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	<title>SPORTBLOG.CC &#187; Skisport</title>
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		<title>Das (Ski)Imperium schlägt zurück</title>
		<link>http://www.sportblog.cc/2010/04/das-skiimperium-schlagt-zuruck/</link>
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		<pubDate>Sun, 25 Apr 2010 23:08:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>doxidox</dc:creator>
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Vor einiger Zeit habe ich hier im Blog schonmal über die Pläne der Wintersport-Lobby berichtet, den verpflichtenden Schulskikurs wieder einzuführen. Von dieser Idee scheint man seither wieder ein wenig abgerückt zu sein, vermutlich weil ein neuer &#8220;Masterplan&#8221; zur Rückeroberung des Schulwesens auf dem Tisch liegt.

Anstatt sich, wie schon beschrieben, für eine neuerliche wintersportliche Zwangsverpflichtung von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align:center;"><a href="http://view.picapp.com/default.aspx?term=ski children&amp;iid=7792406" target="_blank"><img src="http://cdn.picapp.com/ftp/Images/d/0/2/9/Alpine_skiing_school_26a2.JPG?adImageId=12652738&amp;imageId=7792406" border="0" alt="Alpine skiing school for children in St Petersburg" width="500" height="354" /></a></div>
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<p>Vor einiger Zeit habe ich hier im Blog schonmal über die Pläne der Wintersport-Lobby berichtet, den <a href="http://www.sportblog.cc/2009/11/wintersportliche-zwangsverpflichtungen/" target="_blank">verpflichtenden Schulskikurs wieder einzuführen</a>. Von dieser Idee scheint man seither wieder ein wenig abgerückt zu sein, vermutlich weil ein <strong>neuer &#8220;Masterplan&#8221; zur Rückeroberung des Schulwesens</strong> auf dem Tisch liegt.</p>
<p><span id="more-3832"></span></p>
<p>Anstatt sich, wie schon beschrieben, für eine neuerliche wintersportliche Zwangsverpflichtung von Jugendlichen einzusetzen und dabei Gefahr zu laufen zum landesweiten Buhmann bei wintersportlich-inaktiven Eltern zu werden, setzt die &#8220;<em>Allianz Zukunft Winter</em>&#8221; jetzt auf eine wesentlich subtilere und ungefährlichere Strategie:</p>
<p>Man spannt einfach die jeweiligen Lehrer der Klassen als Promotion- bzw. Verkaufspersonal ein und bringt sie durch persönliche Begünstigungen (man könnte es auch Bestechung nennen) dazu Schülern und Eltern Skikurse wieder schmackhaft zu machen.</p>
<p>Im Originalton klingt das so (Quelle: <a href="http://derstandard.at/1269449462039/Wintertourismus-Gratis-Skier-fuer-Lehrer" target="_blank">derStandard.at</a>):</p>
<blockquote><p>Die vor zwei Jahren aus dem Boden gestampfte &#8220;Allianz Zukunft Winter&#8221;, eine Interessengemeinschaft aus Tourismus-, Freizeit- und Seilbahnwirtschaft sowie Skiindustrie und Skischulverbänden, will jetzt auch die Lehrer in die Gondel holen. <strong>Mittels Gratis-Skiern oder zumindest stark verbilligter Ausrüstung sollen diese motiviert werden, mit den Schülern wieder vermehrt auf Schul-skiwochen zu fahren</strong>.</p>
<p>&#8220;Lehrer und Eltern sind der Schlüssel, um Kinder und Jugendliche wieder für Aktivitäten im Schnee zu begeistern&#8221;, sagte der Sprecher der Allianz, Franz Schenner [...]</p>
<p>Da ein zurück zu verpflichtenden Schulskikursen, wie es sie in Österreich bis Mitte der 1990er Jahre gegeben hat, illusorisch sei, sollten zumindest Barrieren für Schulskiwochen wie die 70-Prozent-Zustimmungspflicht in der Klasse abgebaut werden, forderten Allianz-Mitglieder.</p></blockquote>
<p>Im Detail geht es darum den Lehrern Skiausrüstungen gratis oder zumindest stark verbilligt zur Verfügung zu stellen, wenn sie mit ihrer Klasse dafür einen Skikurs veranstalten. Des weiteren wurde z.B. in Salzburg ein anderes Pilotprojekt gestartet, das Lehrern erlaubt zwei Skigebiete ihrer Wahl mit gratis Tageskarten zu testen, selbstverständlich inklusive &#8220;Inspektion&#8221; der Jugendgästehäuser.</p>
<p><strong>Zusammengefasst heißt das also:</strong> Gratis Skiausrüstung + zwei kostenlose Kurzurlaube in einem Skigebiet freier Wahl</p>
<p>Na dann, herzlich willkomen korruptes Schulwesen! Wenn solche Bestechungen in Zukunft einfach toleriert werden muss man sich schon ernsthaft Sorgen um die Zukunft in unseren Schulen machen. Was wenn plötzlich auch andere Geschäftszweige auf die Idee kommen mehr &#8220;frisches&#8221; Klientel durch die Lehrer zu rekrutieren? Gibt es dann den schulisch organisierten Besuch im Casino bzw. Wettbüro? Oder den Bildungsausflug ins nächstgelegene Autohaus?</p>
<p>Ich habe wirklich nichts gegen Skikurse in der Schule, denn für mich stellen sie, wie für viele andere wahrscheinlich auch, die vermutlich schönsten Erinnerungen an meine Schulzeit dar. Ich bin mir aber sicher, dass Sommersportwochen oder Sprach- und Kulturreisen genauso gute Erinnerungen geworden wären und es daher nicht unbedingt nötig ist deswegen eine Woche lang einen Berg hinunter zu rutschen, wenn man das nicht will.</p>
<p>Ich bin einfach dafür dass jeder die freie Wahl haben sollte und nicht von seinem Lehrer für ein Paar Ski und gratis Liftpässe zwangsrekrutiert wird.<strong>Similar Posts:</strong>
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		<title>Und auf geht&#8217;s in den olympischen Wahnsinn</title>
		<link>http://www.sportblog.cc/2010/02/und-auf-gehts-in-den-olympischen-wahnsinn/</link>
		<comments>http://www.sportblog.cc/2010/02/und-auf-gehts-in-den-olympischen-wahnsinn/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 11 Feb 2010 20:07:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>doxidox</dc:creator>
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		<description><![CDATA[

Ab morgen ist es wiedermal so weit: Der olympische Zirkus öffnet seine Pforten und liefert uns 2 Wochen lang den (winter)sportlichen Overkill.
Für alle Junkies, die sich noch ihre persönlichen Fernseh-Zeitpläne erstellen wollen, gibt es hier erstmal den kompletten Veranstaltungsplan.
Bevor wir uns aber in prickelnder Vorfreude suhlen, möchte ich die Gelegenheit nutzen um auch mal die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align:center;"><a href="http://view.picapp.com/default.aspx?term=vancouver 2010&amp;iid=7879132" target="_blank"><img src="http://cdn.picapp.com/ftp/Images/9/1/5/b/Sports_News_7f2a.jpg?adImageId=10165843&amp;imageId=7879132" border="0" alt="Sports News - February 11, 2010" width="500" height="333" /></a></div>
<p><script src="http://cdn.pis.picapp.com/IamProd/PicAppPIS/JavaScript/PisV4.js" type="text/javascript"></script></p>
<p>Ab morgen ist es wiedermal so weit: Der <strong>olympische Zirkus</strong> öffnet seine Pforten und liefert uns 2 Wochen lang den (winter)sportlichen Overkill.</p>
<p>Für alle Junkies, die sich noch ihre persönlichen Fernseh-Zeitpläne erstellen wollen, gibt es hier erstmal <a href="http://www.vancouver2010.com/olympic-schedule-results/" target="_blank">den kompletten Veranstaltungsplan</a>.</p>
<p>Bevor wir uns aber in prickelnder Vorfreude suhlen, möchte ich die Gelegenheit nutzen um auch mal die Schattenseiten der olympischen Maschinerie ein wenig in den Vordergrund zu rücken.</p>
<p><span id="more-3381"></span></p>
<p>Am besten überlasse ich das Eröffnungsstatement den Leuten von <a href="http://no2010.com/" target="_blank">no2010.com</a>. Die haben dazu auch ein recht unterhaltsames Video erstellt:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="512" height="346" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=4872922&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=00ADEF&amp;fullscreen=1" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="512" height="346" src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=4872922&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=00ADEF&amp;fullscreen=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p><a href="http://vimeo.com/4872922">Resist 2010: Eight Reasons to Oppose the 2010 Winter Olympics. (HIGH RES)</a> from <a href="http://vimeo.com/user1798982">BurningFist Media</a> on <a href="http://vimeo.com">Vimeo</a>.</p>
<p>Ich persönlich würde zwar nicht so weit gehen den Boykott der olympischen Spiele zu fordern, da die Grundidee ansich ja löblich ist. Man kann aber ganz sicher nicht abstreiten, dass sich die Spiele in den letzten Jahrzehnten zu einer Art Dampfwalze entwickelt haben, die alle 2 Jahre einfach gnadenlos über irgendeine große Stadt dieser Erde hinwegrollt und meistens nur verbrannte Erde in Form von Schulden bzw. <a href="http://www.nytimes.com/2010/02/07/weekinreview/07wines.html?scp=2&amp;sq=beijing%20olympics&amp;st=cse" target="_blank">ungenutzt bleibenden Stadien</a> und anderen Bauten hinterlässt.</p>
<p>Auch die z.B. in Peking 2008 besonders oft zitierte &#8220;integrative Wirkung&#8221; der Spiele, die Kontinente und Länder durch den Sport zusammenschweißen und kulturelle Barrieren beseitigen soll, stellt sich im Nachhinein immer nur als dekorativer Vorwand heraus, um die Spiele auch mal an Regime zu vergeben, die international normalerweise mit Sanktionen belegt werden müssten &#8230; aber natürlich nur sofern sie auch das beste Angebot machen.</p>
<p>Es sollte einfach viel mehr um den Sport und weniger um das Geld gehen. Das würde schon damit anfagen, dass Spiele nicht mehr an Orte vergeben werden, die dafür die ganze Infrastruktur innerhlab weniger Jahre komplett aus dem Boden stampfen müssen. Genau das führt nämlich dazu, dass für die Region absolut überdimensionierte Bauten entstehen, für die sich dann niemand mehr die Erhaltungskosten leisten will.</p>
