsfaktor in der Sportberichterstattung der Garant für hohe Einschaltquoten bzw. Leserzahlen ist.</p>
<p>Medien tendieren daher sehr stark dazu, Sportler möglichst emotionalisierend und heroisch darzustellen und zu inszenieren – auch wenn das nicht immer ganz der Realität entspricht. Aber das Publikum fordert nun mal emotional aufgeladene und personalisierte Geschichten.</p>
<p>Durch das unstillbare Bedürfnis nach Stars und Helden im Sport, werden heute so viele sportliche Identifikationsfiguren wie noch nie angeboten, darunter viele vermeidliche „Pseudo-Helden“ &#8211; jene Sporthelden also, die nur für und durch die Medien zu solchen gemacht werden.</p>
<p>Sportler werden heute schneller als ihnen lieb ist zu freiwilligen oder unfreiwilligen Akteuren in der theatralen Inszenierung des Mediensports. Als erfolgreicher Nachwuchssportler muss man sich oft fast schon wehren, nicht vorschnell von den Medien als Held „verkauft“ zu werden. Die Lebensdauer solcher künstlich inszenierter Helden währt nämlich erfahrungsgemäß nicht lange, und ein vorschnell inszenierter Heldenstatus schadet der Karriere und dem Image, wenn er dann im Nachhinein nicht aufrechterhalten werden kann.</p>
<p>Umso rarer sind heute daher „echte“ Sporthelden gesät, und umso interessanter ist es zu analysieren, welches Rüstzeug nötig ist, um als sportlicher Nationalheld in die Fußstapfen eines Hermann Maiers treten zu können.</p>
<p><strong>Was braucht es zum Aufbau eines Volkshelden-Images des Kalibers „Hermann Maier“?</strong></p>
<p>Die Antwort lautet eigentlich ganz einfach:</p>
<ul>
<li><span style="color: #525252; text-decoration: underline;"><em>Konstante Erfolge in einer möglichst bekannten Medien-Sportart</em></span><em> </em><span style="color: #525252;">(in Österreich in erster Linie der Skisport, Fußball, Formel 1 und Tennis),</span></li>
<p><span style="color: #525252;"> </span></p>
<li><em><span style="color: #525252; text-decoration: underline;">gepaart mit möglichst vielen</span></em><span style="color: #525252;"> der in </span><a href="http://www.sportblog.cc/2009/10/sportblog-cc-special-abgang-des-letzten-osterreichischen-sporthelden-2/#more-2065" target="_blank">Teil 2: Der Volksheld Hermann Maier</a><span style="color: #525252;"> angeführten <em><span style="text-decoration: underline;">Helden- und Persönlichkeitseigenschaften.</span></em></span></li>
</ul>
<p><strong>Welche Sportler haben also „echtes“ Heldenpotential? </strong></p>
<p>Wir haben einige Kandidaten aus der gegenwärtigen Sportwelt auf ihre „Volksheldentauglichkeit“ hin geprüft:</p>
<p><em>Debeanz</em>: Da fällt mir gleich mal der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Geierspichler" target="_blank"><em>Thomas Geierspichler</em></a> ein. Seine Biografie ist perfekter Stoff für eine glorreiche Heldengeschichte. Nach einem Unfall mit schwerer körperlicher Beeinträchtigung als Folge, kämpft er sich aus dieser ausweglos und hoffnungslos scheinenden Situation mit eisernem Willen nach oben und holt für Österreich überraschend und unerwartet die Goldmedaille im Rollstuhl-Marathon bei den Paralympics &#8211; David gegen Goliath. Sein Auftreten und seine Persönlichkeit: äußerst charismatisch und emotional positiv. Das Problem ist aber: Die Sportart Rennrollstuhl-Fahren hat in der österreichischen Bevölkerung und in den österreichischen Medien leider nicht den Status, den der Alpine Skisport hat. Außerdem ist es seit den Paralympics, was die sportlichen Erfolge betrifft, ja eher ruhig um ihn geworden.</p>
<p><em>Doxidox:</em> Aja.</p>
<p><em>Debeanz</em>: oder <em><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Schlager" target="_blank">Werner Schlager</a>.</em></p>
<p><em>Doxidox:</em> Wieso der?</p>
<p><em>Debeanz:</em> Er hat unerwartet als Außenseiter den Weltmeistertitel im Tischtennis geholt, in einer zuvor ausnahmslos asiatisch dominierten Sportart. Also wieder einmal David gegen Goliath. Das Problem ist aber auch bei ihm: Tischtennis ist keine bekannte Mediensportart und es fehlt daher in der breiten Bevölkerung das Konsumkapital für ihn. Interessant ist aber, dass er seitdem in China als DER Volksheld gefeiert wird – weil es für die Chinesen damals einfach so unglaublich war, dass er BESSER Tischtennis spielt als sie … <img src='http://www.sportblog.cc/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  Und weil in China Tischtennis außerdem der Nationalsport Nummer 1 ist.</p>
