SPORTBLOG.CC Reihe – Sportarten für die sich keiner interessiert (12: Zipflbob)

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Am Allerwertesten den Berg hinunter brettern, mit dem charakteristischen Haltegriff zwischen den Beinen, und das mit einem Top-Speed von 157,43 km/h. Das ist Zipflbob. Von 15.-17. Jänner 2010 fand in Flachau (Salzburg/Österreich) die erste offizielle Zipflbob Weltmeisterschaft statt, wo die wilden Hunde der Szene bei Cross- und Downhill-Bewerben ihre Extremrodel-Fähigkeiten demonstrierten. Für uns Grund genug, euch diese Funsportart einmal näher vorzustellen.

Von der Kohlenschaufel zur Rennmaschine

Den Kunststoff-Racer mit dem „Zipfl“ (= Haltegriff) zwischen den Beinen kennt man ja schon länger, und als Wintertourist hat das wohl auch schon jeder mal im Zuge einer feucht-fröhlichen Aprèsski-Party ausprobiert.

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Wer das Rodelgerät erfunden hat und wo, weiß man nicht mehr so genau. Es war irgendwann in den 70er Jahren, irgendwo in den Bergen, und benutzt wurde ursprünglich eine zweckentfremdete Kohlenschaufel. In den 90ern erlebte der Schlitten dann durch eine Hand voll tollkühner Kitzbüheler seine kultige Wiedergeburt als „Rennmaschine“, denn diese versuchten damit die Alpen zu bezwingen (wie, das weiß man auch nich so genau ;-) ).

Ab da gings Schlag auf Schlag. 1999 wurde das erste Zipflbobrennen am Kitzbüheler Horn (Tirol) ausgetragen, seit 2003 gibt es die Zipflbob World Series mit Rennen in Österreich, Deutschland und der Schweiz. Und der Boom um den sportlich-schnittigen Mini-Bob ist ungebrochen.

Heute sind die Zipflbobs aus Kunststoff und wiegen nur etwa 2 kg. Durch den niedrigen Schwerpunkt und die Rillen an der Unterseite sind sie sehr spurtreu und kippen kaum, und genau das macht den Funfaktor für Jung und Alt aus.

Wie… International Zipflbob Federation? Ja die gibt’s!

2009 schlossen sich dann einige nationale Vereinigungen und Hardcore-Fans zusammen, und gründeten den Internationalen Zipflbob Verband (IZF). Eine professionelle Verwaltung des neuen Funsports nach FIS-Kriterien war also geboren.

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Und in der heurigen Saison 2009/2010 werden so viele Zipflbob-Rennen wie noch nie ausgetragen – 30 Rennen weist der Kalender des IZF auf, und erstmals auch in den USA, Italien und Frankreich. Zipflbob goes also vollgas international! :-)

Die Bewerbe werden in den Kategorien Fun-Rennen, Schweizer Meisterschaften, Europameisterschaften, Speed-Bewerbe und der World Series ausgetragen, und heuer gab’s eben erstmals auch offizielle Zipflbob Weltmeisterschaften.

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Der Zipflbobsport hat seine ersten Weltmeister!

„Bis dass der Zipfel glüht“ kämpften knapp 100 Teilnehmer aus 8 Nationen von 15.-17.01.2010 in Flachau (Salzburg/Österreich) um den ersten Zipflbob Weltmeistertitel. Im Cross-Modus, also jeweils 4 Teilnehmer gleichzeitig, schmissen sich die Extremrodler auf der Flutlich-Abfahrt den Berg hinunter.

Der Speed-Rekord mit einem Zipflbob wurde 2009 am Pitztaler Gletscher mit 157,34 km/h aufgestellt. Ganz so flott waren die Zipflbob-Crosser in Flachau nicht unterwegs, aber dennoch gings über zahlreiche Bodenwellen und in den Steilkurven heftig zur Sache.

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Bei den Herren wurde Paul Steinbach aus Kitzbühel als amtierender Europameister und mehrfacher Zipflbob World Series Sieger seinem Ruf gerecht, und holte den Weltmeistertitel nach 5 harten Runden auf der ca. 1000m langen Strecke nach Österreich.

Bei den Damen siegte ein Rookie. Lisa Eckstein aus Deutschland sicherte sich den Zipflbob-Weltmeistertitel der Damen nach erbitterten Fights mit den Favoritinnen Alexandra Zisser und Elisabeth Vogel.

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Wir gratulieren sehr herzlich und wünschen dem neuen Funsport viel Glück und Erfolg!

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Autor: debeanz
Datum: Montag, 15. Februar 2010 18:10
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Ein Kommentar

  1. 1

    Sieht zwar etwas komisch aus, aber macht mit sicherheit eine menge Spaß.

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