<p>Genauso ist es doch auch pervers, dass für eine völkerverbindende und weltverbessernde Veranstaltung wie die olympischen Spiele die TV-Rechte für mehrstellige Millionenbeträge verkauft werden. Wenn das ganze schon so eine wohltätige Veranstaltung sein soll, dann wäre es doch das mindeste sie für wirklich alle zugänglich zu machen.</p>
<p>Solange das IOC aber zu einem großen Teil aus geldgierigen und machthungrigen &#8220;Politikern&#8221; besteht, die sich aufführen als hätten sie die privilegierte Position der Welt alle 2 Jahre den heiligen Gral zu verkaufen, wird sich an dieser eingefahrenen Vorgehensweise nichts ändern. Alle Länder und Austragungsorte, die sich um den Zuschlag von Spielen reißen und damit den Stein im Rollen halten, tragen natürlich genauso wenig zu einem Umdenken bei.</p>
<p>Freuen wir uns also auf eine weitere Episode des zweiwöchigen olympischen Zaubers, bei dem der Hauptakt eigentlich schon wieder vorbei ist: Die Vergabe der dicken Aufträge &#8230;<strong>Similar Posts:</strong>
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		<title>Neues Winter Wunderland &#8211; Der Wintersport in Schweizer Hand</title>
		<link>http://www.sportblog.cc/2010/01/neues-winter-wunderland-der-wintersport-in-schweizer-hand/</link>
		<comments>http://www.sportblog.cc/2010/01/neues-winter-wunderland-der-wintersport-in-schweizer-hand/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 18 Jan 2010 02:03:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>debeanz</dc:creator>
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Im Moment finden am Marketingsektor des Wintersports sehr interessante Entwicklungen statt. Ein Großteil der alpinen Skiweltcup Rennen wird seit heuer erstmals im Kollektiv vermarktet, und die FIS hat im Herbst 2009 die Tochtergesellschaft FIS Marketing AG gegründet, die den Verkauf und die Betreuung von FIS-kontrollierten Marketingrechten erstmals ausgelagert (also verbandsextern) und professionell durchführt. Schließlich wollen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://view.picapp.com/default.aspx?term=flag switzerland&amp;iid=7560155" target="_blank"><img src="http://cdn.picapp.com/ftp/Images/9/1/a/4/Sports_News_358a.jpg?adImageId=9167493&amp;imageId=7560155" border="0" alt="Sports News - January 16, 2010" width="500" height="333" /></a><script src="http://cdn.pis.picapp.com/IamProd/PicAppPIS/JavaScript/PisV4.js" type="text/javascript"></script></p>
<p>Im Moment finden am <strong>Marketingsektor des Wintersports</strong> sehr interessante Entwicklungen statt. Ein Großteil der alpinen Skiweltcup Rennen wird seit heuer erstmals im Kollektiv vermarktet, und die FIS hat im Herbst 2009 die Tochtergesellschaft FIS Marketing AG gegründet, die den Verkauf und die Betreuung von FIS-kontrollierten Marketingrechten erstmals ausgelagert (also verbandsextern) und professionell durchführt. Schließlich wollen die Image- und Einnahmenseinbußen im kriselnden Wintersport ja irgendwie kompensiert werden. Die Fäden hinter diesen neuen Entwicklungen werden jedoch zur Gänze in der <strong>Schweiz</strong> gezogen.</p>
<p><span id="more-3215"></span></p>
<p><strong>Infront Sports &amp; Media – Eine Schweizer Agentur auf Erfolgskurs</strong></p>
<p>Die Schweizer Sportrechte-Agentur <a href="http://www.infrontsport.com/" target="_blank">Infront Sports &amp; Media </a>hat sich über die letzten Jahre sukzessive eine Vormachtstellung im Wintersport gesichert. So besitzt die internationale Agentur mit Hauptsitz in Zug bei Zürich heute die Marketingrechte für 40 von 69 Bewerben des Ski Alpin Weltcup Kalenders, aber auch in den Sportarten Biathlon, Langlauf, nordische Kombination, und Skispringen ist die Agentur stark vertreten. So ist es etwa seit dem 6.01.10 ebenfalls offiziell, dass Infront auch die 4-Schanzen Tournee für die kommenden 4 Jahre vermarkten wird. Mit einigen Ausnahmen befinden sich damit die Rechte der wichtigsten &#8220;Cash Cows&#8221; der Winterportszene im Besitz von Infront.</p>
<p><strong>Neues, kollektives Vermarktungskonzept für den Ski Alpin Weltcup</strong></p>
<p>Nachdem Infront eben bereits die Marketingrechte von 2 Drittel der Alpinen Skiweltcup Rennen hält, hatte die Agentur die glorreiche Idee, die von ihnen vermarkteten Skirennen im Kollektiv, also als Gesamtpaket zu vermarkten. Und dafür gabs in der heurige Saison erstmals ein neues Vermarktungs- und Sponsoringkonzept.</p>
<p>Anstatt des bisher unstrukturierten Logochaos auf der Piste und bis zu 14 verschiedenen unübersichtlichen Sponsorenpaketen, wurden die Strecken der Alpinen Skirennen nun in jeweils 7 fernsehrelevante Abschnitte und daher 7 einheitliche Sponsorenpakete gegliedert: ein Startnummernpaket, ein Startbereichspaket, zwei Streckenpakete, ein Kaskadenpaket (Werbefläche kurz vor dem Ziel) und zwei Zielpakete &#8211; jeweils gesammelt für alle 40 Rennen von Infront. Zudem setzt Infront erstmals auch auf innovative Kommunikationsmedien, wie etwa LED-Banden im Startbereich und Ähnliches. (Wer von euch hat das mitbekommen? <img src='http://www.sportblog.cc/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> )</p>
<p><strong>Die FIS Marketing AG</strong></p>
<p>Knapp 30 Kilometer weiter, in Wollerau in der Schweiz, wurde Ende August 2009 die neue FIS Marketing AG gegründet. Aufgabe dieses Unternehmens wird die Aufwertung, der Verkauf und die Betreuung der Marketingrechte der verschiedenen FIS Weltcup Disziplinen sein – bislang wurden diese Rechte noch verbandsintern, im Hause der FIS vermarktet. Ziel ist also auch hier eine professionellere Vermarktung des FIS-Wintersports.</p>
<p>Interessant dabei: Mehrheitsgesellschafter der unabhängigen AG ist mit 51 % die FIS selbst, 24,5 % der Anteile hält jedoch Infront Sports &amp; Media, und 24,5 % Tridem Sports, ebenfalls eine Schweizer Vermarktungsagentur. Die FIS behält damit die vollständige Kontrolle an ihren Rechten, die beteiligten Schweizer Agenturen sollen dafür ihre Erfahrungen im Bereich Wintersport beisteuern, sowie die bevorzugten Partner des Unternehmens in den Bereichen Eventservices und allgemeine Beratung sein.</p>
<p><strong>Was bedeutet das?</strong></p>
<p>Prinzipiell wird sich erst zeigen wohin die Reise geht, denn beide Marketing-Innovationen im Bereich des Wintersports – also sowohl die FIS Marketing AG als auch das neue Vermarktungskonzept von Infront – stecken noch in der Anfangsphase bzw. im „Übergangswinter“. Bewerten, Schlüsse ziehen und weitere Planungen anstellen wird man also erst im Frühjahr/Sommer 2010.</p>
<p>Angestrebt wird mit beiden Entwicklungen jedoch eine Vereinheitlichung und Professionalisierung der Vermarktung des  Wintersports,  und damit höhere Attraktivität für Sponsoren. Die höheren Erlöse/Einnahmen daraus sollen wiederum dem Wintersport selbst zugute kommen &#8211; der ja über stetige Einnahmensrückgänge klagt.</p>
<p>Einstweilen ist jedoch vor allem bei der FIS MArketing AG die Personaldecke noch sehr dünn. Offiziell gibt es dort bis heute nur Geschäftsführer Christian Prizer (von der Schweizer Agentur Tridem Sports), und seit Dezember 09 eine gewisse Projektmanagerin Names Fabienne Reuteler, ihres Zeichens 30-jährige ehemalige Snowboardweltmeisterin aus der Schweiz (wie könnte es anders sein <img src='http://www.sportblog.cc/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> ) und ehemals Mitarbeiterin von Infront.</p>
<p><strong>Damit ist aber sicher: die rechtlichen Geschicke des Wintersports werden in den nächsten Jahren bis auf wenige Ausnahmen aus der Schweiz geleitet werden. </strong><strong>Und damit bewegt sich auch ein großer Teil der Verantwortung für das Image des Wintersports erstmals weg aus Österreich in Richgung Westen.</strong></p>
<p>Vielleicht schaffen es die Schweizer damit ja endlich ein wenig frischen Wind ins verstaubte (Österreichische) Image des Wintersports zu bringen &#8211; nötig hätte das der Wintersport in meinen Augen längst. Ich bin jedenfalls gespannt.<strong>Similar Posts:</strong>
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		<pubDate>Sat, 02 Jan 2010 14:38:00 +0000</pubDate>
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Gründe bzw. Motivationen um Sport zu machen gibt es ja bekanntlich viele. Ob diese gut oder verständlich sind liegt meistens im Auge des Betrachters. In diesem Sinne kann ich es persönlich überhaupt nicht nachvollziehen, wenn Sportler dank ihrer Erfolge sowieso schon ziemlich gut verdienen und trotzdem noch um Preisgelder streiten, so wie es derzeit im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align:center;"><a href="http://view.picapp.com/default.aspx?term=Schlierenzauer&amp;iid=4117942" target="_blank"><img src="http://cdn.picapp.com/ftp/Images/0/e/9/5/Mens_Ski_Jumping_ddc1.jpg?adImageId=8764234&amp;imageId=4117942" border="0" alt="Men's Ski Jumping Individual 134M Hill -  FIS Nordic World Ski Championships 2009" width="500" height="333" /></a></div>
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<p>Gründe bzw. Motivationen um Sport zu machen gibt es ja bekanntlich viele. Ob diese gut oder verständlich sind liegt meistens im Auge des Betrachters. In diesem Sinne kann ich es persönlich überhaupt nicht nachvollziehen, wenn Sportler dank ihrer Erfolge sowieso schon ziemlich gut verdienen und trotzdem noch um Preisgelder streiten, so wie es derzeit <strong>im Skispringen</strong> der Fall ist.</p>
<p><span id="more-3053"></span></p>