<p><em>Doxidox:</em> Naja, und was ist mit der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mirna_Juki%C4%87" target="_blank"><em>Mirna Jukic</em></a>? Die hat ja auch ca. ein Jahr das Pfeiffer&#8217;sche Drüsenfieber gehabt und war komplett außer Gefecht, nur um danach wieder (fast) alles zu gewinnen.</p>
<p><em>Debeanz:</em> Ja das stimmt. Die kommt eventuell in Frage für mich – allerdings ist sie halt eine Frau. Und ich weiß nicht, ob Österreich emanzipationsmäßig schon bereit ist für eine weibliche Nationalheldin.</p>
<p><em>Doxidox:</em> Uuuund &#8230; wenn der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Markus_Rogan" target="_blank"><em>Markus Rogan</em></a> so weiter macht, dann ist das ja auch eine Art Comeback. Weil was man so liest ist er ja wieder ganz gut in Form &#8230; in Dubai und so, wo er jetzt grad wieder war.</p>
<p><em>Debeanz:</em> Aber der ist ja nicht verletzt oder so, der war einfach nur schlecht dieses Jahr.</p>
<p><em>Doxidox:</em> Naja trotzdem, mit der ganzen peinlichen „Prügelaffäre“… <img src='http://www.sportblog.cc/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><em>Debeanz:</em> Ja gerade deshalb fällt er für mich als Held durch, weil die Prügelaffäre alles andere als heldenhaft war. Helden müssen ja auch moralische Integrität an den Tag legen, und die (angebliche) Prügelei war alles andere als ein untadeliges Verhalten.</p>
<p><em>Doxidox:</em> Aber wenn der jetzt wieder was gewinnt, dann wird das von den Medien sicher so ähnlich gehypt wie beim Hermann Maier.</p>
<p><em>Debeanz:</em> Das kann schon sein, die Medien machen das sicher, aber trotzdem hat er durch diese Geschichte sehr viel von seinem guten Image und seinem Charisma eingebüßt. Und die Leute vergessen so was nicht. Perfekter Volksheld kann er jetzt keiner mehr werden.</p>
<p><em>Doxidox:</em> Wie sieht das eigentlich bei Mannschaftssportlern aus? Die taugen ja eigentlich generell nicht so sehr als Volkshelden, weil eine Mannschaftsleistung ja von sehr vielen Leuten beeinflusst wird, das kann man nicht so gut einem einzelnen Menschen umhängen. Von daher fallen Leute wie der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Vanek" target="_blank"><em>Thomas Vanek</em></a> sowieso unter den Tisch.</p>
<p><em>Debeanz:</em> Doch, das geht schon – Heldentum ist ja eine Kombination aus einzelgängerischer Selbstermächtigung und treuer Kameradschaft (siehe Artikel: <a href="http://www.sportblog.cc/2009/10/darf-frauenfusball-zum-familienkirtag-werden/#more-1955" target="_blank">Darf Frauenfußball zum Famielienkirtag werden?</a>). Wenn ein Einzelner das entscheidende „Etwas“ zum Sieg beigetragen hat, also etwa das entscheidende Tor schießt oder Ähnliches, dann hat das schon Heldenpotential.</p>
<p><em>Doxidox:</em> Aber gut, der Vanek hat ja sowieso viel zu wenig mit Österreich zu tun, als dass man ihn als den großen Helden pushen könnte. Da müsste er zumindest die Hälfte des Jahres bei uns sein &#8211; den hat aber glaub ich noch kein einziger Österreicher jemals live zu Gesicht bekommen! <img src='http://www.sportblog.cc/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  Ok, bei der WM schon.</p>
<p><em>Debeanz:</em> Das wäre nicht so das Problem, eher dass Eishockey in den Sportmedien nicht so der Renner ist. Wäre er Fußballer, würde die Welt sicher anders aussehen. Der wäre ganz sicher einer der größten Helden für die Leute!</p>
<p><em>Doxidox:</em> Ok, das stimmt. Den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Wurz" target="_blank"><em>Alexander Wurz</em></a> hätten sie damals gerne gehabt, aber der hat halt leider nicht wirklich viele Erfolge verbucht … <img src='http://www.sportblog.cc/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><em>Debeanz:</em> Ja, der hätte Potential gehabt. In der Formel 1 ist man in Österreich sicher ein heißer Anwärter für einen Volkshelden!</p>
