Die dicke Depression in der Videospiel-Szene

Two young men playing video game in dorm room, side view

Der Frage, ob kompetitives Videospielen – eher unter dem Begriff E-Sport bekannt – wirklich als Sport angesehen werden kann oder nicht, wurde hier im Blog schon vor einiger Zeit nachgegangen. Dass intensives Videospielen im Vergleich zu normalem Sport der Gesundheit jedenfalls nicht unbedingt zuträglich ist, hat jetzt eine Studie aus Amerika bewiesen.

Nutzer von Videospielen sind in einem tendenziell schlechteren Gesundheitszustand als Nicht-Spieler. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung der US-amerikanischen Centers for Disease Control and Prevention (CDC), bei der 500 Erwachsene zwischen 19 und 90 Jahren zu ihrem Nutzungsverhalten und ihrem allgemeinem Gesundheitszustand befragt wurden. Die Umfrage wurde im Gebiet um Seattle und Tacoma im US-Bundesstaat Washington durchgeführt, da es den höchsten Internetnutzungslevel in den USA aufweist. Die Probanden mussten dabei Angaben zu ihrer Gefühlslage, ihrer Persönlichkeit, ihrem physischen und psychischen Gesundheitszustand, zu ihrem Body-Mass-Index (BMI) und zu ihrer Lebensqualität machen. Den Studienergebnissen zufolge leiden Gamer demnach eher an Fettleibigkeit und Depressionen als Personen, die auf Videospiele verzichten.

Einen Lichtblick gibt es aber für alle Videospiel-Fans. In einer Untersuchung zum Energieverbrauch beim Videospielen wurde festgestellt, dass es beim Spielen von aktiven Videospielen (z.B. Wii) zu einem deutlich höheren Energieverbrauch kommt als bei herkömmlichen Videospielen. Trotzdem wird darauf hingewiesen, dass selbst bei aktiven Computerspielen die Belastung nicht an die täglich empfohlenen Menge an Bewegung herankommt.

Eine Runde Wii-Sports zur Unterbrechung eines Spiele-Marathons ist also auf jeden Fall besser als nichts, ersetzt aber keinesfalls eine echte sportliche Betätigung.

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Autor: doxidox
Datum: Freitag, 21. August 2009 9:12
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