<p>Auslöser für die Proteste der Top-Springer ist die seit dieser Saison eingeführte Umverteilung der Preisgelder. Bisher wurde der gesamte Topf von <strong>70 000 Schweizer Franken</strong> pro Springen immer an die <strong>besten 10 Athleten</strong> verteilt, seit dieser Saison wird das Geld aber an die <strong>besten 30 Springer</strong> ausgeschüttet. Das bedeutet für die Besten natürlich eine deutliche Einbuße – sie bekommen nur mehr ca. 1/3 der bisherigen Verdienste durch Preisgelder.</p>
<p>Die Idee hinter dieser neuen Regelung ist nicht so erfolgreiche Nationen bzw. Springer finanziell besser zu unterstützen. Diese gingen bisher bei den meisten Springen komplett leer aus, nach der Umverteilung kommt man wesentlich leichter an ein wenig Preisgeld.</p>
<p>Dass sich die Top-Springer (besonders aus Österreich und der Schweiz) über diese Regelung beschweren ist insofern verständlich, da es niemand gerne hat wenn man ihm etwas wegnimmt, was man bisher immer hatte bzw. genießen konnte.</p>
<p>Trotzdem stellt sich für mich sofort die Frage warum diese Athleten überhaupt ihren Sport ausüben. Normalerweise würde man annehmen, dass die Liebe bzw. Leidenschaft für den Sport im Vordergrund steht und der finanzielle Gewinn eher eine willkommene Nebensache darstellt.</p>
<p>Wenn man jetzt also immer noch knappe 7000 € (statt bisher ca. 20 000 €) für einen Sieg einstreichen kann und zusätzlich noch wesentlich höher dotierte Verträge mit Ausrüstern und Sponsoren hat, dann braucht man sich meiner Meinung nach nicht wirklich über seine finanzielle Lage beschweren. Schließlich gibt es genug Leute, die in ihrem Job nur einen kleinen Teil dieser Summen im Monat verdienen.</p>
<p>Natürlich muss man berücksichtigen dass Skispringer ein wesentlich höheres Berufsrisiko haben und die sportliche Karriere meistens auf relativ wenige Jahre beschränkt ist, trotzdem bin ich der Meinung dass man noch immer sehr gut verdienen kann.</p>
<p>Jetzt gibt es aber auch eine Menge an Sportarten die nicht so bekannt oder medienpräsent wie Skispringen sind. Dort wird genauso hart trainiert und die Aktiven haben teilweise dieselbe oder eine höhere körperliche Beanspruchung als Skispringer. Der Unterschied ist nur, dass die Athleten dieser Randsportarten unter Umständen keinen Cent mit ihrem Sport verdienen, teilweise sogar Kosten für Reisen und Ausrüstung selber tragen und nebenbei noch einen normalen Job ausüben müssen.</p>
<p>Diese Leute treibt letztendlich nur die Liebe zum Sport bzw. der Reiz des Austestens der persönlichen Grenzen an. Hier würde sich bestimmt niemand über eine Siegprämie von 7000 € beschweren.</p>
<p>Und genau wie den Athleten der Randsportarten ging es bisher all den Skispringern, die nicht regelmäßig unter die Top 10 springen konnten. Sie haben das Training und die Strapazen auf sich genommen, weil ihnen das Ganze unterm Strich Spaß gemacht hat, also einfach weil sie es wollten. Jetzt haben sie endlich die Möglichkeit zumindest eine Kleinigkeit mit ihrer Leidenschaft zu verdienen.</p>
<p>Unter diesen Gesichtspunkten erscheint mir persönlich die Beschwerde der Top-Springer über ihre „Gehaltskürzung“ absolut lächerlich. Und wenn ein Simon Ammann dann meint dass 7000 € „ <em>… ziemlich wenig ist für die Show, die wir bieten</em>“, dann kann ich nur sagen:</p>
<p><strong>Die Show besteht nicht darin ein paar Meter weiter zu springen als alle anderen, die Show besteht darin überhaupt zu springen. Denn würden alle derzeitigen Stars einfach nicht mehr teilnehmen, würde das Gesamtniveau vielleicht sinken, aber trotzdem gäbe es jemanden der am weitesten springt.</strong></p>
<p>Wenn es den Top-Springern also so sehr ums Geld geht, dann sollten sie sich vielleicht ein Beispiel an Markus Rogan nehmen und sich zum Banker ausbilden lassen, denn in dieser Branche gibt es noch die richtig guten Bonuszahlungen.<strong>Similar Posts:</strong>
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		<title>Wintersportliche Zwangsverpflichtungen</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Nov 2009 00:37:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>doxidox</dc:creator>
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Der österreichische Wintertourismus hat ein ernsthaftes Problem: Ihm gehen die Skifahrer aus. Stammgäste werden immer älter, bis sie nicht mehr in der Lage sind Wintersport zu betreiben, junge Leute lassen sich immer öfter von anderen Urlaubs- und Freizeitgestaltungsmöglichkeiten anlocken. Doch anstatt die primären Ursachen (horrende Preise) zu bekämpfen, schreien die Lobbyisten lieber nach einer anderen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align:center;"><a href="http://view.picapp.com/default.aspx?term=child ski&amp;iid=4136690" target="_blank"><img src="http://cdn.picapp.com/ftp/Images/4/a/6/8/Whistler_BC_Scenics_3651.jpg?adImageId=7649773&amp;imageId=4136690" border="0" alt="Whistler, BC Scenics" width="500" height="327" /></a></div>
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<p>Der österreichische Wintertourismus hat ein ernsthaftes Problem: Ihm gehen die Skifahrer aus. Stammgäste werden immer älter, bis sie nicht mehr in der Lage sind Wintersport zu betreiben, junge Leute lassen sich immer öfter von anderen Urlaubs- und Freizeitgestaltungsmöglichkeiten anlocken. Doch anstatt die primären Ursachen (horrende Preise) zu bekämpfen, schreien die Lobbyisten lieber nach einer anderen &#8220;Lösung&#8221;: Der Wiedereinführung des verpflichtenden Schulskikurses.</p>
<p><span id="more-2620"></span>Der Wintertourismus spielt in Österreich traditionell eine sehr große Rolle und stellt die Lebensgrundlage von sehr vielen Menschen dar. In Zahlen ausgedrückt ist der Wintertourismus für 4,1 % des Bruttoinlandsproduktes verantwortlich und erwirtschaftet jährlich ca. 7,11 Milliarden €. Kein Wunder also dass die Wogen in Anbetracht oben genannter Zukunftsprognosen ein wenig hochgehen.</p>
<p>Außerdem geht es nicht nur um die Lebensgrundlage von betroffenen Personen, sondern auch um Milliardeninvestitionen in die Infrastruktur (Liftanlagen, Beschneiungsanlagen, &#8230;) die wieder rückerwirtschaftet werden wollen.</p>
<p>Aber genau diese Investitionen, oder besser gesagt das stetige überdimensionale Aufblasen der Infrastruktur, ist im Endeffekt für diese Misere des Tourismus verantwortlich. Dachte man bisher dass bei Preisen um die 40 € für eine Liftkarte eine gewisse Schmerzgrenze erreicht sei, wird man Jahr für Jahr eines Besseren belehrt. Das hat zur Folge, dass man heutzutage für das selbe Geld entweder eine Woche Skiurlaub oder zwei bis drei Wochen Badeurlaub irgendwo auf der anderen Seite des Globus machen kann. Dass sich in dieser Hinsicht viele Leute für den Badeurlaub entscheiden kann zumindest von meiner Seite aus nachvollzogen werden.</p>
<p>Doch anstatt den Tatsachen ins Auge zu sehen und die Konsequenzen aus den vorliegenden Fakten zu ziehen, ist man anscheinend der festen Überzeugung nichts falsch gemacht zu haben. Denn anstatt zu versuchen den (nicht allzu zahlungskräftigen) jungen Leuten wieder eine leistbare Urlaubsmöglichkeit zu bieten, versucht man <a href="http://derstandard.at/1256744065048/Dem-Winter-gehen-die-Skifahrer-aus" target="_blank">den Nachwuchs mehr oder weniger einfach zwangszuverpflichten</a>.</p>
<p>Bis 1995 gab es schon den verpflichtenden Skikurs in Österreichs Schulen. Diese Woche Zwangsbeglückung mag dem einen oder anderen vielleicht nicht wirklich schlimm erscheinen, im Endeffekt geht es aber doch um ein bisschen mehr. Denn an dieser einen Woche Skifahren hängt zusätzlich der Erwerb (oder die Ausleihe) einer Skiausrüstung für das Kind und meistens gleich noch mindestens eine zweite Schulskikurswoche. Denn natürlich entscheiden sich die meisten Klassen dafür gleich zwei oder mehr Jahre hintereinander auf Skikurs zu fahren, damit sich die eventuellen Investitionen der Eltern in die Ausrüstung auch halbwegs rentieren. Man wird also als Elternteil dazu genötigt einen ansehnlichen Haufen Geld in den gierigen Rachen des Tourismusbranche zu werfen.</p>
<p>Es war also meiner Meinung nach eine gute Sache diesen Usus abzuschaffen. Jeder Mensch (und besonders ein Kind) hat doch wohl das Recht jenen Sport auszuüben, der ihm am meisten gefällt. Da sich diese Vorlieben über die gesamte Breite des sportlichen Spektrums verteilen, bleibt für den Winterport eben nur der gleiche Anteil wie den meisten anderen Sportarten auch. Damit sollte man sich abfinden.</p>
<p>Doch schon alleine die oben genannte Forderung stellt für mich eine unglaubliche Frechheit dar. Man stelle sich das mal in einer anderen Sportart vor, z.B. Golf. Gäbe es die Forderung nach einer verpflichtenden Golfwoche in der Schule, würden vermutlich die meisten Eltern in Anbetracht der ausrüstungsbezogenen Investitionen auf die Barrikaden steigen. Beim Skifahren hat man das aber jahrzehntelang ohne große Klagen akzeptiert.</p>
<p>Die Tourismusbranche sollte also endlich einmal damit anfangen vor der eigenen Türe zu kehren, anstatt die Schuld für die schlechten Zukunftsaussichten auf die (potenziellen) Kunden abzuschieben. Wenn man wieder stärker mit anderen Sportarten und Urlaubsdestinationen konkurrieren will, sollte man endlich damit anfangen den gesamten Sport zurück in vernünftige finanzielle Bahnen zu lenken um damit Eltern und Kindern wieder vertretbare Möglichkeiten zu bieten die Vorzüge des Wintersports kennenzulernen.<strong>Similar Posts:</strong>
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		<title>SPORTBLOG.CC Special: Abgang des letzten österreichischen Sporthelden (4)</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Oct 2009 03:35:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>debeanz</dc:creator>
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Teil 4: Die Sportwelt nach Hermann Maier
Von medialen „Pseudo-Helden“ und „echten“ Sporthelden.