<p><em>Doxidox:</em> Ahhh, mir fällt grad noch wer ein! Da gibts ja diesen einen Diskuswerfer, der sich seine eigenen Trainingsgeräte in seiner Scheune baut! Der bei der Leichtathletik-WM jetzt 8. geworden ist … aber weil es eben keine Medaille war, ist es auch eher lau in den Medien rübergekommen … <a href="http://www.svs-leichtathletik.at/de/menu_main/athleten/spitzenkader/gerhardmayer" target="_blank"><em>Gerhard Mayer</em></a> heißt der! Das würde vom Namen her ja schon richtig passen!</p>
<p><em>Debenaz:</em> Hehe. Aber der ist halt Diskuswerfer, was soll ich da noch sagen &#8230;</p>
<p><em>Doxidox:</em> Das wäre mal ein Held. Der schweißt seine eigenen Geräte zum Trainieren in der Halle zusammen, und dann schmeißt er Sommer wie Winter die Disken aus der Scheune heraus !! Eine echte Rocky-Geschichte par excellence!</p>
<p><em>Debeanz:</em> Yeah!! <img src='http://www.sportblog.cc/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><em>Doxidox:</em> Da gab es im Juni einen Artikel im Standard über ihn (siehe <a href="http://derstandard.at/fs/1242317160187/Leichtathletik-In-Franzensdorf-wird-an-der-Technik-gefeilt" target="_blank">In Franzensdorf wird an der Technik gefeilt</a>). Vor allem die Bilder dazu sind echt der Hammer!</p>
<p><em>Debeanz:</em> Und Skifahrer?</p>
<p><em>Doxidox:</em> Die ganzen jungen kenne ich ja gar nicht &#8211; und Stockerlplätze hat da auch keiner konstant gemacht.</p>
<p><em>Debeanz:</em> Auch die, die jetzt eventuelle nicht mehr so jung sind.</p>
<p><em>Doxidox:</em> Eventuell der <em><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mario_Scheiber" target="_blank">Mario Scheiber</a>. </em>Unter den älteren Skifahrern gibt’s leider keine Ersatz-Herminatoren.</p>
<p><em>Debeanz:</em> Stimmt, sonst würde man sie ja schon kennen.</p>
<p><em>Doxidox:</em> Unsere Skispringer wollen sie ja gerade vom Image her so ein bisschen zu den neuen Herminatoren aufbauen  habe ich das Gefühl. Den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Morgenstern" target="_blank"><em>Thomas Morgenstern</em></a> und vor allem den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gregor_Schlierenzauer" target="_blank"><em>Gregor Schlierenzauer</em></a> &#8211; aber die sind meiner Meinung nach viel zu jung, und von der Kommunikationsfähigkeit her wohl auch noch nicht so weit. Von denen kann doch keiner ein ordentliches Interview geben.</p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>Einerseits gibt es heute durch die medialen Mechanismen der Personalisierung, der Identifikation und der Emotionalisierung viel zu viele „Pseudo-Helden“. Die Sportkonsumenten und die Medien lechzen nach Heldenfiguren, und so wird jeder Sportler, der einmal in einer der großen Mediensportarten Erfolge verbucht, sehr gern und schnell zum Helden gepuscht.</p>
<p>Andererseits ist es aber offensichtlich schwer, die einfach und rasch zu formulierenden Heldenkriterien tatsächlich zu erfüllen, und sich damit von der Masse der Pseudo-Sporthelden abzuheben – wie unsere Analyse gezeigt hat.</p>
<p>Wie es weitergeht in der österreichischen Sportwelt wird die Zukunft zeigen. Wir bleiben natürlich dran, besonders am Fall Gerhard Mayer, dem österreichischen Rambo-Diskuswerfer <img src='http://www.sportblog.cc/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><a href="http://www.sportblog.cc/2009/10/sportblog-cc-special-abgang-des-letzten-osterreichischen-sporthelden-2/#more-2065" target="_self">Teil 1: Der ÖSV-Skifahrer Hermann Maier<br />
Teil 2: Der Volksheld Hermann Maier<br />
Teil 3: Der &#8220;Medien-Mythos&#8221; Hermann Maier</a><strong>Similar Posts:</strong>
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		<pubDate>Fri, 16 Oct 2009 01:34:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>debeanz</dc:creator>
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Teil 3: Der &#8220;Medien-Mythos&#8221; Hermann Maier
Von Identifikation, der „relativierten Traumwelt“ und dem „Wiederauferstehungs-Mythos“ in der österreichischen Sportberichterstattung.
Wie haben letztendlich die Medien den erfolgreichen Skifahrer Hermann Maier zu dem Nationalhelden gemacht, der er heute ist? Eine Analyse der gängigsten medialen „Heroisierungs“-Strategien.

