Ganz China an einem Tisch

Vom 28. April bis zum 5. Mai findet in Yokohama (Japan) die Tischtennis Weltmeisterschaft statt. Für die Großmacht China wäre es auch diesmal wieder eine herbe Enttäuschung wenn nicht zumindest in den Einzelbewerben alle Medaillen gewonnen werden, zumal das bei den olympischen Spielen ja recht gut geklappt hat.
Sieht man sich die derzeitige Weltrangliste sowohl bei den Damen als auch bei den Herren an, dann stehen die Karten dafür gar nicht so schlecht: Bei den Damen werden die ersten 5 Plätze von China besetzt, bei den Herren die Plätze 1-3 sowie 5, 7 und 8. Die einzigen europäischen Ausnahmen in den Top 10 sind der Deutsche Timo Boll (4. Platz) und der Weißrusse Vladimir Samsonov (6. Platz).
Aber genau oben genannter Herr Boll befindet sich derzeit in der Form seines Lebens und spekuliert daher nicht zu unrecht mit einer Einzelmedaille. Immerhin hat er in den letzten Wochen gleich mehrere Topleistungen abgegeben: Er gewann das Europe Top 12 Turnier in Düsseldorf, die deutschen Meisterschaften, die Katar Open (im Finale gegen Olympiasieger Ma Lin) sowie vor kurzem auch die German Open.
Er musste allerdings sein intensives Training für ein paar Tage wegen Schmerzen in der Lendenwirbelsäule unterbrechen, da es sich aber um ein bekanntes Problem handelt wird es seine WM Vorbereitungen wohl kaum beeinflussen.
Einer der schon mal vorgezeigt hat wie man ganz China in Angst und Schrecken versetzen kann wird diesmal nicht bei der WM dabei sein. Ex-Weltmeister Werner Schlager hat schon vor einiger Zeit bei den Veranstaltern abgesagt, weil er Anfang Februar Vater wurde und aus familiären Gründen nicht teilnehmen will.
Man kann also nur abwarten ob wir Europäer den Asiaten einen Strich durch die Rechnung machen können. Eine Sensation wäre es allemal, besonders wenn man die unterschiedlichen Stellenwerte dieser Sportart bei uns und im asiatischen Raum betrachtet.
Ein paar Informationen wo und wann die Tischtennis WM übertragen wird findet ihr hier
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