Die Fußstapfen des Hermann Maier sind nach seinem Abgang sehr groß. Welcher Sportler hat das nötige Potential, um seine Nachfolge anzutreten? Wir haben die gegenwärtige Sportwelt auf ihre „Volksheldentauglichkeit“ hin geprüft – nach strengen SPORTBLOG-Kriterien versteht sich…  

Zu viele „Pseudo-Helden“
In Teil 3: der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align:center;"><a href="http://view.picapp.com/default.aspx?term=hermann maier&amp;iid=3847615" target="_blank"><img src="http://cdn.picapp.com/ftp/Images/a/8/e/8/Mens_Super_G_522a.jpg?adImageId=8202755&amp;imageId=3847615" border="0" alt="Men's Super G - Alpine FIS Ski World Championships" width="500" height="333" /></a></div>
<p><script src="http://cdn.pis.picapp.com/IamProd/PicAppPIS/JavaScript/PisV4.js" type="text/javascript"></script></p>
<p><strong>Teil 4: Die Sportwelt nach Hermann Maier</strong></p>
<p><em>Von medialen „Pseudo-Helden“ und „echten“ Sporthelden.</em></p>
<p>Die Fußstapfen des Hermann Maier sind nach seinem Abgang sehr groß. Welcher Sportler hat das nötige Potential, um seine Nachfolge anzutreten? Wir haben die gegenwärtige Sportwelt auf ihre „Volksheldentauglichkeit“ hin geprüft – nach strengen SPORTBLOG-Kriterien versteht sich… <img src='http://www.sportblog.cc/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><span id="more-2223"></span></p>
<p><strong>Zu viele „Pseudo-Helden“</strong></p>
<p>In <a href="http://www.sportblog.cc/2009/10/sportblog-cc-special-abgang-des-letzten-osterreichischen-sporthelden-3/#more-2154" target="_blank">Teil 3: der Medien-Mythos Hermann Maier </a>wurde bereits über Identifikation gesprochen, und dass ein hoher Identifikationsfaktor in der Sportberichterstattung der Garant für hohe Einschaltquoten bzw. Leserzahlen ist.</p>
<p>Medien tendieren daher sehr stark dazu, Sportler möglichst emotionalisierend und heroisch darzustellen und zu inszenieren – auch wenn das nicht immer ganz der Realität entspricht. Aber das Publikum fordert nun mal emotional aufgeladene und personalisierte Geschichten.</p>
<p>Durch das unstillbare Bedürfnis nach Stars und Helden im Sport, werden heute so viele sportliche Identifikationsfiguren wie noch nie angeboten, darunter viele vermeidliche „Pseudo-Helden“ &#8211; jene Sporthelden also, die nur für und durch die Medien zu solchen gemacht werden.</p>
<p>Sportler werden heute schneller als ihnen lieb ist zu freiwilligen oder unfreiwilligen Akteuren in der theatralen Inszenierung des Mediensports. Als erfolgreicher Nachwuchssportler muss man sich oft fast schon wehren, nicht vorschnell von den Medien als Held „verkauft“ zu werden. Die Lebensdauer solcher künstlich inszenierter Helden währt nämlich erfahrungsgemäß nicht lange, und ein vorschnell inszenierter Heldenstatus schadet der Karriere und dem Image, wenn er dann im Nachhinein nicht aufrechterhalten werden kann.</p>
<p>Umso rarer sind heute daher „echte“ Sporthelden gesät, und umso interessanter ist es zu analysieren, welches Rüstzeug nötig ist, um als sportlicher Nationalheld in die Fußstapfen eines Hermann Maiers treten zu können.</p>
<p><strong>Was braucht es zum Aufbau eines Volkshelden-Images des Kalibers „Hermann Maier“?</strong></p>
<p>Die Antwort lautet eigentlich ganz einfach:</p>
<ul>
<li><span style="color: #525252; text-decoration: underline;"><em>Konstante Erfolge in einer möglichst bekannten Medien-Sportart</em></span><em> </em><span style="color: #525252;">(in Österreich in erster Linie der Skisport, Fußball, Formel 1 und Tennis),</span></li>
<p><span style="color: #525252;"> </span></p>
<li><em><span style="color: #525252; text-decoration: underline;">gepaart mit möglichst vielen</span></em><span style="color: #525252;"> der in </span><a href="http://www.sportblog.cc/2009/10/sportblog-cc-special-abgang-des-letzten-osterreichischen-sporthelden-2/#more-2065" target="_blank">Teil 2: Der Volksheld Hermann Maier</a><span style="color: #525252;"> angeführten <em><span style="text-decoration: underline;">Helden- und Persönlichkeitseigenschaften.</span></em></span></li>
</ul>
<p><strong>Welche Sportler haben also „echtes“ Heldenpotential? </strong></p>
<p>Wir haben einige Kandidaten aus der gegenwärtigen Sportwelt auf ihre „Volksheldentauglichkeit“ hin geprüft:</p>
<p><em>Debeanz</em>: Da fällt mir gleich mal der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Geierspichler" target="_blank"><em>Thomas Geierspichler</em></a> ein. Seine Biografie ist perfekter Stoff für eine glorreiche Heldengeschichte. Nach einem Unfall mit schwerer körperlicher Beeinträchtigung als Folge, kämpft er sich aus dieser ausweglos und hoffnungslos scheinenden Situation mit eisernem Willen nach oben und holt für Österreich überraschend und unerwartet die Goldmedaille im Rollstuhl-Marathon bei den Paralympics &#8211; David gegen Goliath. Sein Auftreten und seine Persönlichkeit: äußerst charismatisch und emotional positiv. Das Problem ist aber: Die Sportart Rennrollstuhl-Fahren hat in der österreichischen Bevölkerung und in den österreichischen Medien leider nicht den Status, den der Alpine Skisport hat. Außerdem ist es seit den Paralympics, was die sportlichen Erfolge betrifft, ja eher ruhig um ihn geworden.</p>
<p><em>Doxidox:</em> Aja.</p>
<p><em>Debeanz</em>: oder <em><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Schlager" target="_blank">Werner Schlager</a>.</em></p>
<p><em>Doxidox:</em> Wieso der?</p>
<p><em>Debeanz:</em> Er hat unerwartet als Außenseiter den Weltmeistertitel im Tischtennis geholt, in einer zuvor ausnahmslos asiatisch dominierten Sportart. Also wieder einmal David gegen Goliath. Das Problem ist aber auch bei ihm: Tischtennis ist keine bekannte Mediensportart und es fehlt daher in der breiten Bevölkerung das Konsumkapital für ihn. Interessant ist aber, dass er seitdem in China als DER Volksheld gefeiert wird – weil es für die Chinesen damals einfach so unglaublich war, dass er BESSER Tischtennis spielt als sie … <img src='http://www.sportblog.cc/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  Und weil in China Tischtennis außerdem der Nationalsport Nummer 1 ist.</p>
<p><em>Doxidox:</em> Naja, und was ist mit der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mirna_Juki%C4%87" target="_blank"><em>Mirna Jukic</em></a>? Die hat ja auch ca. ein Jahr das Pfeiffer&#8217;sche Drüsenfieber gehabt und war komplett außer Gefecht, nur um danach wieder (fast) alles zu gewinnen.</p>
<p><em>Debeanz:</em> Ja das stimmt. Die kommt eventuell in Frage für mich – allerdings ist sie halt eine Frau. Und ich weiß nicht, ob Österreich emanzipationsmäßig schon bereit ist für eine weibliche Nationalheldin.</p>
<p><em>Doxidox:</em> Uuuund &#8230; wenn der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Markus_Rogan" target="_blank"><em>Markus Rogan</em></a> so weiter macht, dann ist das ja auch eine Art Comeback. Weil was man so liest ist er ja wieder ganz gut in Form &#8230; in Dubai und so, wo er jetzt grad wieder war.</p>
<p><em>Debeanz:</em> Aber der ist ja nicht verletzt oder so, der war einfach nur schlecht dieses Jahr.</p>
<p><em>Doxidox:</em> Naja trotzdem, mit der ganzen peinlichen „Prügelaffäre“… <img src='http://www.sportblog.cc/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><em>Debeanz:</em> Ja gerade deshalb fällt er für mich als Held durch, weil die Prügelaffäre alles andere als heldenhaft war. Helden müssen ja auch moralische Integrität an den Tag legen, und die (angebliche) Prügelei war alles andere als ein untadeliges Verhalten.</p>
<p><em>Doxidox:</em> Aber wenn der jetzt wieder was gewinnt, dann wird das von den Medien sicher so ähnlich gehypt wie beim Hermann Maier.</p>
<p><em>Debeanz:</em> Das kann schon sein, die Medien machen das sicher, aber trotzdem hat er durch diese Geschichte sehr viel von seinem guten Image und seinem Charisma eingebüßt. Und die Leute vergessen so was nicht. Perfekter Volksheld kann er jetzt keiner mehr werden.</p>
<p><em>Doxidox:</em> Wie sieht das eigentlich bei Mannschaftssportlern aus? Die taugen ja eigentlich generell nicht so sehr als Volkshelden, weil eine Mannschaftsleistung ja von sehr vielen Leuten beeinflusst wird, das kann man nicht so gut einem einzelnen Menschen umhängen. Von daher fallen Leute wie der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Vanek" target="_blank"><em>Thomas Vanek</em></a> sowieso unter den Tisch.</p>
<p><em>Debeanz:</em> Doch, das geht schon – Heldentum ist ja eine Kombination aus einzelgängerischer Selbstermächtigung und treuer Kameradschaft (siehe Artikel: <a href="http://www.sportblog.cc/2009/10/darf-frauenfusball-zum-familienkirtag-werden/#more-1955" target="_blank">Darf Frauenfußball zum Famielienkirtag werden?</a>). Wenn ein Einzelner das entscheidende „Etwas“ zum Sieg beigetragen hat, also etwa das entscheidende Tor schießt oder Ähnliches, dann hat das schon Heldenpotential.</p>
<p><em>Doxidox:</em> Aber gut, der Vanek hat ja sowieso viel zu wenig mit Österreich zu tun, als dass man ihn als den großen Helden pushen könnte. Da müsste er zumindest die Hälfte des Jahres bei uns sein &#8211; den hat aber glaub ich noch kein einziger Österreicher jemals live zu Gesicht bekommen! <img src='http://www.sportblog.cc/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  Ok, bei der WM schon.</p>