Bis jetzt sei zusammenfassend zum Phänomen Hermann Maier festgehalten: Hermann Maier war ÖSV-Skifahrer, und als solcher [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align:center;"><a href="http://view.picapp.com/default.aspx?term=hermann maier&amp;iid=5782059" target="_blank"><img src="http://cdn.picapp.com/ftp/Images/2/3/4/4/Laureus_World_Sports_4c5e.jpg?adImageId=8202723&amp;imageId=5782059" border="0" alt="Laureus World Sports Awards - Pressroom" width="500" height="326" /></a></div>
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<p><strong>Teil 3: Der &#8220;Medien-Mythos&#8221; Hermann Maier</strong></p>
<p><em>Von Identifikation, der „relativierten Traumwelt“ und dem „Wiederauferstehungs-Mythos“ in der österreichischen Sportberichterstattung.</em></p>
<p>Wie haben letztendlich die Medien den erfolgreichen Skifahrer Hermann Maier zu dem Nationalhelden gemacht, der er heute ist? Eine Analyse der gängigsten medialen „Heroisierungs“-Strategien.</p>
<p><span id="more-2154"></span></p>
<p>Bis jetzt sei zusammenfassend zum Phänomen Hermann Maier festgehalten: Hermann Maier war ÖSV-Skifahrer, und als solcher hat man in Österreich die denkbar beste Ausgangssituation für mythische Heldenverehrung &#8211; weil der Skisport im Österreichischen Nationalbewusstsein derart tief verankert ist, dass der er wohl zurecht als die „heilige österreichische Nationalkuh“ bezeichnet werden kann. (<a href="http://www.sportblog.cc/2009/10/sportblog-cc-special-abgang-des-letzten-osterreichischen-sporthelden/#more-2049" target="_blank">Teil 1: Der ÖSV-Skifahrer Hermann Maier</a>)</p>
<p>Die sportlichen Erfolge von Hermann Maier, die zudem noch unter mythologisch klassischen, dramatischen Umständen erfolgten (der Unfall in Nagano und die heldenhafte, siegreiche Rückkehr danach – das David-gegen-Goliath Prinzip), gepaart mit dem Erfüllen fast aller Persönlichkeitseigenschaften eines typischen (Sport)helden, machten aus Hermann Maier eine Parade-Heldenfigur, wie sie die tollkühnsten Heldensagen nicht besser hätten erschaffen können. (<a href="http://www.sportblog.cc/2009/10/sportblog-cc-special-abgang-des-letzten-osterreichischen-sporthelden-2/#more-2065" target="_blank">Teil 2: Der Volksheld Hermann Maier</a>)</p>
<p>Jedoch wurde in der Analyse des Phänomens Hermann Maier bis jetzt noch nicht die Rolle der Massenmedien berücksichtigt.</p>
<p><strong>Die Rolle der Massenmedien bei der „Heroisierung“ eines Sportlers</strong></p>
<p>Helden und Idole gab es immer schon. In der modernen Gesellschaft kommt den Massenmedien jedoch eine zentrale Vermittlerrolle im Heroisierungs-Prozess zu: Sie vermitteln die Normen und Wertvorstellungen einer Gesellschaft und beeinflussen damit die Bedürfnisstruktur, die Haltungen und die Gewohnheiten der Zuschauer. Der moderne Sportheld wird also erst durch die Medien erschaffen &#8211; ein Profisportler erlangt heute nur durch entsprechende Medienberichterstattung den Status eines Stars, eines Idols, oder eines Helden in einer Gesellschaft.</p>
<p><strong>Identifikation – wichtigstes Schlüsselwort und Triebfeder im Heroisierungs-Prozess</strong></p>
<p>Identifikation ist das Schlüsselwort und die Triebfeder jedes Heldenverehrungs-Prozesses. Identifikation bedeutet nichts anderes als ein intensives Rollenspiel: Der Sportfan gleitet durch das Beobachten des Sportgeschehens in den Medien von der Rolle des Zuschauers in die des Teilnehmers, er gibt dabei vorübergehend seine eigene Identität auf und nimmt durch die imaginäre Projektion seines Bewusstseins auf das Medienbild des Sportlers dessen persönliche und soziale Identität an (vgl. Norden/Weiß 2007:246). Der Sportfan sieht sich also selbst in der Rolle des Sportlers. Je höher und weiter verbreitet die Identifikation mit einem bestimmten Sportler in einer Gesellschaft ist, umso eher wird er den Status eines Nationalhelden erreichen.</p>
<p><strong>Wie Medien Identifikation herstellen</strong></p>
