SPORTBLOG.CC Reihe – Sportarten für die sich keiner interessiert (08: Seilspringen)

Seilspringen ist meistens eines jener Dinge, die uns sofort an die guten alten Zeiten unserer Kindheit erinnern. Sofort schießen uns Bilder von Spielplätzen oder Schulhöfen durch den Kopf, auf denen die Sprungseile von früh bis spät malträtiert wurden. Auch heute noch erfreut sich Seilspringen bei Kindern großer Beliebtheit, doch ganz “nebenbei” hat sich diese Freizeitbeschäftigung auch zu einem echten Leistungssport für Jugendliche und Erwachsene entwickelt.
Beim Rope Skipping (so die internationale Bezeichnung) gibt es, so wie bei vielen anderen Sportarten auch, mehrere unterschiedliche Disziplinen. Zuerst unterscheidet man einmal zwischen Einzel- und Mannschaftsbewerben, danach wird noch in Speed- und Freestyledisziplinen unterteilt.
Bei den Speedbewerben geht es grundsätzlich darum, in einer vorgegebenen Zeit eine möglichst große Anzahl eines bestimmten Sprunges zu schaffen.
In der Disziplin Freestyle bereitet jeder Springer bzw. jede Mannschaft eine eigene Kür zu einem Musikstück vor. Die Elemente der Kür können alle einem bestimmten Schwierigkeitsgrad zugeordnet werden, zusätzlich bewerten die Kampfrichter dann noch die Kreativität der Zusammenstellung sowie die technische Ausführung.
Da bei dieser Vielzahl an Disziplinen natürlich auch unterschiedliche Anforderungen an die Sprungseile entstehen, hat man auch hier die Qual der Wahl.
Speed Ropes:
Speed Ropes werden hauptsächlich aus Kunststoff oder Metall gefertigt. An beiden Enden ist das Seil durch einen Hohlgriff geführt. Dadurch kann sich das Seil leichter drehen und man kann das Seil schneller und mit weniger Kraftaufwand kreisen lassen. Für sehr schnelle Sprünge, wie es der Wettkampf erfordert, werden oft Stahlseile benutzt, die teilweise auch kugelgelagerte Griffe haben.

Long Handle Ropes:
Diese Seile haben längere Griffe, die das Springen von sehr schweren Sprüngen erleichtern.

Wheel Ropes:
Hier sind Kunststoffröllchen auf einer Nylonschnur aufgefädelt, ähnlich Perlen einer Perlenkette. Dadurch hat das Seil eine stabilere Flugbahn und ist daher besonders gut für akrobatische Sprünge geeignet.

Long Ropes:
Diese Seile werden von zwei Personen geschwungen, während die anderen Springer in der Mitte ihre Tricks durchführen. Die Seile sind meistens gewoben und etwa 1 cm im Durchmesser, ähnlich Bergsteigerseilen.

Um sich die einzelnen Disziplinen und vor allem das hohe Niveau auf dem gesprungen wird besser vorstellen zu können, habe ich wieder ein paar gute Videos ausgegraben:
Natürlich darf man nicht vergessen, dass Rope Skipping nicht nur etwas für Kinder und Leistungssportler ist, sondern ein gutes Aufwärmprogramm oder Workout für jedermann darstellt. Aufpassen sollte man lediglich bei Knie- oder Sprunggelenksproblemen, da die vielen Sprünge doch eine größere Belastung für den Stützapparat darstellen als z.B. Nordic Walking oder Low-Impact Aerobic.
Der größte Pluspunkt von Ropeskipping is allerdings folgender: Es macht einfach verdammt viel Spaß.
Mehr Informationen gibts auf Wikipedia und bei der International Rope Skipping Federation
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