<p><em>Debeanz:</em> Das wäre nicht so das Problem, eher dass Eishockey in den Sportmedien nicht so der Renner ist. Wäre er Fußballer, würde die Welt sicher anders aussehen. Der wäre ganz sicher einer der größten Helden für die Leute!</p>
<p><em>Doxidox:</em> Ok, das stimmt. Den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Wurz" target="_blank"><em>Alexander Wurz</em></a> hätten sie damals gerne gehabt, aber der hat halt leider nicht wirklich viele Erfolge verbucht … <img src='http://www.sportblog.cc/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><em>Debeanz:</em> Ja, der hätte Potential gehabt. In der Formel 1 ist man in Österreich sicher ein heißer Anwärter für einen Volkshelden!</p>
<p><em>Doxidox:</em> Ahhh, mir fällt grad noch wer ein! Da gibts ja diesen einen Diskuswerfer, der sich seine eigenen Trainingsgeräte in seiner Scheune baut! Der bei der Leichtathletik-WM jetzt 8. geworden ist … aber weil es eben keine Medaille war, ist es auch eher lau in den Medien rübergekommen … <a href="http://www.svs-leichtathletik.at/de/menu_main/athleten/spitzenkader/gerhardmayer" target="_blank"><em>Gerhard Mayer</em></a> heißt der! Das würde vom Namen her ja schon richtig passen!</p>
<p><em>Debenaz:</em> Hehe. Aber der ist halt Diskuswerfer, was soll ich da noch sagen &#8230;</p>
<p><em>Doxidox:</em> Das wäre mal ein Held. Der schweißt seine eigenen Geräte zum Trainieren in der Halle zusammen, und dann schmeißt er Sommer wie Winter die Disken aus der Scheune heraus !! Eine echte Rocky-Geschichte par excellence!</p>
<p><em>Debeanz:</em> Yeah!! <img src='http://www.sportblog.cc/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><em>Doxidox:</em> Da gab es im Juni einen Artikel im Standard über ihn (siehe <a href="http://derstandard.at/fs/1242317160187/Leichtathletik-In-Franzensdorf-wird-an-der-Technik-gefeilt" target="_blank">In Franzensdorf wird an der Technik gefeilt</a>). Vor allem die Bilder dazu sind echt der Hammer!</p>
<p><em>Debeanz:</em> Und Skifahrer?</p>
<p><em>Doxidox:</em> Die ganzen jungen kenne ich ja gar nicht &#8211; und Stockerlplätze hat da auch keiner konstant gemacht.</p>
<p><em>Debeanz:</em> Auch die, die jetzt eventuelle nicht mehr so jung sind.</p>
<p><em>Doxidox:</em> Eventuell der <em><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mario_Scheiber" target="_blank">Mario Scheiber</a>. </em>Unter den älteren Skifahrern gibt’s leider keine Ersatz-Herminatoren.</p>
<p><em>Debeanz:</em> Stimmt, sonst würde man sie ja schon kennen.</p>
<p><em>Doxidox:</em> Unsere Skispringer wollen sie ja gerade vom Image her so ein bisschen zu den neuen Herminatoren aufbauen  habe ich das Gefühl. Den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Morgenstern" target="_blank"><em>Thomas Morgenstern</em></a> und vor allem den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gregor_Schlierenzauer" target="_blank"><em>Gregor Schlierenzauer</em></a> &#8211; aber die sind meiner Meinung nach viel zu jung, und von der Kommunikationsfähigkeit her wohl auch noch nicht so weit. Von denen kann doch keiner ein ordentliches Interview geben.</p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>Einerseits gibt es heute durch die medialen Mechanismen der Personalisierung, der Identifikation und der Emotionalisierung viel zu viele „Pseudo-Helden“. Die Sportkonsumenten und die Medien lechzen nach Heldenfiguren, und so wird jeder Sportler, der einmal in einer der großen Mediensportarten Erfolge verbucht, sehr gern und schnell zum Helden gepuscht.</p>
<p>Andererseits ist es aber offensichtlich schwer, die einfach und rasch zu formulierenden Heldenkriterien tatsächlich zu erfüllen, und sich damit von der Masse der Pseudo-Sporthelden abzuheben – wie unsere Analyse gezeigt hat.</p>
<p>Wie es weitergeht in der österreichischen Sportwelt wird die Zukunft zeigen. Wir bleiben natürlich dran, besonders am Fall Gerhard Mayer, dem österreichischen Rambo-Diskuswerfer <img src='http://www.sportblog.cc/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><a href="http://www.sportblog.cc/2009/10/sportblog-cc-special-abgang-des-letzten-osterreichischen-sporthelden-2/#more-2065" target="_self">Teil 1: Der ÖSV-Skifahrer Hermann Maier<br />
Teil 2: Der Volksheld Hermann Maier<br />
Teil 3: Der &#8220;Medien-Mythos&#8221; Hermann Maier</a><strong>Similar Posts:</strong>
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		<title>SPORTBLOG.CC Special: Abgang des letzten österreichischen Sporthelden (3)</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Oct 2009 01:34:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>debeanz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[

Teil 3: Der &#8220;Medien-Mythos&#8221; Hermann Maier
Von Identifikation, der „relativierten Traumwelt“ und dem „Wiederauferstehungs-Mythos“ in der österreichischen Sportberichterstattung.
Wie haben letztendlich die Medien den erfolgreichen Skifahrer Hermann Maier zu dem Nationalhelden gemacht, der er heute ist? Eine Analyse der gängigsten medialen „Heroisierungs“-Strategien.

Bis jetzt sei zusammenfassend zum Phänomen Hermann Maier festgehalten: Hermann Maier war ÖSV-Skifahrer, und als solcher [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align:center;"><a href="http://view.picapp.com/default.aspx?term=hermann maier&amp;iid=5782059" target="_blank"><img src="http://cdn.picapp.com/ftp/Images/2/3/4/4/Laureus_World_Sports_4c5e.jpg?adImageId=8202723&amp;imageId=5782059" border="0" alt="Laureus World Sports Awards - Pressroom" width="500" height="326" /></a></div>
<p><script src="http://cdn.pis.picapp.com/IamProd/PicAppPIS/JavaScript/PisV4.js" type="text/javascript"></script></p>
<p><strong>Teil 3: Der &#8220;Medien-Mythos&#8221; Hermann Maier</strong></p>
<p><em>Von Identifikation, der „relativierten Traumwelt“ und dem „Wiederauferstehungs-Mythos“ in der österreichischen Sportberichterstattung.</em></p>
<p>Wie haben letztendlich die Medien den erfolgreichen Skifahrer Hermann Maier zu dem Nationalhelden gemacht, der er heute ist? Eine Analyse der gängigsten medialen „Heroisierungs“-Strategien.</p>
<p><span id="more-2154"></span></p>
<p>Bis jetzt sei zusammenfassend zum Phänomen Hermann Maier festgehalten: Hermann Maier war ÖSV-Skifahrer, und als solcher hat man in Österreich die denkbar beste Ausgangssituation für mythische Heldenverehrung &#8211; weil der Skisport im Österreichischen Nationalbewusstsein derart tief verankert ist, dass der er wohl zurecht als die „heilige österreichische Nationalkuh“ bezeichnet werden kann. (<a href="http://www.sportblog.cc/2009/10/sportblog-cc-special-abgang-des-letzten-osterreichischen-sporthelden/#more-2049" target="_blank">Teil 1: Der ÖSV-Skifahrer Hermann Maier</a>)</p>
<p>Die sportlichen Erfolge von Hermann Maier, die zudem noch unter mythologisch klassischen, dramatischen Umständen erfolgten (der Unfall in Nagano und die heldenhafte, siegreiche Rückkehr danach – das David-gegen-Goliath Prinzip), gepaart mit dem Erfüllen fast aller Persönlichkeitseigenschaften eines typischen (Sport)helden, machten aus Hermann Maier eine Parade-Heldenfigur, wie sie die tollkühnsten Heldensagen nicht besser hätten erschaffen können. (<a href="http://www.sportblog.cc/2009/10/sportblog-cc-special-abgang-des-letzten-osterreichischen-sporthelden-2/#more-2065" target="_blank">Teil 2: Der Volksheld Hermann Maier</a>)</p>
<p>Jedoch wurde in der Analyse des Phänomens Hermann Maier bis jetzt noch nicht die Rolle der Massenmedien berücksichtigt.</p>
<p><strong>Die Rolle der Massenmedien bei der „Heroisierung“ eines Sportlers</strong></p>
<p>Helden und Idole gab es immer schon. In der modernen Gesellschaft kommt den Massenmedien jedoch eine zentrale Vermittlerrolle im Heroisierungs-Prozess zu: Sie vermitteln die Normen und Wertvorstellungen einer Gesellschaft und beeinflussen damit die Bedürfnisstruktur, die Haltungen und die Gewohnheiten der Zuschauer. Der moderne Sportheld wird also erst durch die Medien erschaffen &#8211; ein Profisportler erlangt heute nur durch entsprechende Medienberichterstattung den Status eines Stars, eines Idols, oder eines Helden in einer Gesellschaft.</p>
<p><strong>Identifikation – wichtigstes Schlüsselwort und Triebfeder im Heroisierungs-Prozess</strong></p>
<p>Identifikation ist das Schlüsselwort und die Triebfeder jedes Heldenverehrungs-Prozesses. Identifikation bedeutet nichts anderes als ein intensives Rollenspiel: Der Sportfan gleitet durch das Beobachten des Sportgeschehens in den Medien von der Rolle des Zuschauers in die des Teilnehmers, er gibt dabei vorübergehend seine eigene Identität auf und nimmt durch die imaginäre Projektion seines Bewusstseins auf das Medienbild des Sportlers dessen persönliche und soziale Identität an (vgl. Norden/Weiß 2007:246). Der Sportfan sieht sich also selbst in der Rolle des Sportlers. Je höher und weiter verbreitet die Identifikation mit einem bestimmten Sportler in einer Gesellschaft ist, umso eher wird er den Status eines Nationalhelden erreichen.</p>
<p><strong>Wie Medien Identifikation herstellen</strong></p>
