SPORTBLOG.CC Reihe – Sportarten für die sich keiner interessiert (10: Freestyle Fußball)

Diesmal geht es um den kleinen Bruder von König Fußball, nämlich um Freestyle Fußball. Aus dem allseits bekannten „Gaberln“ hat sich in den letzten Jahren nämlich still und leise eine unabhängige Trendsport-Szene entwickelt, die weltweit immer mehr begeisterte Anhänger findet. Die heutigen Freestyle Fußball Profis legen bei ihren Moves ein unglaubliches Ballgefühl zu Tage, und heben das Tricksen mit einem herkömmlichen Fußball auf ein völlig neues Niveau.
SPORTBLOG.CC-Tipp: Am 6.2.2010 finden in Wien die Freestyle Fußball Austrian Open statt!
Entwicklung des Freestyle Fußball
Wie und wann Freestyle Fußball genau entstanden ist, kann nicht genau gesagt werden. Einer der ersten, der vor laufender Kamera trickste, war Diego Maradona in den 80er Jahren. Natürlich sprach damals noch niemand von Freestyle. Anfang des 21. Jahrhunderts brachte dann Nike eine Werbekampgane auf den Markt, die Stars wie Ronaldinho, Totti und Edgar Davids beim „coolen“ Tricksen mit dem Fußball zeigte.
Von da an begann sich Freestyle Fußball rasant zu entwickeln. Vor allem durch unzählige anonyme Trickser-Viedos auf YouTube verbreitete sich die Lust am Freestyle Fußball wie ein Lauffeuer.
Nach dieser Nike-Kampagne wurden bereits die ersten öffentlichen Freestyle Football Competitions abgehalten, teils im Internet, wo die Teilnehmer per Video-Postings teilnehmen konnten, oder live, wie etwa in der Fußballstadt Amsterdam. Die erste Freestyle Football Europameisterschaft wurde 2007 von ballartisten.com durchgeführt.
Freestyle Fußball heute – die „Red Bull Street Style Tour“ (RBSS)
2007 sprang dann, wenig verwunderlich, erstmals Red Bull auf den fahrenden Freestyle Fußball-Zug auf. Und so nennt sich heute die wichtigste Freestyle Fußball Serie „Red Bull Street Style Tour“ (RBSS) – eine weltweite Competition, die in über 50 Ländern jeweils in einem Open-Tourstop den besten Freestyler eines Landes ermittelt, und die jeweiligen Landessieger dann in einem großen Finale gegeneinander antreten lässt.
Die Regeln der RBSS
Die RBSS-Battles laufen nach dem K.O.-Modus ab: 3 Minuten, 2 Spieler, 1 Ball. Nach diesem Motto wird das runde Leder alle 20 Sekunden zwischen den beiden Kickern gewechselt, der Sieger des jeweiligen Duells kommt eine Runde weiter.
Im Prinzip ist alles erlaubt, was Spaß macht und kreativ ist. Jedoch dürfen natürlich keine Hände zur Hilfe genommen werden, der Gegner darf in der Ausübung seiner Tricks in keinster Weise gestört werden, und die Freestyler müssen während der Performance auf dem „Battle Ground“ bleiben.
Bewertet wird von einer Jury, die in den Bereichen Kontrolle (Ball und Körper), Kreativität und Style in Kombination mit Musik Punkte vergibt.
Das RBSS Finale 2008
2008 fand das RBSS Finale in Sao Paulo (Brasilien) statt. Gewinner und somit World Champion 2008 wurde Arnaud „Séan“ Garnier (Frankreich). Hier könnt ihr euch die letzten beiden Finalrunden ansehen.
Die RBSS Tour 2009/2010
Auch 2009/2010 gibt es wieder eine weltweite RBSS Tour, das Weltfinale der Gaberl-Götter wird diesmal in Südafrika (Kapstadt, April 2010) über die Bühne gehen.
Doch davor macht der Freestyle-Zirkus noch einmal in Österreich halt – die RBSS Austrian Open finden am 6.2.2010 in der „Skate Area 23“ in Wien statt. Dort wird der beste heimische Freestyle-Kicker ermittelt, der dann nach Kapstadt fliegen darf. Für alle begeisterten Freestyler also ein heißer Tip!
Die Bewerbungspahse hat am 1.1.2010 begonnen und läuft noch bis 25.1.2010. In dieser Zeit können sich begnatete Freestyle Akrobaten auf redbullstreetstyle.com registrieren und dort ihr bestes Freestyle Soccer Video hochladen. Eine Fachjury entscheidet dann über die Qualifikation bzw. die Teilnahme bei der Ausscheidung am 6.2.2010.
Die Entscheidung in Deutschland fiel bereits im Dezember 2009 in Köln. Bester deutscher Freestyle Kicker 2009/2010 wurde Timo Löhnenbach.
Und zum Abschluss hier noch ein paar weitere optische Leckerbissen aus der Welt des Freestyle Fußball:
Promo-Video für die Austrian Open 2008:
Promo-Video mit Séan Garnier für die Poland Open 2009:
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Montag, 11. Januar 2010 18:07
Also ich als Fußballer finde das Nike Freestyle der absolute Hammer
einfach krass was man mit nem Ball und Talent anfangen kann ^^
Montag, 11. Januar 2010 20:15
Finde ich auch, die Pro’s kommen in dem Spot schon wirklich sehr cool rüber… wundert mich nicht, dass danach das Freestyle Fußball Fieber ausgebrochen ist, da kriegt man richtig Lust das auch zu probieren
Dienstag, 12. Januar 2010 11:52
Jemand mit einem gewissen Talent für Fussball ist auch Rémi Gaillard, er nimmt dabei meistens eine Kamera mit, allerdings hat er etwas unkonventionelle Ziele
http://www.fun4all.es/fussball/crazy-fussball-tricks/ Schaut mal rein herrlich und sehr passend zur Musik.
Dienstag, 12. Januar 2010 14:10
hehe, sehr genial… aber ein unbestreitbares Talent der Bursche!
Aber eins find ich schon krass: bin bei der Recherche für den Artikel auf eine Promo-Aktion von Red Bull Namens “Red Bull Schützenfest” gekommen, siehe http://www.redbull.at/cs/Satellite/de_AT/Video/In-Deckung–021242791750326, und da gehts im Prinzip um genau das gleiche. Und ich hab mir noch gedacht, hey, lässige Idee! Aber nix da von wegen geniale Marketing-Idee, da wurde natürlich beinhart abgekupfert. Diese überbetonte Coolness-Maschinerie von Red Bull hechelt offensichtlich echt jedem Trendsetter hinterher…
Dienstag, 12. Januar 2010 16:34
Die Videos von Rémi Gaillard hab ich schon vor einiger Zeit mal auf Youtube gefunden .. dem gehts allerdings wirklich eher ums provozieren als um die Sache selber
Trotzdem hab ich mir damals auch schon gedacht dass er fußballerisch eigentlich ziemlich gut drauf zu sein scheint, denn so Sachen wie “Ball in Polizeiauto schießen” kann man jetzt wirklich nicht oft wiederholen
Montag, 1. Februar 2010 19:42
[...] letzten Bericht über Freestyle Fußball haben wir euch diese neue Trendsportart bereits vorgestellt und ihre Entstehung kurz [...]