<p>Die Massenmedien ermöglichen allein durch ihre enorme Publikumsreichweite schon Identifikation in breitem Ausmaß. Abgesehen von dieser ohnehin bestehenden Tatsache, sind Medien aber auch bewusst darauf bedacht, das Identifikationspotenzial der dargestellten Sportler zu erhöhen – denn das garantiert ihnen gesteigertes Publikumsinteresse und hohe Einschaltquoten bzw. Leseranteile.</p>
<p><strong>Aus diesem Grund wenden Medien zur Erhöhung der Identifikation mit Sportlern in der Sportberichterstattung gerne folgende zwei Prinzipien an:</strong></p>
<p><em><span style="text-decoration: underline;">Die relativierte Traumwelt:<br />
</span></em>Der präsentierte Sportler und seine Welt muss einerseits „perfekt“ sein, also die Sehnsüchte der Zuschauer von Glanz, Glamour und Erfolg bedienen. Andererseits muss diese präsentierte Traumwelt aber auch sichtbare „Risse“ haben, sie muss „relativiert“ sein, es müssen also ab und zu auch die menschlichen/emotionalen Seiten des Sportlers durchscheinen, um damit erst die nötigen Projektionsflächen für Empathie zu schaffen. (vgl. Quanz 1974: 16, 51)</p>
<p><em><span style="text-decoration: underline;">Der Wiederauferstehungs-Mythos:<br />
</span></em>Eine in Österreich überaus beliebte mediale Erzählfigur zur Erhöhung des Identifikationspotentials. Dabei wird die Geschichte des Erfolgs nach schweren Krisen, nach langen Jahren der Entbehrungen, des harten Trainings usw. ausführlich und emotionalisierend präsentiert (vgl. Penz 2006:79). Der sportliche Weg Hermann Maiers nach seinem Motorrad-Unfall ist dafür prototypisch.</p>
<p><strong>Wie Medien den Mythos Hermann Maier erschufen</strong></p>
<p>Was hat das alles jetzt mit Hermann Maier zu tun? Aus den vorherigen Ausführungen soll folgendes hervorgehen:</p>
<p><strong>Hermann Maier hatte ausgehend von seinen Erfolgen in der österreichischen Nationalsportart Skifahren, dem heldenhaften David-gegen-Goliath Comeback nach seinem Sturz in Nagano und seinen Persönlichkeitseigenschaften, die besten Voraussetzungen um ein mythologischer Volksheld zu werden. Aber er wäre es nicht geworden, hätten die Massenmedien nicht ihren entscheidenden Teil zu diesem Hype beigetragen.<br />
</strong><br />
Durch die Fokussierung der Medien auf ihre Einschaltquoten bzw. Leserzahlen, haben diese das Heldenpotential des Herminators natürlich sofort erkannt und bewusst die „relativierte Traumwelt“ und den „Wiederauferstehungs-Mythos“ des Hermann Maier inszeniert. Die Identifikation der breiten Bevölkerung mit Hermann Maier wurde damit in die Höhe getrieben und der letzte Schritt zum Nationalhelden war somit getan.</p>
<p>Hermann Maier wurde zum Idealbild des erfolgreichen Sportlers hochstilisiert, der in der Glanz- und Glamour-Welt des österreichischen Skisports lebt, aber trotzdem seine menschliche Seite in seinen bewegendsten Momenten nicht verloren hat. (<em>relativierte Traumwelt</em>)</p>
<p>Er wurde zudem zum Paradebeispiel des Wiederauferstehungs-Mythos, des Sportlers also, der nach einem langen und steinigen Weg voller Entbehrung, Askese, hartem Training und Rückschlägen, doch wieder seinen Weg an die Spitze findet. (<em>Wiederauferstehungs-Mythos</em>)</p>
<p>Was für ein Zufall, dass der Wiederauferstehungs-Mythos des „Comebacks nach dem Motorrad-Unfall“ auch gleichzeitig die „Wiederholung der Heldentat“ bedeutet hätte, und damit die Erfüllung jener letzten Eigenschaft, die Hermann Maier noch für den perfekten, unsterblichen Helden gefehlt hätte.</p>
<p>Vor diesem Hintergrundwissen ist jetzt auch die Tatsache besser verständlich, dass Journalisten in den letzten Jahren, hartnäckig und ohne Rücksicht auf die allmählich eintretenden Genervtheitserscheinungen der Leser/Zuschauer, Herbst für Herbst die Rückkehr des großen Hermann Maier ankündigten &#8211; angeblich immer „in der Form seines Lebens“ oder „fit wie nie“. Das fast perfekte „Wunder“ Hermann Maier sollte eben endlich perfekt sein.</p>
<p>Nun ist das große Heldenepos Hermann Maier vorbei. Der Ruhm wird ihm bleiben, vergessen wird man ihn sicher nicht.</p>
<p>Aber jedes Land braucht seine Helden. Was kommt also nach Hermann Maier? Wie sieht die nächste Heldengeneration aus? Wer hat das nötige Potential?</p>