<p>Die Massenmedien ermöglichen allein durch ihre enorme Publikumsreichweite schon Identifikation in breitem Ausmaß. Abgesehen von dieser ohnehin bestehenden Tatsache, sind Medien aber auch bewusst darauf bedacht, das Identifikationspotenzial der dargestellten Sportler zu erhöhen – denn das garantiert ihnen gesteigertes Publikumsinteresse und hohe Einschaltquoten bzw. Leseranteile.</p>
<p><strong>Aus diesem Grund wenden Medien zur Erhöhung der Identifikation mit Sportlern in der Sportberichterstattung gerne folgende zwei Prinzipien an:</strong></p>
<p><em><span style="text-decoration: underline;">Die relativierte Traumwelt:<br />
</span></em>Der präsentierte Sportler und seine Welt muss einerseits „perfekt“ sein, also die Sehnsüchte der Zuschauer von Glanz, Glamour und Erfolg bedienen. Andererseits muss diese präsentierte Traumwelt aber auch sichtbare „Risse“ haben, sie muss „relativiert“ sein, es müssen also ab und zu auch die menschlichen/emotionalen Seiten des Sportlers durchscheinen, um damit erst die nötigen Projektionsflächen für Empathie zu schaffen. (vgl. Quanz 1974: 16, 51)</p>
<p><em><span style="text-decoration: underline;">Der Wiederauferstehungs-Mythos:<br />
</span></em>Eine in Österreich überaus beliebte mediale Erzählfigur zur Erhöhung des Identifikationspotentials. Dabei wird die Geschichte des Erfolgs nach schweren Krisen, nach langen Jahren der Entbehrungen, des harten Trainings usw. ausführlich und emotionalisierend präsentiert (vgl. Penz 2006:79). Der sportliche Weg Hermann Maiers nach seinem Motorrad-Unfall ist dafür prototypisch.</p>
<p><strong>Wie Medien den Mythos Hermann Maier erschufen</strong></p>
<p>Was hat das alles jetzt mit Hermann Maier zu tun? Aus den vorherigen Ausführungen soll folgendes hervorgehen:</p>
<p><strong>Hermann Maier hatte ausgehend von seinen Erfolgen in der österreichischen Nationalsportart Skifahren, dem heldenhaften David-gegen-Goliath Comeback nach seinem Sturz in Nagano und seinen Persönlichkeitseigenschaften, die besten Voraussetzungen um ein mythologischer Volksheld zu werden. Aber er wäre es nicht geworden, hätten die Massenmedien nicht ihren entscheidenden Teil zu diesem Hype beigetragen.<br />
</strong><br />
Durch die Fokussierung der Medien auf ihre Einschaltquoten bzw. Leserzahlen, haben diese das Heldenpotential des Herminators natürlich sofort erkannt und bewusst die „relativierte Traumwelt“ und den „Wiederauferstehungs-Mythos“ des Hermann Maier inszeniert. Die Identifikation der breiten Bevölkerung mit Hermann Maier wurde damit in die Höhe getrieben und der letzte Schritt zum Nationalhelden war somit getan.</p>
<p>Hermann Maier wurde zum Idealbild des erfolgreichen Sportlers hochstilisiert, der in der Glanz- und Glamour-Welt des österreichischen Skisports lebt, aber trotzdem seine menschliche Seite in seinen bewegendsten Momenten nicht verloren hat. (<em>relativierte Traumwelt</em>)</p>
<p>Er wurde zudem zum Paradebeispiel des Wiederauferstehungs-Mythos, des Sportlers also, der nach einem langen und steinigen Weg voller Entbehrung, Askese, hartem Training und Rückschlägen, doch wieder seinen Weg an die Spitze findet. (<em>Wiederauferstehungs-Mythos</em>)</p>
<p>Was für ein Zufall, dass der Wiederauferstehungs-Mythos des „Comebacks nach dem Motorrad-Unfall“ auch gleichzeitig die „Wiederholung der Heldentat“ bedeutet hätte, und damit die Erfüllung jener letzten Eigenschaft, die Hermann Maier noch für den perfekten, unsterblichen Helden gefehlt hätte.</p>
<p>Vor diesem Hintergrundwissen ist jetzt auch die Tatsache besser verständlich, dass Journalisten in den letzten Jahren, hartnäckig und ohne Rücksicht auf die allmählich eintretenden Genervtheitserscheinungen der Leser/Zuschauer, Herbst für Herbst die Rückkehr des großen Hermann Maier ankündigten &#8211; angeblich immer „in der Form seines Lebens“ oder „fit wie nie“. Das fast perfekte „Wunder“ Hermann Maier sollte eben endlich perfekt sein.</p>
<p>Nun ist das große Heldenepos Hermann Maier vorbei. Der Ruhm wird ihm bleiben, vergessen wird man ihn sicher nicht.</p>
<p>Aber jedes Land braucht seine Helden. Was kommt also nach Hermann Maier? Wie sieht die nächste Heldengeneration aus? Wer hat das nötige Potential?</p>
<p>Mehr dazu in Teil 4: Die Sportwelt nach Hermann Maier</p>
<p><a href="http://www.sportblog.cc/2009/10/sportblog-cc-special-abgang-des-letzten-osterreichischen-sporthelden/#more-2049" target="_self">Teil 1: Der ÖSV-Skifahrer Hermann Maier<br />
Teil 2: Der Volksheld Hermann Maier<br />
</a></p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Literaturverzeichnis:</span></strong></p>
<p><strong>Norden</strong>, Gilbert/<strong>Weiß</strong>, Otmar (2007): Sporthelden, S. 246. In: Hilscher, Petra et. al: Entwicklungstendenzen im Sport, Wien</p>
<p><strong>Penz</strong>, Otto (2006): Sport und Medien. Über Mythen, Helden und Affekte, S. 79. In: Marschik, Matthias/Spitaler, Georg (Hrsg.): Helden und Idole. Sportstars in Österreich, Innsbruck</p>
<p><strong>Quanz</strong>, Lothar (1974): Der Sportler als Idol. Sportberichterstattung: Inhaltsanalyse und Ideologiekritik am Beispiel der ‚Bild’-Zeitung, Argumentationen, Band 10, Gießen, S. 16, 51<strong>Similar Posts:</strong>
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		<title>SPORTBLOG.CC Special: Abgang des letzten österreichischen Sporthelden (2)</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Oct 2009 21:58:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>debeanz</dc:creator>
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Teil 2: Der Volksheld Hermann Maier
Vom &#8220;unvollendeten&#8221; Heldentum des Hermann Maier und der &#8220;Wie-erschaffe-ich-einen-Sporthelden-Checkliste&#8221;.
Was machte Hermann Maier neben seinen sportlichen Erfolgen letztendlich zum bekanntesten Österreicher und zum letzten großen Volkshelden unseres Landes? Eine Analyse anhand spezifischer Sporthelden-Faktoren.

Die in &#8220;Teil 1: Der ÖSV-Skifahrer Hermann Maier&#8220; beschriebene „Dunstwolke“ des heimatsehnsüchtigen, alpinsportlichen Nationalbewusstseins hat Hermann Maier in Österreich den Weg zum unvergesslichen Sporthelden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align:center;"><a href="http://view.picapp.com/default.aspx?term=hermann maier&amp;iid=3883831" target="_blank"><img src="http://cdn.picapp.com/ftp/Images/b/6/6/9/57.JPG?adImageId=8202659&amp;imageId=3883831" border="0" alt="Sports News - February 07, 2009" width="500" height="307" /></a></div>
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<p><strong>Teil 2: Der Volksheld Hermann Maier</strong></p>
<p><em>Vom &#8220;unvollendeten&#8221; Heldentum des Hermann Maier und der &#8220;Wie-erschaffe-ich-einen-Sporthelden-Checkliste&#8221;.</em></p>
<p>Was machte Hermann Maier neben seinen sportlichen Erfolgen letztendlich zum bekanntesten Österreicher und zum letzten großen Volkshelden unseres Landes? Eine Analyse anhand spezifischer Sporthelden-Faktoren.</p>
<p><span id="more-2065"></span></p>
<p>Die in &#8220;<a href="http://www.sportblog.cc/2009/10/sportblog-cc-special-abgang-des-letzten-osterreichischen-sporthelden/#more-2049" target="_blank">Teil 1: Der ÖSV-Skifahrer Hermann Maier</a>&#8220; beschriebene „Dunstwolke“ des heimatsehnsüchtigen, alpinsportlichen Nationalbewusstseins hat Hermann Maier in Österreich den Weg zum unvergesslichen Sporthelden geebnet. Diese Tatsache allein, nämlich dass Hermann Maier ÖSV-Skifahrer war, kann aber den Status des Herminators als bislang unübertroffenen Volkshelden noch nicht vollständig erklären.</p>
<p>Dazu bedarf es noch einer Verkettung von weiteren Umständen und Tatbeständen, die ich gerne und banal auch als &#8220;Wie-erschaffe-ich-einen-Sporthelden-Checkliste&#8221; bezeichne.</p>
<p><strong>Konkret müssen für die erfolgreiche „Heroisierung“ eines Sportlers nämlich möglichst viele der folgenden Bedingungen erfüllt sein:</strong></p>
<p>(die Liste wurde aus der unten angeführten Literatur zusammengestellt und hat natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit)<br />
<strong> </strong></p>
<ul>
<li><span style="color: #525252;"><span style="text-decoration: underline;"><em>Bekanntheit<br />
</em></span>Als ÖSV-Athlet in Österreich wohl das geringste Problem, zählt der Alpine Skisport in Österreich doch nach Fußball und Formel 1 zu den bekanntesten Mediensportarten.<br />
</span></li>
<li><span style="color: #525252;"><em><span style="text-decoration: underline;">Erzielen einer Rekord-, Höchst- oder außergewöhnlichen Leistung<br />
</span></em>Ja, Hermann Maier war ein begnadet GUTER Skifahrer. Die Liste seiner Siege kennen wir alle.<br />
</span></li>
<li><span style="color: #525252;"><span style="text-decoration: underline;"><em>Dramatische Umstände</em><br />
</span>Hier wird’s interessant: Die Umstände, unter denen die heldenwürdige Leistung erbracht wurde, müssen stets dramatische sein. David muss immer irgendwie Goliath besiegen und der uralte Mythos muss sich wiederholen. Der </span><a href="http://www.youtube.com/watch?v=hMchlokCWIk" target="_blank">Unfall in Nagano</a><span style="color: #525252;"> war äußerst dramatisch. Erstens war es ein „Wunder“, dass Hermann Maier nur mit leichten Blessuren davon gekommen ist. Zweitens gelang es ihm, trotz der erlittenen Verletzungen, schon wenige Tage später die Goldmedaillen im Super-G und Riesenslalom zu gewinnen. Damit hatte er aus einer dramatischen, schier hoffnungslosen Situation heraus trotzdem den unerwarteten Sieg errungen &#8211; David gegen Goliath. Der Heldenstatus war damit schon (fast) gesichert.<br />
