Frauen im Sport – Die (nackte) Wahrheit

Lingerie Bowl - Show

Es sieht so aus als hätte die Darstellung von Frauen im Sport als Quotenfängerinnen neue Dimensionen erreicht. In den USA startete letzte Woche die LFL (Lingerie Football League), in der Frauen mit Modelmaßen, nur in Unterwäsche gekleidet, gegeneinander eine leicht entschärfte Version des American Footballs spielen. Wer sich jetzt denkt, dass sowas “erniedrigendes” auch nur den Amerikanern einfallen kann, der sollte sich mal ein wenig genauer in unserer aktuellen Sportwelt umsehen.

Mein erster Gedanke zur LFL war, dass außer Lingerie dort nicht viel drinnen sein wird, und die ganze Geschichte von daher sowieso keine lange Lebensdauer haben wird. Sieht man sich aber mal ein paar Videos der bisherigen Spiele an, und bedenkt man, dass einige Spielerinnen aus der “normalen” Frauenfootball-Liga zur LFL gewechselt sind, dann kann man seine Meinung schon ein wenig ändern.

Wie ihr hier sehen könnt, gehts doch ganz schön zur Sache, und die Mädls schenken sich nicht sonderlich viel:

Die Sache mit der Unterwäsche ist, nunja, zwar sehr offensichtlich, aber genau das ist der Punkt. Man macht bei der LFL zumindest überhaupt keinen Hehl daraus, worum es geht: Tits and Ass, gepaart mit Sportaction. Eben genau das, was der durchschnittliche Sportkonsument sehen will.

Zum Glück gibts da ja den seriösen Sport, in dem Frauen nicht nur als Quotenschnitten dargestellt werden.

Im Beachvolleyball zum Beispiel ist die Bekleidung ja nur so knapp, weils “am Strand” auch wirklich heiß ist.

Copyright: flickr/brockleyboyo

Keine Frau würde je auf die Idee kommen, in etwas anderem als einem Minirock auf den Tenniscourt zu gehen.

Copyright: flickr/alphababy

In der Leichtathletik braucht man schließlich die Bewegungsfreiheit, außerdem ist das knappe Outfit auch sicher viel aerodynamischer.

Copyright: flickr/az1172

Interessanterweise ist der Dresscode in ein paar Disziplinen aber anders, zum Beispiel im Hammerwerfen.

Quelle: www.bettyheidler.de

“Sex sells” gilt also nicht nur beim Unterwäsche-Football in Amerika, in sehr vielen Sportarten hat man das schon vor langer Zeit mitbekommen. Vermutlich aus diesem Grund hat sich die Sportbekleidung Schritt für Schritt in eine Richtung entwickelt, die dem hauptsächlich männlichen Publikum entgegenkommt.

Wenn also jetzt alle Feministen/innen wegen der LFL wieder auf die Barrikaden steigen, dann finde ich das persönlich total in Ordnung, man müsste aber im selben Zug fast die gesamte Sportwelt an den Pranger stellen, denn der hat die LFL zumindest eines voraus: Dort wird offen zugegeben, wozu die knappen Outfits gut sind.

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Autor: doxidox
Datum: Freitag, 11. September 2009 17:31
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2 Kommentare

  1. 1

    Also ich finde LFL nicht besonders toll. Klar in anderen Sportarten braucht man das knappe gewand. und das ist auch okey so. aber bei LFL geht es nur um die Männer, damit diese etwas zum schauen haben.

  2. 2

    Also mein Punkt war ja, dass man in anderen Sportarten auch sehr knappes Gewand verwendet, obwohl es eigentlich nicht wirklich notwendig wäre und deshalb die LFL nicht anders agiert als alle anderen Sportarten.

    Aber das is halt nur meine Meinung

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