Radfahren im Winter – Perversionen gehören eben bestraft

Da ich im heurigen Frühjahr aus 2 alten Mountainbikes 1 funktionierendes, quasi neues zusammengschraubt habe, kam über die Sommerzeit auch wieder der Spaß am Biken. Und weil der so groß war, bin ich auch im September/Oktober noch gefahren.

Aber dann ist es irgendwie kompliziert geworden. Wenn man im Oktober abends fährt ist es 1. dunkel und zweitens meist auch arschkalt. Als einer der hartgesottenen Jungs hab ich beschlossen im Winter weiterhin meine Ausfahrten zu machen, mir aber das Leben dabei trotzdem ein wenig zu erleichtern.

Funktionskleidung musste her, was sich auch zufällig recht günstig beim guten Eduscho erledigen ließ, der hatte nämlich Laufkleidung zu absoluten Tiefstpreisen neben den Kaffeebohnen im Regal – um 200 Euronen gabs da schon an die 10 Teile heimzuschleppen. Aber gut, waren halt auch 200 Euronen. Im Frühsommer fliegt man um das Geld 1 Woche in ein türkisches Kaff,  immerhin weit weg und sogar ans Meer.

Jetzt hatte ich aber erst das Problem mit der Temperatur beim Winter-Radeln halbwegs gelöst. Wenn man abends unterwegs ist braucht man aber auch ordentlich Licht. Der erste Versuch mit einem Lichterset um 15 Euro aus der Wühltruhe vom Forstinger ging gleich mal gründlich daneben – die Dinger ließen sich zu Hause auf meinem Lenker nicht mal montieren.

Der 2. Versuch war schon etwas vielversprechender, ist aber ebenfalls gescheitert. Das Lampenset vom Sports Experts um 35 Euro ließ sich immerhin schon am Lenker montieren – aber bei der 1. abendlichen Ausfahrt stellte sich die Lichtstärke des Lamperls als völlig unzureichend heraus. In einem Bisamberger Hohlweg hat es mich um 11h abends durch einen am Weg liegenden Ast ordentlich auf die Fresse gehauen.

Da muss es doch noch mehr und bessere Lichter geben. Beim Googeln wurde ich fündig. LED-Beleuchtung ist heute beim Radfahren state of the art. Und was ich da sah war kaum zu glauben. Aus kleinen LED-Taschenlamperln kam ein Lichtstrahl wie von einem der 4 Flutlichttürme des Ernst Happel Stadions (siehe www.zweibrueder.com). Genial und genau das richtige für mich, auf dass mir kein Ast mehr in die Quere komme.

Aber nach der Preisrecherche hab ich ernsthaft darüber nachgedacht, im Winter vielleicht doch wieder ganz einfach skifahren oder snowboarden zu gehen – mehrere hundert bis eintausend Euro (Spitzenmodell von Zweibrüder) kosten diese galaktischen Lichtschwerter. Das würde also bedeuten, dass alleine das Fahrradlicht den Wert meines Mountainbikes etwa verzehnfachen würde  … hm ..

Letztlich bin ich dann mit einem Kompromiss zwischen “will ich haben” und dem Inhalt meines Geldbörsels doch noch ganz glücklich geworden. Das Lampenset PowerLED von Sigma ist es dann im Shop (www.bikestore.cc) geworden, das mit seinem zusätzlichen Lithium-Ionen Akku die Winternächte nun fast zum Tag macht und mit 119 Euro den Wert meines Fahrrades zumindest nur etwa verdoppelt hat.

Nun kann ich die Wiener Donauinsel des nächtens hell erleuchtet erforschen, außer es liegt zu viel Schnee – aber Ketten für das MTB gehen dann doch etwas zu weit.

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Autor: theo
Datum: Mittwoch, 31. Dezember 2008 1:53
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3 Kommentare

  1. 1

    ich bin mit den normalen lampen am fahrrad auch echt unzufrieden – diese led-dinger scheinen ja ordentlich zu leuchten. wie lange hält denn so ein lion-akku?

  2. 2

    bei voller leistung (es gibt 3 stufen) hält der lion-akku an die 4 stunden, also lang genug für eine ordentliche nachtausfahrt. auf stufe 1, die reicht für das stadtgebiet oder auf normalen strassen allemal, kommst du an die 12 stunden durch. super ist, dass der lion-akku von einer ausfahrt zur nächsten, so gut wie keine leistung verliert, der aktuelle ladestand wird einfach gehalten – das ist ein enormer vorteil.

  3. 3

    Von meiner aktuellen Fahrradbeleuchtung im Winter habe ich einen Film gemacht:

    Der Link zu meinem Video:
    http://www.youtube.com/watch?v=dt3a0Hto4F0

    Rainer Maichin

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