</span></li>
<li><span style="color: #525252;"><em><span style="text-decoration: underline;">Moralische Integrität<br />
</span></em>Ein Sportheld muss neben all seinen Erfolgen aber auch moralische Integrität beweisen &#8211; also ein untadeliges Leben führen und Fair-Play, Großmut, Rechtschaffenheit, usw. an den Tag legen. Naja, probiert hat Hermann Maier das jedenfalls denke ich.<br />
</span></li>
<li><span style="color: #525252;"><em><span style="text-decoration: underline;">Vertrauen und Glaubwürdigkeit</span><br />
</em>Wenn von Vertrauen im Sport gesprochen wird, dann gilt dieses zumeist im Sinne eines sauberen, dopingfreien Images. Das lasse ich im Fall Hermann Maier einmal gelten, denn Österreich ist sowieso „a too small Country for good doping“. Unter Glaubwürdigkeit kann ein konstant widerspruchsfreies und authentisches Auftreten und Verhalten des Sportlers verstanden werden. Das hat Hermann Maier wohl auch ganz gut hinbekommen.<br />
</span></li>
<li><span style="color: #525252;"><span style="text-decoration: underline;"><em>Charisma</em><br />
</span>Viel zitiert, subjektiv und kaum jemals erfass- oder messbar. Es wird oft gleichgesetzt mit der Ausstrahlung eines positiven und überhöhten Lebensgefühls, mit Angstfreiheit, unerschütterlichem Urvertrauen und Ähnlichem. So gesehen durchaus eine der Spezialitäten von Hermann Maier.<br />
</span></li>
<li><span style="color: #525252;"><em><span style="text-decoration: underline;">Emotionale Stabilität</span><br />
</em>Die „Sonnenseite“ eines Sportlers, die möglichst konstant dargestellt und ausgelebt werden sollte. Ein positiv und kraftvoll auftretender Sportler also, der Freude und Spaß am Sport vermittelt. Auch diesen Punkt würde ich bei Hermann Maier als erfüllt betrachten.<br />
</span></li>
<li><span style="color: #525252;"><em><span style="text-decoration: underline;">Kommunikationsfähigkeit<br />
</span></em>Eine sehr wichtige Eigenschaft im Zeitalter der Massenmedien. Hierunter kann prinzipiell die Fähigkeit verstanden werden, sich zur eigenen Person zu bekennen und seine Talente und Persönlichkeit aber vor allem auch glaubhaft über die Medien vermitteln zu können. Deshalb bekommen ÖSV-Athleten auch bis hinunter in die C-Kader Sprech- und Mediencoaching. Bei Hermann Maier denke ich hat’s dazu gereicht, auch diesen Punkt als erfüllt abzuhaken.<br />
</span></li>
<li><span style="color: #525252;"><em><span style="text-decoration: underline;">Körperliche Attraktivität</span><br />
</em>Oh ja … natürlich unbestritten Geschmackssache. Hier hat das Management von Hermann Maier aber natürlich seinen Teil dazu beigetragen, den Herminator als körperlich attraktive Persönlichkeit zu vermarkten und darzustellen. Man erinnere sich nur an die vielen NEWS-Fotoreihen, in der sich jeweils Muskelfoto an Muskelfoto reihte.<br />
</span></li>
<li><span style="color: #525252;"><em><span style="text-decoration: underline;">Männlichkeit<br />
</span></em>Auf dieses Helden-Kriterium wurde schon genauer im SPORTBLOG.CC-Bericht &#8220;<a href="http://www.sportblog.cc/2009/10/darf-frauenfusball-zum-familienkirtag-werden/" target="_blank">Darf Frauenfußball zum Familienkirtag werden</a>&#8221; eingegangen. Tatsächlich ist es so, dass sportliches Heldentum nach wie vor eine männliche Angelegenheit ist &#8211; denn ein Sportheld verkörpert in seinen Eigenschaften die Reinkarnation des klassischen literarischen  Helden. Und der ist nun mal ritterlich-männlich. Der Punkt Männlichkeit geht damit ebenfalls an Hermann Maier.<br />
</span></li>
<li><span style="color: #525252;"><em><span style="text-decoration: underline;">Wiederholung der Heldentat</span><br />
</em>Trotz jährlicher, hartnäckig gegenteiliger Beteuerungen österreichischer Medien, ist Hermann Maier dieses letzte Helden-Attribut bis zuletzt verwehrt geblieben. Die Wiederhohlung seiner &#8220;dramatischen Heldentat&#8221;, die neuerliche Demonstration seiner &#8220;Unbesiegbarkeit&#8221;. Nach seinem schweren Motorradunfall, den er, so Gott wollte, ebenfalls weitgehend unbeschadet überstanden hatte, hat die gesamte Ski-Welt auf ein neuerliches &#8220;David-gegen-Goliath&#8221; Comeback gewartet. Doch es hat eben einfach nicht sollen sein.<br />
</span></li>
</ul>
<p>Die Analyse macht deutlich, dass Hermann Maier alle der genannten Helden-Faktoren erfüllt, mit Ausnahme des letzten Punktes, der &#8221;Wiederholung der dramatischen Heldentat&#8221;. Diese spezifischen Helden-Attribute, in Kombination mit dem tief im österreichischen Nationalbewusstsein verankerten Ski-Mythos, haben Hermann Maier zur (fast) perfekten österreichischen Heldengestalt gemacht.</p>
<p>Die letzte fehlende Helden-Eigenschaft, die &#8220;Wiederholung der Heldentat&#8221;, wollten Journalisten und Medien in den letzten Jahren nach dem Motorradunfall immer wieder inszenieren. Durch die mediale Zelebrierung des  &#8221;Wiederauferstehungs-Mythos&#8221; sollte das “Wunder“ Hermann Maier endlich perfekt sein&#8230;</p>
<p>Mehr dazu in <a href="http://www.sportblog.cc/2009/10/sportblog-cc-special-abgang-des-letzten-osterreichischen-sporthelden-3/" target="_self">Teil 3: Der &#8220;Medien-Mythos“ Hermann Maier</a></p>
<p><a href="http://www.sportblog.cc/2009/10/sportblog-cc-special-abgang-des-letzten-osterreichischen-sporthelden/#more-2049" target="_self">Teil 1: Der ÖSV-Skifahrer Hermann Maier<br />
</a></p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Literaturverzeichnis:</span></strong></p>
<p><strong>Gebauer</strong>, Gunter (Hrsg.) (1988): Körper- und Einbildungskraft. Inszenierungen des Helden im Sport, Reihe historische Anthropologie, Band 2, hrsg v. Forschungszentrum für Historische Anthropologie der Freien Universität Berlin, Berlin, S. 136ff</p>
<p><strong>Grupe</strong>, Ommo (2000): Vom Sinn des Sports. Kulturelle, pädagogische und ethische Aspekte, Schorndorf, S. 245</p>
<p><strong>Lessinger</strong>, Eva-Maria (2006): „We don’t kich it like Beckham“: Die deutsche Fußballprominenz, In: Holtz-Blacha, Christina (Hrsg.): Fußball – Fernsehen – Politik, Wiesbaden, S. 277</p>
<p><strong>Schlicht</strong>, Wolfgang (2000): Sieger, Helden und Idole, S. 215f. In: Schlicht, Wolfgang/Lang, Werner (Hrsg.): Über Fußball. Ein Lesebuch zur wichtigsten Nebensache der Welt, Schorndorf, S. 210-223</p>
<p><strong>Schwier</strong>, Jürgen/<strong>Schauerte</strong>, Thorsten (2008): Soziologie des Mediensports, Köln, S. 213</p>
<p><strong>Thiel</strong>, Erhard (1991): Sport und Sportler – Image und Marktwert. Einsatzmöglichkeiten im Marketing, Landsberg/Lech, S. 12, 19f, 36f, 39f<strong>Similar Posts:</strong>
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		<title>SPORTBLOG.CC Special: Abgang des letzten österreichischen Sporthelden (1)</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Oct 2009 00:50:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>debeanz</dc:creator>
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Normalerweise kommt sie jährlich verlässlich wie die Herbstdepression &#8211; die Ankündigung vom großen Comeback des Hermann Maier in den österreichischen Medien. Seit 2 Wochen warte ich nun schon darauf, doch dieses Jahr agierten die sonst so euphorischen Journalisten von Anfang an irgendwie zurückhaltend. Und nun das: Hermann Maier tritt zurück. Für mich war dieses Ereignis [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align:center;"><a href="http://view.picapp.com/default.aspx?term=hermann maier&amp;iid=4938009" target="_blank"><img src="http://cdn.picapp.com/ftp/Images/a/7/d/c/Hahnenkamm_Race_In_1308.jpg?adImageId=8202635&amp;imageId=4938009" border="0" alt="Hahnenkamm Race In Kitzbuehel" width="500" height="326" /></a></div>
<p><script src="http://cdn.pis.picapp.com/IamProd/PicAppPIS/JavaScript/PisV4.js" type="text/javascript"></script></p>
<p>Normalerweise kommt sie jährlich verlässlich wie die Herbstdepression &#8211; die Ankündigung vom großen Comeback des Hermann Maier in den österreichischen Medien. Seit 2 Wochen warte ich nun schon darauf, doch dieses Jahr agierten die sonst so euphorischen Journalisten von Anfang an irgendwie zurückhaltend. Und nun das: Hermann Maier tritt zurück. Für mich war dieses Ereignis der Anlass, einmal ein &#8211; im Gegensatz zu den sonst üblichen journalistischen Verherrlichungen &#8211; nüchternes und durchaus auch kritisches Resumée unter das Phänomen und den Mythos Hermann Maier zu ziehen. Ein SPORTBLOG.CC Special.</p>
<p><strong>Teil 1: Der ÖSV-Skifahrer Hermann Maier</strong></p>
<p><em>Über den österreichischen Ski-Patriotismus und die mythische Heldenbrutstätte Namens ÖSV.</em></p>
<p><span id="more-2049"></span></p>
<p>Der Alpine Skisport kann heute als eines der wichtigsten Symbole der österreichischen Identität und des österreichischen Patriotismus gesehen werden und bestimmt als solches in hohem Maße das Selbstbewusstsein im „Land der Berge“. Bist koa Schifoara, bist koa Österreicher, bist koa Mensch.</p>