<p>Mehr dazu in Teil 4: Die Sportwelt nach Hermann Maier</p>
<p><a href="http://www.sportblog.cc/2009/10/sportblog-cc-special-abgang-des-letzten-osterreichischen-sporthelden/#more-2049" target="_self">Teil 1: Der ÖSV-Skifahrer Hermann Maier<br />
Teil 2: Der Volksheld Hermann Maier<br />
</a></p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Literaturverzeichnis:</span></strong></p>
<p><strong>Norden</strong>, Gilbert/<strong>Weiß</strong>, Otmar (2007): Sporthelden, S. 246. In: Hilscher, Petra et. al: Entwicklungstendenzen im Sport, Wien</p>
<p><strong>Penz</strong>, Otto (2006): Sport und Medien. Über Mythen, Helden und Affekte, S. 79. In: Marschik, Matthias/Spitaler, Georg (Hrsg.): Helden und Idole. Sportstars in Österreich, Innsbruck</p>
<p><strong>Quanz</strong>, Lothar (1974): Der Sportler als Idol. Sportberichterstattung: Inhaltsanalyse und Ideologiekritik am Beispiel der ‚Bild’-Zeitung, Argumentationen, Band 10, Gießen, S. 16, 51<strong>Similar Posts:</strong>
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		<title>SPORTBLOG.CC Special: Abgang des letzten österreichischen Sporthelden (2)</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Oct 2009 21:58:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>debeanz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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Teil 2: Der Volksheld Hermann Maier
Vom &#8220;unvollendeten&#8221; Heldentum des Hermann Maier und der &#8220;Wie-erschaffe-ich-einen-Sporthelden-Checkliste&#8221;.
Was machte Hermann Maier neben seinen sportlichen Erfolgen letztendlich zum bekanntesten Österreicher und zum letzten großen Volkshelden unseres Landes? Eine Analyse anhand spezifischer Sporthelden-Faktoren.

Die in &#8220;Teil 1: Der ÖSV-Skifahrer Hermann Maier&#8220; beschriebene „Dunstwolke“ des heimatsehnsüchtigen, alpinsportlichen Nationalbewusstseins hat Hermann Maier in Österreich den Weg zum unvergesslichen Sporthelden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align:center;"><a href="http://view.picapp.com/default.aspx?term=hermann maier&amp;iid=3883831" target="_blank"><img src="http://cdn.picapp.com/ftp/Images/b/6/6/9/57.JPG?adImageId=8202659&amp;imageId=3883831" border="0" alt="Sports News - February 07, 2009" width="500" height="307" /></a></div>
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<p><strong>Teil 2: Der Volksheld Hermann Maier</strong></p>
<p><em>Vom &#8220;unvollendeten&#8221; Heldentum des Hermann Maier und der &#8220;Wie-erschaffe-ich-einen-Sporthelden-Checkliste&#8221;.</em></p>
<p>Was machte Hermann Maier neben seinen sportlichen Erfolgen letztendlich zum bekanntesten Österreicher und zum letzten großen Volkshelden unseres Landes? Eine Analyse anhand spezifischer Sporthelden-Faktoren.</p>
<p><span id="more-2065"></span></p>
<p>Die in &#8220;<a href="http://www.sportblog.cc/2009/10/sportblog-cc-special-abgang-des-letzten-osterreichischen-sporthelden/#more-2049" target="_blank">Teil 1: Der ÖSV-Skifahrer Hermann Maier</a>&#8220; beschriebene „Dunstwolke“ des heimatsehnsüchtigen, alpinsportlichen Nationalbewusstseins hat Hermann Maier in Österreich den Weg zum unvergesslichen Sporthelden geebnet. Diese Tatsache allein, nämlich dass Hermann Maier ÖSV-Skifahrer war, kann aber den Status des Herminators als bislang unübertroffenen Volkshelden noch nicht vollständig erklären.</p>
<p>Dazu bedarf es noch einer Verkettung von weiteren Umständen und Tatbeständen, die ich gerne und banal auch als &#8220;Wie-erschaffe-ich-einen-Sporthelden-Checkliste&#8221; bezeichne.</p>
<p><strong>Konkret müssen für die erfolgreiche „Heroisierung“ eines Sportlers nämlich möglichst viele der folgenden Bedingungen erfüllt sein:</strong></p>
<p>(die Liste wurde aus der unten angeführten Literatur zusammengestellt und hat natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit)<br />
<strong> </strong></p>
<ul>
<li><span style="color: #525252;"><span style="text-decoration: underline;"><em>Bekanntheit<br />
