Boarden auf Eis

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Eis ist ja bekanntlich etwas, was man mit jeder Art von Board möglichst meiden sollte um blauen Flecken vorzubeugen. Doch seit einiger Zeit wurde auch dieses Terrain für den Board-Sport erschlossen.

Kreative Köpfe haben sich nämlich ein neues Spielzeug für das Waveboard einfallen lassen: Eiskufen

Die einzigen Entscheidungen die man bisher am Eislaufplatz treffen konnte bestanden darin zwischen normalen Eislaufschuhen oder Icehockeyschuhen zu wählen. Jetzt gibt es aber die Möglichkeit zu eine wahren Revolution, man kann nämlich endlich auch mit einem Board auf dem Eis unterwegs sein.

Dazu braucht man nur ein handelsübliches Waveboard und dazu die neuen Eiskufen. Diese montiert man einfach statt denn Rollen auf sein Board und schon kann man den Eislaufplatz unsicher machen.

Ob das wirklich alles so einfach ist und ob es auch wirklich funktioniert haben wir von SPORTBLOG.CC mal wieder für euch getestet.

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Nachdem wir die Kufen bestellt hatten kamen sie auch schon ein paar Tage später in einer recht unspektakulären Plastikverpackung bei uns an. Das erste was einem beim Betrachten auffällt ist der große Hinweis darauf, dass die Kufen vor der ersten Verwendung auf jeden Fall geschliffen werden müssen. Für alle die gerne sofort aufs Eis losstarten wollen ist das also eine kleine Enttäuschung.

Außer den Kufen ist in dem Paket auch nicht mehr wirklich viel drinnen, abgesehen von einem Sticker. Mehr Inhalt ist aber auch gar nicht notwendig, denn eine Einbauanleitung ist nun wirklich nicht nötig und das erforderliche Werkzeug (einen Inbusschlüssel) hat man entweder sowieso zu Hause im Werkzeugkasten bzw. man hat es mit dem Waveboard mitgeliefert bekommen.

Das Schleifen der Kuven kann sich dann allerdings schon zu einem kleinen Abenteuer entwickeln. Ich war dafür in einem Eislaufschuhgeschäft, da ich mir dachte, dass man dort auf jeden Fall die nötige Erfahrung hat um sogar so etwas exotisches wie Kufen für das Waveboard zu schleifen. Ich wurde zwar nicht enttäuscht, ganz einfach war es allerdings trotzdem nicht.

Der junge Mitarbeiter schaute mich nämlich erstmal ziemlicht verdutzt an als ich ihm die Teile auf den Tisch legte und auch nach einer kurzen Erklärung meinerseits schien er noch immer nicht recht begeistert von der Sache zu sein. Der nächste Rückschlag erfolgte dann beim Versuch die Kufen in die vorgesehene Halterung einzuspannen, das schien auch nicht so recht zu funktionieren.

Die Rettung erfolgte dann durch die Chefin des Ladens, die plötzlich meinte, dass ja eigentlich schonmal eine große Ladung solcher Kufen für eine Firma geschliffen wurde, nur der dafür zuständige Mitarbeiter leider nicht da ist. Ich könnte die Kufen also entweder für ein paar Tage hier lassen oder sie einfach gegen andere unbenutzte aber geschliffene austauschen.

Da Zeit zwar nicht unbedingt Geld aber trotzdem wertvoll ist nahm ich das Angebot wahr und bekam so letztendlich doch noch relativ rasch geschliffene Kufen.

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Als nächstes stand also der Test auf dem Eis auf dem Programm:

Generell kann man sagen, dass sich das Waveboard mit den Kufen genauso fährt wie mit Rollen am Beton, man muss also keine andere Fahrtechnik oder ähnliches anwenden. Eine frisch präparierte Eisfläche ist aber natürlich bei weitem angenehmer zu fahren als jede Betonstrecke.

Was allerdings sofort auffällt ist, dass das Auf- und Absteigen ein wenig schwieriger ist als auf der Straße, wir befinden uns ja schließlich AUF DEM EIS! Es kann also bei Abstiegen aus der Fahrt zu durchaus sehenswerten Stunteinlagen kommen. Bei Stürzen hat man dafür allerdings auch immer gleich etwas zur Kühlung in der Nähe (ok, der musste einfach sein :) ).

Der Halt von den Kufen ist überraschend gut. Ich hätte schon damit gerechnet, dass man in jeder Kurve ein wenig rutscht, das hat sich allerdings (fast) nicht bewahrheitet. In gefahrenen Kurven gibt es überhaupt keine Unsicherheiten, da bieten die Kufen mindestens soviel Stabilität wie jeder Eislaufschuh.

Ein wenig anders sieht es allerdings bei den Kurven zum Schwungholen aus. Gibt man hier viel Druck auf das Board um möglichst schnell zu fahren, dann beginnt die hintere Kufe sehr wohl leicht zu rutschen, was einen doch deutlich aus der Balance bringen kann. Für mich war es also nicht möglich die selbe Höchstgeschwindigkeit wie mit Rollen zu erzielen.

Meine Kollegin debeanz hatte dieses Problem allerdings nicht, was darauf schließen lässt, dass das Gewicht und der Fahrstil eventuell eine Rolle dabei spielen.

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Fazit:

Generell ist das Waveboard am Eislaufplatz der absolute Hingucker. Während unserer zweistündigen Test-Session wurden wir von fast allen Besuchern fotografiert oder zumindest angesprochen und alle waren begeistert von der Idee.

Der Spaßfaktor ist trotz eventuell beschränkter Höchstgeschwindigkeit zur Genüge vorhanden. Ist man vielleicht sogar mit mehreren Leuten und Boards unterwegs, dann ist ein kurzweiliger Nachmittag auf jeden Fall garantiert.

Der Preis ist mit 60 € nicht ganz billig, vor allem wenn man bedenkt, dass das Board selbst schon um die 100 € kostet. Man bekommt dafür allerdings ein qualitativ hochwertiges Produkt das gut funktioniert und auf jeden Fall Spaß macht.

Ob einem die Sache dieses Geld wert ist muss jeder für sich selbst entscheiden. Falls man allerdings mal etwas ganz neues ausprobieren und der absolute Blickfang am Eislaufplatz sein möchte, dann hat man mit den Eiskufen für das Wavebaord auf jeden Fall das richtige Produkt gewählt.

Mehr Informationen, Fotos und vor allem die Möglichkeit zur Onlinebestellung findet ihr im Waveboard Shop

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Autor: doxidox
Datum: Montag, 8. März 2010 16:02
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3 Kommentare

  1. 1

    Das sieht ja echt cool aus!
    Werde gleich mal nachsehen, wie lange unsere Eishalle noch geöffnet ist.

  2. 2

    Das sind tolle Bilder – klasse! ;)

  3. 3

    Wirklich schöne Themen habt ihr hier… vielleicht habt ihr auch Lust auf einen Blogroll tausch? Mein Blog ist thematisch auch sehr sportlich ausgerichtet. Grüße aus Steinhagen, Tim

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