<p>Warum? Beginnend mit den ersten olympischen Winterspielen 1924 entwickelte sich Skifahren nämlich zum bislang einzigen sportlichen Feld, in dem Österreich bis heute so etwas wie Weltgeltung für sich beanspruchen kann. Der Skisport ist also ein österreichischer Mythos &#8211; oder anders gesagt: WIR SIND Abfahrtssieger (wenn schon nicht Papst oder Fußballweltmeister).</p>
<p>Die nationale Identifikation mit unseren Profi-Skifahrern ist daher so groß wie in keiner anderen Sportart – und die heimischen Skihelden verkörpern so gut wie keine anderen Sportler die typisch österreichischen Sehnsuchtsbilder, Symbole und dramatischen Geschichten, in denen sich die gesamtgesellschaftlichen Grundströmungen unseres Landes widerspiegeln. (Siehe dazu <a href="http://derstandard.at/fs/1231152757247?_seite=1" target="_blank">Kommentar von Rudolf Müllner</a>)</p>
<p>Als erfolgreicher Skifahrer ist einem in Österreich eine gewisse Glorifizierung also immer irgendwie sicher. Und so hatte auch Hermann Maier, stammend aus dieser irrationalen, verschwommenen und mit Hütten- und Bergzauber angereicherten ÖSV-Traumwelt, in Österreich die denkbar besten Grundvoraussetzungen für eine Mythifizierung und die Aufnahme in den Olymp der unsterblichen Sportgötter.</p>
<p>Das alpinsportliche Nationalbewusstsein der Österreicher als Helden-Nährboden zu haben, kann aber den Status des Herminators als bislang unübertroffenen Volkshelden noch nicht vollständig erklären. Dazu bedarf es schon noch der Verkettung und Erfüllung von etlichen anderen Faktoren…</p>
<p>Mehr dazu in <a href="http://www.sportblog.cc/2009/10/sportblog-cc-special-abgang-des-letzten-osterreichischen-sporthelden-2/#more-2065" target="_self">Teil 2: Der Volksheld Hermann Maier</a></p>
<p>Eine nette Zusammenfassung der sportlichen Biografie von Hermann Maier findet ihr im <a href="http://thinkoutsideyourbox.wordpress.com/2009/10/13/hermann-maier-tritt-zuruck/" target="_blank">Think Outside Your Box-Artikel</a>.<strong>Similar Posts:</strong>
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		<title>Von Elfenschuhen und Brettern vorm Kopf</title>
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		<pubDate>Sat, 31 Jan 2009 12:50:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>doxidox</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[Funsport/Extremsport]]></category>
		<category><![CDATA[Skisport]]></category>
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		<category><![CDATA[Funsportarten]]></category>
		<category><![CDATA[Halfpipe]]></category>

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		<description><![CDATA[
Mittlerweile kann man es laut aussprechen: Der große Boom im Snowboarden ist definitiv vorbei. Die Verkaufszahlen sind in den letzten Jahren stetig am sinken, Alpinsnowboards sind mittlerweile fast vollständig aus den Regalen verschwunden und nahezu jeder hat es zumindest schon mal ausprobiert. Keine rosigen Aussichten für die Branche und den Sport.
Aber vielleicht darf man das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><img class="size-full wp-image-602 aligncenter" title="Quelle: http://blog.wired.com/underwire/" src="http://www.sportblog.cc/wp-content/uploads/2009/01/snowboarding-forbidden.jpg" alt="Quelle: http://blog.wired.com/underwire/" width="64" height="65" /><img class="alignnone size-full wp-image-602" title="Quelle: http://blog.wired.com/underwire/" src="http://www.sportblog.cc/wp-content/uploads/2009/01/snowboarding-forbidden.jpg" alt="Quelle: http://blog.wired.com/underwire/" width="64" height="65" /><img class="alignnone size-full wp-image-602" title="Quelle: http://blog.wired.com/underwire/" src="http://www.sportblog.cc/wp-content/uploads/2009/01/snowboarding-forbidden.jpg" alt="Quelle: http://blog.wired.com/underwire/" width="64" height="65" /></p>
<p>Mittlerweile kann man es laut aussprechen: Der große Boom im Snowboarden ist definitiv vorbei. Die Verkaufszahlen sind in den letzten Jahren stetig am sinken, Alpinsnowboards sind mittlerweile fast vollständig aus den Regalen verschwunden und nahezu jeder hat es zumindest schon mal ausprobiert. Keine rosigen Aussichten für die Branche und den Sport.</p>
<p><span id="more-584"></span>Aber vielleicht darf man das ganze auch gar nicht so eng sehen, denn nur weil die Seifenblase des stetigen Wachstums geplatzt ist, bedeutet das doch noch lange nicht dass Snowboarden deswegen aussterben wird. Ich bin eher der Meinung dass sich die Sportart erst jetzt, wo der Hype vorbei ist, ihren richtigen Stellenwert am Wintersportmarkt sucht. Wo der liegen wird ist noch nicht ganz abschätzbar, aber eben irgendwo zwischen Zipfelbob und Alpinski &#8230; hoffentlich eher in Richtung Alpinski.</p>
<p>Gründe für diesen &#8220;Abwärtstrend&#8221; im Snowboarden gibt es sicher viele, ich glaube aber dass es zwei besonders wichtige gibt:</p>
<p><strong>Erstens</strong>: Wie oben schon erwähnt hat es mittlerweile jeder, der irgendwie Interesse daran hatte, schon mal ausprobiert. Viele sind nur nach dem Ausprobieren auch recht bald wieder auf Ski umgestiegen, weil der Komfort auf zwei Brettern einfach wesentlich höher ist als auf einem. Man muss sich nicht ständig bücken um die Bindung zu öffnen oder zu schließen, man muss sich nicht bei jedem Zwischenstopp auf der Piste in den Schnee setzen, man hat bei schwierigen Verhältnissen mehr Gleichgewicht auf 2 Kanten als auf einer, usw. Und weil ein Großteil des Zielpublikums nunmal zur Erholung bzw. im Urlaub auf den Pisten unterwegs ist, fällt so etwas schon stark ins Gewicht</p>
<p><strong>Zweitens</strong>: In der Jugend-Szene muss man nicht mehr unbedingt Snowboard fahren um cool zu sein, jetzt schafft man das auch mit Skiern. Seit einigen Jahren gibt es von fast allen namhaften Skiproduzenten auch Freestyle-Ski, mit denen man in Pipe und Park genauso abrocken kann wie mit dem Snowboard. Diese Ski sind hinten genauso aufgebogen wie vorne, wodurch man auch sehr gut rückwärts fahren kann, was verkehrte Landungen und Anfahrten erst ermöglicht.</p>
<p>Wie ich damals (vor ca. 13 Jahren) mit dem Snowboarden angefangen habe, war das noch ganz anders. Wer auch nur irgendetwas auf sich hielt musste auf jeden Fall Snowboard fahren, denn Skifahren war damals der Inbegriff von langweilig, verstaubt, konservativ &#8230; UNCOOL! Aber wenn schon Snowboard, dann bitte gleich Freestyle, denn Alpinsnowboards erinnerten schon wieder viel zu stark an Skirennen. Man hatte also fast keine andere Chance als der Snowboardindustrie mehrere hundert Euro in den Rachen zu werfen um in der Clique sein Gesicht zu wahren.</p>
<p>Nunja, heute ist das wie gesagt anders, und da noch immer die meisten Kinder zu Beginn erstmal Skifahren lernen ist es auch sehr nachvollziehbar, dass sehr viele auch dabei bleiben wenn sie anfangen die Funparks der Skigebiete zu erforschen. Peinlich ist nur, dass alle großen Fische unter den Skiproduzenten diesen Trend wiedermal komplett versäumt haben, und erst auf den Zug aufgesprungen sind als sie gesehen haben wie kleinere Firmen auf diesem Sektor gut verdienen. Deshalb sind es auch hier wieder, genau wie bei den Snowboards, amerikanische Firmen die in diesem Sektor die echten Innovationen liefern und alle anderen versuchen nur ein Stück vom Kuchen mitzunehmen.</p>
<p>Ein Beispiel, das mich persönlich fasziniert, ist die neue <a href="http://www.armadaskis.com/product/skis/technology.php?section=elfshoe" target="_blank">Elf Shoe Tech</a> von Armada. Diese Firma, die sich ausschließlich auf Freetyle-Ski und Ski fürs Gelände spezialisiert hat, integriert eine sehr innovative Bauweise bei ihren Produkten. Am besten lässt sich das ganze als &#8220;Ski im Ski&#8221; erklären. Dabei hat besagter Ski keine durchgehende Taillierung, sondern die Taillierung ist in den äußeren Bereichen wieder rückläufig. Zusätzlich sind Tip und Tail (vorderes und hinteres Ende) schon wesentlich früher aufgebogen, wodurch der Ski nur mit ca. 3/4 seiner Fläche auch am Boden aufliegt. Am besten lässt sich das wohl an Bildern zeigen:</p>
<p style="text-align: left;"><img class="size-full wp-image-588 aligncenter" title="Copyright: flickr/skireviews" src="http://www.sportblog.cc/wp-content/uploads/2009/01/armada-jj.jpg" alt="Copyright: flickr/skireviews" width="500" height="152" /></p>
<p><object width="480" height="295" data="http://www.youtube.com/v/CFZDJH2Aj5Y&amp;hl=en&amp;fs=1" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/CFZDJH2Aj5Y&amp;hl=en&amp;fs=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /></object></p>
<p>Das ganze hat den Effekt, dass der Ski den selben Radius wie ein kürzerer Ski hat, weil die Taillierung ja nur über 3/4 der Länge geht. Trotzdem hat man die Sicherheit und Stabilität eines längeren Skis. Zusätzlich soll das Ding sehr drehfreudig sein, auch wieder aufgrund der geringeren Auflagefläche. Im Tiefschnee gibts zuguterletzt durch die länger aufgebogene Tip mehr Auftrieb und Sicherheit.</p>
<p>Ich finde dass das insgesamt eine sehr interessante Neuerung ist, denn besonders bei uns in Österreich ist es doch so, dass die meisten Leute so oft es geht im Gelände fahren und nicht permanent durch Riesenslaloms,  wie uns von der Industrie durch ihre Produkte einzureden versucht wird.<strong>Similar Posts:</strong>
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