</em></span>Als ÖSV-Athlet in Österreich wohl das geringste Problem, zählt der Alpine Skisport in Österreich doch nach Fußball und Formel 1 zu den bekanntesten Mediensportarten.<br />
</span></li>
<li><span style="color: #525252;"><em><span style="text-decoration: underline;">Erzielen einer Rekord-, Höchst- oder außergewöhnlichen Leistung<br />
</span></em>Ja, Hermann Maier war ein begnadet GUTER Skifahrer. Die Liste seiner Siege kennen wir alle.<br />
</span></li>
<li><span style="color: #525252;"><span style="text-decoration: underline;"><em>Dramatische Umstände</em><br />
</span>Hier wird’s interessant: Die Umstände, unter denen die heldenwürdige Leistung erbracht wurde, müssen stets dramatische sein. David muss immer irgendwie Goliath besiegen und der uralte Mythos muss sich wiederholen. Der </span><a href="http://www.youtube.com/watch?v=hMchlokCWIk" target="_blank">Unfall in Nagano</a><span style="color: #525252;"> war äußerst dramatisch. Erstens war es ein „Wunder“, dass Hermann Maier nur mit leichten Blessuren davon gekommen ist. Zweitens gelang es ihm, trotz der erlittenen Verletzungen, schon wenige Tage später die Goldmedaillen im Super-G und Riesenslalom zu gewinnen. Damit hatte er aus einer dramatischen, schier hoffnungslosen Situation heraus trotzdem den unerwarteten Sieg errungen &#8211; David gegen Goliath. Der Heldenstatus war damit schon (fast) gesichert.<br />
</span></li>
<li><span style="color: #525252;"><em><span style="text-decoration: underline;">Moralische Integrität<br />
</span></em>Ein Sportheld muss neben all seinen Erfolgen aber auch moralische Integrität beweisen &#8211; also ein untadeliges Leben führen und Fair-Play, Großmut, Rechtschaffenheit, usw. an den Tag legen. Naja, probiert hat Hermann Maier das jedenfalls denke ich.<br />
</span></li>
<li><span style="color: #525252;"><em><span style="text-decoration: underline;">Vertrauen und Glaubwürdigkeit</span><br />
</em>Wenn von Vertrauen im Sport gesprochen wird, dann gilt dieses zumeist im Sinne eines sauberen, dopingfreien Images. Das lasse ich im Fall Hermann Maier einmal gelten, denn Österreich ist sowieso „a too small Country for good doping“. Unter Glaubwürdigkeit kann ein konstant widerspruchsfreies und authentisches Auftreten und Verhalten des Sportlers verstanden werden. Das hat Hermann Maier wohl auch ganz gut hinbekommen.<br />
</span></li>
<li><span style="color: #525252;"><span style="text-decoration: underline;"><em>Charisma</em><br />
</span>Viel zitiert, subjektiv und kaum jemals erfass- oder messbar. Es wird oft gleichgesetzt mit der Ausstrahlung eines positiven und überhöhten Lebensgefühls, mit Angstfreiheit, unerschütterlichem Urvertrauen und Ähnlichem. So gesehen durchaus eine der Spezialitäten von Hermann Maier.<br />
</span></li>
<li><span style="color: #525252;"><em><span style="text-decoration: underline;">Emotionale Stabilität</span><br />
</em>Die „Sonnenseite“ eines Sportlers, die möglichst konstant dargestellt und ausgelebt werden sollte. Ein positiv und kraftvoll auftretender Sportler also, der Freude und Spaß am Sport vermittelt. Auch diesen Punkt würde ich bei Hermann Maier als erfüllt betrachten.<br />
</span></li>
<li><span style="color: #525252;"><em><span style="text-decoration: underline;">Kommunikationsfähigkeit<br />
</span></em>Eine sehr wichtige Eigenschaft im Zeitalter der Massenmedien. Hierunter kann prinzipiell die Fähigkeit verstanden werden, sich zur eigenen Person zu bekennen und seine Talente und Persönlichkeit aber vor allem auch glaubhaft über die Medien vermitteln zu können. Deshalb bekommen ÖSV-Athleten auch bis hinunter in die C-Kader Sprech- und Mediencoaching. Bei Hermann Maier denke ich hat’s dazu gereicht, auch diesen Punkt als erfüllt abzuhaken.<br />
</span></li>
<li><span style="color: #525252;"><em><span style="text-decoration: underline;">Körperliche Attraktivität</span><br />
