Die Macht der Hormone

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Die Pubertät ist ein sehr wichtiger Abschnitt in der Entwicklung eines jeden Menschen. In diesem Zeitraum kommt es zu einschneidenden Veränderungen sowohl im sozialen wie auch im körperlichen und geistigen Bereich. Sportlich gesehen stellt dieser Entwicklungsabschnitt einen gewissen Scheidepunkt dar, denn wer die Laufbahn eines Leistungssportlers einschlagen will, muss sich spätestens hier dafür entscheiden. Außerdem beginnen Vereine und Verbände bereits ihre ersten Ausleseverfahren, um vielversprechende Talente in speziellen Trainingsgruppen zu fördern. Diese Auslese hat aber so ihre Nachteile und erscheint manchmal alles andere als fair.

Die aus sportlicher Sicht wichtigste Veränderung in der Pubertät ist der Beginn der geschlechtlichen Reifung. Durch sie werden vermehrt Sexualhormone ausgeschüttet, wodurch es neben der Ausbildung der primären und sekundären Geschlechtsmerkmale auch zu einem starken Wachstum der Muskelmasse und des Skeletts kommt. Da Körpergröße und Muskelkraft in fast allen Sportarten sehr einflussreiche Faktoren sind, steigen natürlich auch die sportlichen Leistungen sprunghaft an.

Um diese ungleichen Leistungsvoraussetzungen von Jugendlichen verschiedenen Alters zu berücksichtigen gibt es überall die Einteilung in bestimmte Altersklassen, die meistens eine Spanne von ca. 2 Lebensjahren umfassen. Das große Problem in der praktischen Umsetzung ist aber folgendes:

Die oben beschriebenen körperlichen Veränderungen setzen leider nicht bei allen Kindern zum selben Zeitpunkt ein, wodurch es zu mehr oder weniger großen Abweichungen zwischen dem biologischen Alter (Entwicklungsstand des Körpers) und dem kalendarischen Alter kommen kann. Abweichungen im Normalbereich befinden sich etwa bei 1 Jahr Unterschied, im Extremfall können es aber auch bis zu 3 Jahre sein. Das bedeutet dass z.B. ein 15 Jähriger den Körper eines 12 Jährigen oder eines 18 Jährigen haben kann. Als Schlussfolgerung kann es bei zwei 15 Jährigen zu einem körperlichen Entwicklungsunterschied von ca. 6 Jahren kommen.

Unter Berücksichtigung dieser Tatsache erscheint einem die Einteilung in Altersgruppen mit 2 Lebensjahren Spanne eigentlich total sinnlos, weil nunmal extrem unterschiedliche körperliche Voraussetzungen gegeben sind. Das schlimmste an der ganzen Sache ist jedoch, dass die Talentauswahl hauptsächlich Wettkampfergebnisse als Basiskriterium hat, wodurch “Frühentwickler” einen enormen Vorteil haben. Dieses Problem wurde zwar schon erkannt, was man dagegen tun kann ist allerdings fraglich.

In einigen Sportarten haben Trainer z.B. die Anweisung eine bestimmte Anzahl an Plätzen eines Kaders mit Nachwuchsathleten zu füllen, die noch keine guten Ergebnisse (aufgrund ihrer späten Entwicklung) liefern konnten aber sichtlich Talent haben.

Die beste Lösung wäre natürlich die Einteilung in Klassen nach dem biologischen Alter, was durch die (im Verhältnis zum kalendarischen Alter) aufwendige und nicht unbedingt exakte Bestimmung des körperlichen Entwicklungsstandes allerdings komplett utopisch erscheint.

Das einzige was man benachteiligten Jugendlichen raten kann ist wohl: Durchbeißen und durchhalten!

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Autor: doxidox
Datum: Montag, 6. Juli 2009 19:34
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Ein Kommentar

  1. 1

    [...] und vergrößern ihren Vorsprung nochmals gegenüber den später Geborenen (wie auch schon in diesem Artikel [...]

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