SPORTBLOG.CC Reihe – Sportarten für die sich keiner interessiert (01: Unterwasser Rugby)

Jeder von uns glaubt doch schon so ziemlich alles gesehen zu haben, was unsere sportliche Welt hergibt. Trotzdem stolpere ich immer wieder über Sportarten, von denen ich bis dahin nicht gewusst habe, dass sie überhaupt existieren. Aus diesem Grund habe ich mir gedacht ich werde eine kleine Reihe hier im Blog starten, in deren Rahmen immer wieder über noch recht unbekannte Sportarten geschrieben wird.
Mir ist es erst kürzlich wieder so ergangen, als ich von jemandem erzählt bekommen habe, dass er Unterwasserrugby spielt. Für mich klang das am Anfang nach ein paar Hobbytauchern mit zu viel Agressionspotential und Freizeit, ich wurde aber eines besseren belehrt.
Hier ein Überblick über die wichtigsten Rahmenbedingungen und Regeln (Quelle: Wikipedia):
Spielverlauf:
Gespielt wird mit einem mit Salzwasser gefüllten Ball (der aber nicht die ovale Form eines Rugbyballs hat, sondern eher die Größe eines Handballs und oft das Aussehen eines klassischen Fußballs hat), der durch seine im Vergleich zu Süßwasser höhere Dichte mit einer Sinkgeschwindigkeit von 1 m/s sinkt.
In einer Wassertiefe zwischen 3,5 m und 5,0 m befinden sich die Tore am Boden des Beckens. Sie sind schwere Metallkörbe mit einem Durchmesser von 39-40 cm.
Ein Spiel dauert 2 x 15 Minuten. Jede Mannschaft besteht aus 6 Spielern und 6 Auswechselspielern sowie 3 Ersatzspielern. Da es ein sehr schnelles Spiel ist, das viel Ausdauer erfordert, befinden sich die Spieler im ständigen „fliegenden Wechsel”. Dabei gilt die Regel, dass der Auswechselspieler erst dann ins Wasser darf, wenn der andere es komplett verlassen hat.
Es wird immer unter Wasser gespielt, der Ball darf nicht über die Wasseroberfläche gelangen. Das erfordert natürlich eine hohe Ausdauer und gutes Apnoetraining. Aber auch taktisches Gefühl ist notwendig, da richtige Positionierung für ein gutes Passspiel (der Ball wird „gestoßen”) entscheidend ist. Das Spiel zeichnet sich durch unterschiedliche Anforderungen an die Spieler aus: nicht nur Kraft ist gefragt, gerade unter Wasser sind Schnelligkeit und Wendigkeit maßgebend. Um sich im annähernd „freien Raum” der drei Dimensionen zurechtzufinden, ist darüber hinaus eine gute Übersicht unerlässlich, denn ein Angriff kann beim Unterwasserrugby auch von oben oder unten erfolgen.
Die wichtigsten Regeln:
Nur wer den Ball hat, darf körperlich attackieren bzw. attackiert werden.
Der Ballbesitzer darf jeden angreifen.
Es darf keiner an seiner Ausrüstung angegriffen werden.
Der Ball darf nicht aus dem Wasser gehoben werden.
Das Festhalten am Tor ist nicht erlaubt.
Grundsätzlich gilt: rohe Gewalt ist unzulässig; Beißen, Kratzen, Schlagen, Würgen, Treten, übermäßiges Verdrehen von Gliedmaßen und absichtliches Untertauchen gelten als Foul.
Hier ein kleines Video:
Für Zuschauer finde ich diese Sportart wohl eher nicht so attraktiv, weil man ja meistens nicht viel sieht außer ein Knäuel aus Körpern, zum selber spielen stelle ich es mir aber sehr interessant und abwechslungsreich vor.