</em>Oh ja … natürlich unbestritten Geschmackssache. Hier hat das Management von Hermann Maier aber natürlich seinen Teil dazu beigetragen, den Herminator als körperlich attraktive Persönlichkeit zu vermarkten und darzustellen. Man erinnere sich nur an die vielen NEWS-Fotoreihen, in der sich jeweils Muskelfoto an Muskelfoto reihte.<br />
</span></li>
<li><span style="color: #525252;"><em><span style="text-decoration: underline;">Männlichkeit<br />
</span></em>Auf dieses Helden-Kriterium wurde schon genauer im SPORTBLOG.CC-Bericht &#8220;<a href="http://www.sportblog.cc/2009/10/darf-frauenfusball-zum-familienkirtag-werden/" target="_blank">Darf Frauenfußball zum Familienkirtag werden</a>&#8221; eingegangen. Tatsächlich ist es so, dass sportliches Heldentum nach wie vor eine männliche Angelegenheit ist &#8211; denn ein Sportheld verkörpert in seinen Eigenschaften die Reinkarnation des klassischen literarischen  Helden. Und der ist nun mal ritterlich-männlich. Der Punkt Männlichkeit geht damit ebenfalls an Hermann Maier.<br />
</span></li>
<li><span style="color: #525252;"><em><span style="text-decoration: underline;">Wiederholung der Heldentat</span><br />
</em>Trotz jährlicher, hartnäckig gegenteiliger Beteuerungen österreichischer Medien, ist Hermann Maier dieses letzte Helden-Attribut bis zuletzt verwehrt geblieben. Die Wiederhohlung seiner &#8220;dramatischen Heldentat&#8221;, die neuerliche Demonstration seiner &#8220;Unbesiegbarkeit&#8221;. Nach seinem schweren Motorradunfall, den er, so Gott wollte, ebenfalls weitgehend unbeschadet überstanden hatte, hat die gesamte Ski-Welt auf ein neuerliches &#8220;David-gegen-Goliath&#8221; Comeback gewartet. Doch es hat eben einfach nicht sollen sein.<br />
</span></li>
</ul>
<p>Die Analyse macht deutlich, dass Hermann Maier alle der genannten Helden-Faktoren erfüllt, mit Ausnahme des letzten Punktes, der &#8221;Wiederholung der dramatischen Heldentat&#8221;. Diese spezifischen Helden-Attribute, in Kombination mit dem tief im österreichischen Nationalbewusstsein verankerten Ski-Mythos, haben Hermann Maier zur (fast) perfekten österreichischen Heldengestalt gemacht.</p>
<p>Die letzte fehlende Helden-Eigenschaft, die &#8220;Wiederholung der Heldentat&#8221;, wollten Journalisten und Medien in den letzten Jahren nach dem Motorradunfall immer wieder inszenieren. Durch die mediale Zelebrierung des  &#8221;Wiederauferstehungs-Mythos&#8221; sollte das “Wunder“ Hermann Maier endlich perfekt sein&#8230;</p>
<p>Mehr dazu in <a href="http://www.sportblog.cc/2009/10/sportblog-cc-special-abgang-des-letzten-osterreichischen-sporthelden-3/" target="_self">Teil 3: Der &#8220;Medien-Mythos“ Hermann Maier</a></p>
<p><a href="http://www.sportblog.cc/2009/10/sportblog-cc-special-abgang-des-letzten-osterreichischen-sporthelden/#more-2049" target="_self">Teil 1: Der ÖSV-Skifahrer Hermann Maier<br />
</a></p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Literaturverzeichnis:</span></strong></p>
<p><strong>Gebauer</strong>, Gunter (Hrsg.) (1988): Körper- und Einbildungskraft. Inszenierungen des Helden im Sport, Reihe historische Anthropologie, Band 2, hrsg v. Forschungszentrum für Historische Anthropologie der Freien Universität Berlin, Berlin, S. 136ff</p>
<p><strong>Grupe</strong>, Ommo (2000): Vom Sinn des Sports. Kulturelle, pädagogische und ethische Aspekte, Schorndorf, S. 245</p>
<p><strong>Lessinger</strong>, Eva-Maria (2006): „We don’t kich it like Beckham“: Die deutsche Fußballprominenz, In: Holtz-Blacha, Christina (Hrsg.): Fußball – Fernsehen – Politik, Wiesbaden, S. 277</p>
<p><strong>Schlicht</strong>, Wolfgang (2000): Sieger, Helden und Idole, S. 215f. In: Schlicht, Wolfgang/Lang, Werner (Hrsg.): Über Fußball. Ein Lesebuch zur wichtigsten Nebensache der Welt, Schorndorf, S. 210-223</p>
<p><strong>Schwier</strong>, Jürgen/<strong>Schauerte</strong>, Thorsten (2008): Soziologie des Mediensports, Köln, S. 213</p>
<p><strong>Thiel</strong>, Erhard (1991): Sport und Sportler – Image und Marktwert. Einsatzmöglichkeiten im Marketing, Landsberg/Lech, S. 12, 19f, 36f, 39f<strong>Similar Posts:</strong>
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