SPORTBLOG.CC Reihe – Sportarten für die sich keiner interessiert (03: Speed Badminton)

Speed Badminton ist die Bezeichnung für ein dem Badminton ähnliches Rückschlagspiel. Der verbreitete Name Speedminton ist der Markenname des bisher einzigen Herstellers. Das Spiel verbindet Elemente der etablierten Sportarten Badminton, Squash und Tennis und wird mittlerweile rund um den Globus gespielt.
Das einzigartige an dieser Sportart ist, dass man außer den Schlägern und den Bällen eigentlich nichts weiter braucht (es gibt KEIN Netz!) und daher so gut wie überall eine Partie Speedminton gestartet werden kann. Man muss es nur irgendwie schaffen zwei gleich große Felder abzustecken. Auch Wind stellt kaum ein Hindernis dar, da die verwendeten Bälle zwar stark an normale Federbälle erinnern, aber extra so konzipiert wurden dass selbst noch bei Windstärke 4-5 gespielt werden kann.
Spielfeld:
Wettkampfmäßig gespielt wird Speed Badminton auf einem Speedcourt. Dieser besteht aus zwei Quadraten, die jeweils 5,5m x 5,5m betragen und einen Abstand von 12,8m haben. Es wird ohne Netz gespielt.

Spielregeln:
Ein Spielsatz endet mit 16 Gewinnpunkten. Bei 15:15 geht der Satz in die Verlängerung, wobei zum Sieg 2 Punkte Vorsprung nötig sind. Ein Match geht über drei Gewinnsätze.
Jeder Ballwechsel wird gezählt, sofern er nicht wiederholt werden muss. Gepunktet wird wenn:
- Kein vorschriftsmäßiger Aufschlag gelingt
- Der Speeder den Boden berührt
- Der Speeder im Spielfeld landet und nicht retourniert werden kann (Die Linien werden zum Spielfeld gerechnet)
- Der Speeder im “Aus” landet
- Der Speeder zweimal hintereinander geschlagen wird
- Der Speeder den Körper berührt
- Wird ein Speeder außerhalb des Spielfeldes weitergespielt, gilt er als angenommen.
Ich finde die Idee hinter dieser Sportart wirklich gut, denn je weniger Aufwand nötig ist um eine Sportart auszuüben, umso öfter macht man es auch. Außerdem muss man nicht ständig befürchten dass der Wind ein Spiel zunichte macht, denn die Speeder sind ansich schon schwerer als normale Federbälle, können bei stärkerem Wind aber noch zusätzlich beschwert werden. Dadurch kann so ein Speeder angeblich mit über 200 km/h geschlagen werden. Auch Abends kann man noch ohne Probleme spielen, denn der Speeder kann mit kleinen Leuchtstäbchen ausgerüstet werden und ist so auch im Dunkeln gut sichtbar.
Ich denke Speedminton ist wirklich mal eine gute Alternative zu anderen Outdoor-Sportarten und es zahlt sich auf jeden Fall aus das ganze mal auszuprobieren. Für alle Begeisterten gibt es auch schon Ligen in Österreich, Deutschland und der Schweiz sowie internationale Turniere.
Weitere Informationen findet ihr bei Wikipedia und auf der Speedminton-Homepage
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